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Diphtherie

Was ist Diphtherie?

Diphtherie ist eine hochansteckende lebensgefährliche bakterielle Infektionskrankheit. Nicht umsonst wurde Diphtherie früher als "Würgeengel der Kinder" bezeichnet – vor Einführung der vorbeugenden Impfung forderte die schwere Infektionskrankheit viele Opfer. Die Erkrankungen brechen in den gemäßigten Klimazonen vor allem im Herbst und Winter aus. Neben der Impfung trug auch die Verbesserung der hygienischen Verhältnisse dazu bei, dass Diphtherie in den Industrienationen seltener geworden ist. Trotzdem gab es immer wieder vereinzelt Erkrankungsfälle und Todesfälle in Deutschland. Von 2001-2016 wurden in Deutschland insgesamt 80 Diphtherie-Fälle an das Robert Koch-Instiut in Berlin übermittelt.

Bei 29 europäischen Ländern wurden 2015 insgesamt 63 Diphtherie-Fälle (durch toxigene Stämme des Corynebacterium diphtheriae) gemeldet. Jugendliche und junge Erwachsene waren am stärksten betroffen. Lettland wies die höchste Zahl indigener Fälle (unter Einheimischen, nicht importiert) von Diphtherie-Infektionen auf.

Gefährliche bakterielle Halsentzündung
Diphtherie ist eine hochansteckende und lebensgefährliche bakterielle Infektion. (© Dron - Fotolia.com)

In der ehemaligen Sowjetunion ist in der ersten Hälfte der 90er-Jahre eine starke Zunahme der Krankheitsfälle zu verzeichnen gewesen. Während dieser Epidemie in Osteuropa waren die meisten Todesfälle (62%) in der Altersgruppe der 41- bis 64-Jährigen zu verzeichnen.

Kinder haben in Deutschland mittlerweile in der Regel einen guten Impfschutz. Aber bei Erwachsenen lassen sich weniger als die Hälfte für eine erforderliche  Auffrischung alle 10 Jahre impfen.

In vielen Ländern Afrikas, Asiens, des Südpazifiks und Osteuropas ist Diphtherie heute weiterhin endemisch, und es treten immer wieder Ausbrüche auf.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 14.02.2018