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Hepatitis B

Was ist Hepatitis B?

Hepatitis B, eine virusbedingte Leberentzündung, ist weltweit verbreitet – vor allem in Zentral- und Südafrika, in Südostasien und Südamerika. Die Entzündung der Leber kann chronisch werden – betroffen sind bis zu 60-90% der Erkrankten im frühen Kindesalter. In der Folge kann sich eine Schrumpfleber (Leberzirrhose) oder in seltenen Fällen auch Leberkrebs entwickeln. Weltweit leiden etwa 257 Millionen Menschen an einer chronischen Hepatitis-B-Infektion, davon 5-15 Millionen in Europa. Jährlich sterben weltweit etwa 887.000 Menschen an den Folgen der Erkrankung.

Hepatitis B © CLIPAREA.com
Hepatitis B ist eine virusbedingte Leberentzündung. (© CLIPAREA.com)

In Deutschland sind etwa eine halbe Millionen Menschen chronisch erkrankt. 2016 und 2017 wurden dem Robert Koch-Institut mehr als 3.000 akute Hepatitis B-Fälle gemeldet (2016: 3031, davon 230 Minderjährige; 2017: 3586, davon 183 Minderjährige). Jungen und Männer sind hierzulande häufiger betroffen als Mädchen und Frauen. Die meisten Infizierten sind nicht geimpft.

Das Hepatitis B-Virus wird durch kleinste Spuren von Blut, Speichel oder anderen Körperflüssigkeiten übertragen und kann durch winzige Verletzungen der Haut oder der Schleimhäute eindringen. Als Hauptübertragungswege gelten der Sexualverkehr und die Wohngemeinschaft mit Infizierten sowie der intravenöse Dogenkonsum. Mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV) infizierte Frauen können vor und während der Geburt das Virus auf ihr Kind übertragen. Etwa zwischen 682 und 2.728 Kinder pro Jahr werden in Deutschland von Müttern geboren, die das Virus in sich tragen.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Nentwich

letzte Änderung: 28.05.2018