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Schreibaby (Regulationsstörung, veraltet: Dreimonatskoliken)

Diagnose

Schreibabys haben anfallsartige Episoden des Schreiens in den ersten sechs Lebensmonaten. Die Unruhephasen beginnen meist mit der zweiten Lebenswoche und nehmen bis zur sechsten Lebenswoche an Intensität zu. Im Tagesverlauf schreit das Kind besonders viel in den Abendstunden. Typisches Kennzeichen ist, dass das Baby auf Beruhigungsversuche nicht reagiert. Das Kind hat Schwierigkeiten, sich an Schlaf- und Wachphasen anzupassen. Tagsüber schläft es deshalb meist nur kurz (oft weniger als eine halbe Stunde) und hat auch Probleme beim Einschlafen. Insgesamt ist das Kind ständig übermüdet. Häufig leiden Schreikinder unter einem geblähtem Bauch – daher der Name „Dreimonatskoliken“ -, haben beim Schreien einen roten Kopf und spannen scheinbar alle Muskeln an.

Im Notfall sollte für eine genaue Diagnose ein Arzt konsultiert werden. Dieser kann dann organische Ursachen für die Schreiattacken ausschließen wie zum Beispiel eine Mittelohrentzündung oder einen eingeklemmten Leistenbruch.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Roland Fressle

letzte Änderung: 01.08.2018