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Gefangen im Teufelkreis

Als abhängig bezeichnet man einen Krankheitszustand, bei dem durch regelmäßigen Konsum von Suchtmitteln die Bewältigung des Alltages eingeschränkt wird. Auch sogenannte Tätigkeitssüchte, wie die Spiel- oder Fernsehsucht, können ebenfalls das Alltagsleben stark beeinflussen.

Man unterscheidet die psychische von der körperlichen Abhängigkeit. Die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit steigt, wenn man häufig Suchtmittel konsumiert, um Gefühle und Stimmungen positiv zu beeinflussen. Als besonders gefährdet gelten Personen, die nur schwer mit Problemen umgehen können und deren reale Lebenssituation unbefriedigend ist.

Sucht

Zu den Substanzen, die körperlich abhängig machen, gehören Alkohol, Nikotin und vor allem harte Drogen wie Heroin sowie Designerdrogen, Amphetamine (insbes. Crystal-Meth) und diverse Medikamente. Abhängigkeit äußert sich in Form von Entzugserscheinungen, die auftreten, wenn man einen gewohnten Suchtstoff über einen bestimmten Zeitraum hinaus nicht zu sich nimmt. Schweißausbrüche, Zittern, Übelkeit, Schmerzen, Durchfall oder schwere Krampfanfälle können die Folge sein. Um diese unerträglichen Symptome zu unterbinden, nehmen die Abhängigen ihren gewohnten Suchtstoff immer wieder zu sich - der Teufelskreis nimmt seinen Lauf. Haben die Betroffenen dann Probleme, ihre Suchtmittel zu finanzieren, ist der Schritt in Beschaffungskriminalität oft vorprogrammiert.

Besonders der Umgang mit künstlich hergestellten (synthetischen) Drogen birgt Gefahren. Häufig ist es für den Konsumenten kaum nachzuvollziehen, welche Stoffe die gehandelten Mittel enthalten. Im Vergiftungsfall erschwert eine unbekannte Zusammensetzung die medizinische Versorgung.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Monika Niehaus