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Wie kann man eine Sucht erkennen ?

Ist jemand bereits alkoholabhängig, wenn er täglich ein Glas Wein trinkt? Ab wann ist jemand tabaksüchtig? Wann beginnt die Drogensucht? Es fällt schwer, eine klare Antwort auf diese Fragen zu geben. Jeder hat wohl schon mal einen Betrunkenen gesehen, der sich kaum auf den Beinen halten konnte. Aber nicht immer ist es so einfach, festzustellen, ob jemand Rauschmittel zu sich genommen hat. Allgemeingültige Erkennungsmerkmale wie enge Pupillen oder einen flackernden Blick, der für den Konsum bestimmter Drogen typisch wäre, gibt es nicht.

Drogenprobleme können sich in Verhaltensveränderungen zeigen. (© Alexander Raths - Fotolia.com)
© Alexander Raths - Fotolia.com

Deshalb muss man nach Anhaltspunkten suchen, die darauf hindeuten, ob ein Kind regelmäßig Rauschmittel zu sich nimmt oder nicht. So kann sich durch Drogenkonsum beispielsweise der Umgang mit der Familie und mit Freunden ändern oder schulische Leistungen lassen nach.

Hinweise auf echte Suchtprobleme

  • zwanghafter Wunsch nach dem Suchtmittel
  • Kontrollverlust über Menge und Ende des Konsums
  • übliche Interessen werden vernachlässigt
  • negative Randerscheinungen (Arbeitsplatzverlust, schlechte Leistungen in der Schule usw.) werden in Kauf genommen
  • Allgemeine Verhaltensänderungen

Wenden Sie sich an Ihren Kinder- und Jugendarzt, wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind drogensüchtig ist. Er kann ein vertrauliches Gespräch mit Ihrem Kind führen und abklären, ob Ihr Verdacht berechtigt ist.

Kontakt aufrechthalten

Wichtig ist es, trotz der Unsicherheit und der Sorgen ein gutes Vertrauensverhältnis zu seinen Kindern aufrecht zu halten. Möglicher Weise setzt es Sie dann in einem offenen Gespräch über Einzelheiten zu seinem Drogenkonsum in Kenntnis. Auch enge Kontakte zu den Lehrkräften können hilfreich sein. Vielleicht haben auch sie Außergewöhnliches am Verhalten Ihrer Kinder bemerkt, was Ihnen weiterhelfen kann. In keinem Fall sollten Sie den Kontakt zu Ihren Kindern abreißen lassen, da Sie sonst nicht in der Lage sein werden, Halt zu geben und aktiv zu helfen.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Monika Niehaus