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Keuchhusten (Pertussis)

Auswirkungen

Etwa 70% aller Kinder machen einen normalen, 10% einen sehr schweren Verlauf durch. Das trifft insbesondere auf Kinder und Jugendliche mit Grunderkrankungen der Atemwege, z.B. Asthma bronchiale, zu. 0,1% aller Fälle enden tödlich, meist in den ersten Lebensmonaten.

Pertussis

Bei den heftigen Hustenanfällen kann es zu lebensbedrohender Atemnot kommen. Durch den enormen Druck im Kopf können die kleinen Blutgefäße unter dem Augenweiß platzen. Manchmal kommt es zu Nasenbluten oder sogar Leisten- bzw. Rippenbrüchen.

Komplikationen treten vorrangig im ersten Lebensjahr auf. Zu ihnen gehören Lungen- und Mittelohrentzündungen. Eine äußerst bedrohliche Komplikation ist die Gehirnentzündung, die so genannte Keuchhusten-Enzephalopathie, mit Krämpfen und Bewusstlosigkeit. Oft bleiben Lähmungen, Seh-, Hör- oder geistige Störungen zurück.

Als Spätfolgen des Keuchhustens sind allergische Erkrankungen oder Asthma bekannt.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 21.08.2020