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Röteln (Rubella)

Auswirkungen

Erwachsene, insbesondere Frauen, leiden in Einzelfällen unter Schmerzen in Finger-, Hand- und Kniegelenken. Sehr selten treten Gehirnentzündungen auf, die lebensbedrohlich verlaufen können. Am meisten gefürchtet wird die so genannte Rötelnembryopathie. Das Risiko dafür ist besonders groß, wenn Schwangere in den ersten 12 Schwangerschaftswochen an Röteln erkranken. Hierbei gelangen Röteln-Viren von der infizierten Mutter auf das ungeborene Kind. Über 60% der Kinder kommen dann mit Augenschäden, Taubheit, Herzfehlern und Hirnschädigungen zur Welt. Auch Leber-, Milz und Knochenmarkprobleme können die Folge sein. Die Gefahr für das ungeborene Kind kann vor allem dann nicht erkannt werden, wenn die Erkrankung bei der Mutter symptomlos verläuft.

Augenschäden, Taubheit, Herzfehlern und Hirnschädigungen des Kindes können die Folgen einer Rötel-Infektion in der Schwangerschaft sein.
Infiziert sich eine Schwangere mit Röteln, kann das ungeborene Kind Schäden erleiden.

Der Ausschlag dauert in der Regel drei Tage, deshalb gibt es im englischen Sprachgebrauch auch die Bezeichnung „Three Day Measles“. Die Lymphknoten können für eine Woche oder länger geschwollen sein. Über zwei Wochen lang können die Gelenke schmerzen. In der Regel erholen sich Kinder mit Röteln nach ca. einer Woche, aber bei Erwachsenen kann es länger dauern.

Einmal durchgemachte Röteln hinterlassen eine lebenslange Immunität.

In sehr seltenen Fällen kann eine Rötelninfektion zu einer Gehirnentzündung führen (Enzephalitis), die mit Kopf-, Nackenschmerzen, Erbrechen, Sehstörungen, Lähmungen und Empfindungsstörungen verbunden sein kann.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 14.02.2022