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Keuchhusten (Pertussis)

Diagnose

Falls Ihr Kind länger als eine Woche hustet, sollten Sie unbedingt einen Kinder- und Jugendarzt aufsuchen. Ihr Säugling bedarf hingegen schon bei den ersten Erkältungsanzeichen ärztlicher Betreuung.

Die Diagnose erfolgt zumeist anhand der geschilderten typischen Symptome. Den charakteristischen Husten kann der Arzt durch Spateldruck auf die Zunge auslösen.

Die Diagnose sollte durch entsprechende Untersuchungen gesichert werden.

  • Ein Abstrich aus dem hinteren Nasen-Rachenraum, möglichst im ersten oder zu Beginn des zweiten Stadiums genommen, weist das Bakterium direkt nach. Allerdings reagiert der Erreger sehr empfindlich auf kühle und trockene Umgebung, so dass diese Analyse nicht immer zuverlässig ist.
  • Aus dem Sekret des Nasen-Rachenraums kann durch eine so genannte Polymerase-Kettenreaktion (PCR) der Erbgutträger des Bakteriums (Desoxyribonukleinsäure-DNS) isoliert werden, bevor es zur Bildung von Antikörpern kommt. Das Verfahren ist allerdings sehr aufwendig und teuer.
  • Im Blut sind vermehrt weiße Blutkörperchen vorhanden, was allgemein auf eine Infektion hindeutet.
  • Der Nachweis des Antikörpers im Blut kann sowohl eine akute als auch früher durchgemachte Erkrankung bedeuten. Bei akutem Keuchhusten ist er zum Übergang des zweiten Stadiums nachweisbar.

Bei Erwachsenen mit einem länger anhaltenden Husten sollte an einen Keuchhusten gedacht werden und die entsprechende Diagnostik erfolgen.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 21.08.2020