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Kopflausebefall (Pedikulose)

Ursachen

Läuse werden ganz überwiegend durch direkten Körperkontakt, d.h., indem sie „von Haar zu Haar wandern“, übertragen, denn sie können weder springen noch fliegen. Selten erfolgt die Weitergabe durch kurz hintereinander gemeinsam benutzte Gegenstände. Das können beispielsweise Kämme, Bürsten, Mützen, Hüte, Schals, Fahrradhelme, Kuscheltiere oder Kopfkissen sein. Haustiere sind hingegen keine Überträger von Kopfläusen.

Kopflaus: Larve (© Ronald Schmäschke – Fotolia.com)
Nisse bzw. Larve der Kopflaus (© Ronald Schmäschke – Fotolia.com)

Einen charakteristischen Zeitpunkt nach der Übertragung bis zum Entdecken der Läuse gibt es nicht.

Ansteckungsfähig ist ein Kind, solange es von lebenden Läusen befallen und noch nicht ausreichend behandelt wurde. Einzelne Larven, die nach einer Kopflaustherapie ggf. noch schlüpfen können, sind nicht akut ansteckend, sollten aber möglichst umgehend im Rahmen einer Wiederholungsbehandlung bzw. durch nasses Auskämmen entfernt werden.

Warum manche Kinder die Kopfläuse sozusagen magisch anziehen, andere dagegen nicht, ist bislang unbekannt. Weder die Haarfarbe, die Haarlänge noch die Häufigkeit des Haarwaschens spielen eine Rolle. Sind die Haare allerdings kürzer als 2 cm, können sich die Läuse auf ihrem Wirt nicht einrichten.

Der Verbreitung Vorschub leisten nach wie vor die Wissenslücken von Eltern um die  korrekte Behandlung und das Verschweigen der Betroffenen aus falscher Scham.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. Hans-Jürgen Nentwich

letzte Änderung: 01.08.2018