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Hepatitis B

Was ist Hepatitis B?

Hepatitis B, eine virusbedingte Leberentzündung, ist weltweit verbreitet – vor allem in Zentral- und Südafrika, in Südostasien und Südamerika. Die Entzündung der Leber kann chronisch werden – betroffen sind bis zu 60-90% der Erkrankten im frühen Kindesalter. In der Folge kann sich eine Schrumpfleber (Leberzirrhose) oder in seltenen Fällen auch Leberkrebs entwickeln. Weltweit leiden etwa 257 Millionen Menschen an einer chronischen Hepatitis-B-Infektion. Jährlich sterben weltweit etwa 887.000 Menschen an den Folgen der Erkrankung.

Hepatitis B © CLIPAREA.com
Hepatitis B ist eine virusbedingte Leberentzündung. (© CLIPAREA.com)

In Deutschland sind etwa eine halbe Millionen Menschen chronisch erkrankt. Zwischen 2008 und 2014 sanken die Neuerkrankungen pro Jahr unter 1000. Doch ab 2015 wurden dem Robert Koch-Institut wieder jährlich mehr als 3.000 akute Hepatitis B-Fälle gemeldet. 2019 8.946 Hepatitis-B-Fälle gemeldet (davon 219 Heranwachsende bis einschließlich 18 Jahre) und 2020 wurden 6.791 Hepatitis-B-Fälle gemeldet (davon 105 Heranwachsende bis einschließlich 18 Jahre). Jungen und Männer sind hierzulande häufiger betroffen als Mädchen und Frauen. Die meisten Infizierten sind nicht geimpft.

Für das Jahr 2018 meldeten 30 EU-/EWR-Mitgliedstaaten 24.588 Hepatitis-B-Fälle (HBV). 10% dieser Fälle wurden als akut, 51% als chronisch, 30% als „unbekannt“ und 9% als nicht klassifiziert verzeichnet. Die höchste Rate an akuten Infektionen wurde bei 35- bis 44-Jährigen beobachtet, die höchste Rate an chronischen Infektionen bei 25- bis 34-Jährigen.

Das Hepatitis B-Virus wird durch kleinste Spuren von Blut, Speichel oder anderen Körperflüssigkeiten übertragen und kann durch winzige Verletzungen der Haut oder der Schleimhäute eindringen. Als Hauptübertragungswege gelten der Sexualverkehr und die Wohngemeinschaft mit Infizierten sowie der intravenöse Dogenkonsum. Mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV) infizierte Frauen können vor und während der Geburt das Virus auf ihr Kind übertragen.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Nentwich

letzte Änderung: 26.02.2021