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WHO beklagt Impfmüdigkeit der Europäer

Wegen einer zunehmenden Impfmüdigkeit drohen den Europäern neue Ausbrüche vermeidbarer Krankheiten. In den vergangenen drei Jahren sind beispielsweise große Masern-Ausbrüche unter anderem in der Türkei (44.176 Fälle), Italien (29.533), Frankreich (13.645) und Deutschland (11.460) registriert worden...

Laut der Weltgesundheits-organisation (WHO) sind Infektionskrankheiten in den vergangenen zehn Jahren in Europa durch Impfungen insgesamt erheblich zurückgedrängt worden. Doch wegen vernachlässigter Impfungen und eines immer noch stark unterschiedlichen Immunisierungsgrads in den europäischen Regionen und Bevölkerungsgruppen kommt es inzwischen wieder zu größeren Krankheitsausbrüchen.

Der WHO-Regionaldirektor für Europa, Dr. Marc Danzon, rief internationale Organisationen, Regierungen und Bevölkerung zur Zusammenarbeit auf, um durch Impfung verhütbare Krankheiten zu verhindern und das von der UN-Vollversammlung gesteckte Ziel zu erreichen, allen Kindern unter einem Jahr vollen Impfschutz zu sichern. Andernfalls könnten sich auch Krankheiten wie Diphtherie, Röteln und Keuchhusten in Europa wieder ausbreiten.