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Wie schütze ich mein Kind vor Drogen?

Dass Kinder in Kontakt mit Drogen kommen, ist fast unvermeidbar. Niemand wird es schaffen, sein Kind 365 Tage im Jahr 24 Stunden lang zu überwachen. Und das ist gut so, denn „Überprotektion“ bewirkt häufig das Gegenteil von dem, was Eltern meinen: Die Kinder fühlen sich eingeengt, lehnen sich auf und machen genau das, wovor die Eltern sie beschützen wollten. Andere Kinder suchen dagegen in der Welt der Drogen Zuflucht.

Als Eltern können Sie Ihren Kindern lediglich einige Schutzmechanismen mit auf dem Weg geben, in der Hoffnung, dass diese von den Heranwachsenden beherzigt werden. Eine Garantie dafür, dass Ihr Kind nicht dennoch zu Drogen greift, wird es jedoch nie geben.

Deshalb raten Experten dazu, dass Jugendliche auch über Safer-Use-Regeln aufgeklärt werden, damit sie wissen, wie sie sich verhalten können, nachdem sie zu Drogen gegriffen haben. Danach sollen Drogen beispielsweise nicht gemischt werden und wenn dann nur in geringer Dosis und mit sauberem Zubehör konsumiert werden. Ziel dieser Maßnahmen ist weniger die Vermeidung von Drogenkonsum als eine Risikominimierung.

Das können Sie tun:

  • Informieren Sie sachlich über Drogen, um Neugierde zu befriedigen
  • bieten Sie Unternehmungen an, die mehr Spaß machen als Drogen => aktive Freizeitgestaltung
  • vermitteln Sie Freude am Leben
  • erziehen Sie Ihre Kinder zu Selbständigkeit und stärken Sie ihr Selbstbewusstsein
  • unterstützen Sie Kinder bei der Bewältigung von Problemsituationen
  • unterstützen Sie sie Umgang mit Angst, Sorgen, Problemen und Gruppendruck

Sprechen Sie mit Ihrem Kinder- und Jugendarzt, wenn Sie Fragen haben, wie Sie Ihr Kind gezielt unterstützen können.

Persönliche Beratung zur Suchtprävention erhalten Interessierte auch beim Infotelefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Suchtvorbeugung unter der Telefonnummer 0221 892031 (Preis entsprechend der Preisliste ihres Telefonanbieters für Gespräche in das Kölner Ortsnetz). Montag bis Donnerstag von 10 bis 22 Uhr und Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr beantworten Fachleute hier Ihre individuellen Fragen zur Suchtvorbeugung.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Monika Niehaus