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Juvenile idiopathische Arthritis (JIA) / juvenile chronische Arthritis (JCA)

Symptome & Krankheitsbild

Gelenkschmerzen stehen bei Kindern mit Gelenkrheuma bzw. einer juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA) meist nicht so im Vordergrund, wie es bei Erwachsenen, die unter Rheuma leiden, oft der Fall ist. Schonhaltungen, Hinken oder Bewegungsunlust und geschwollene und warme Gelenke können bei Kindern Anzeichen sein. Vor allem wenn Kinder morgens steif und unbeweglich sind, weist dies möglicherweise auf eine rheumatische Erkrankung hin. Kleine Kinder krabbeln dann am Morgen und wollen getragen werden, obwohl sie schon laufen können.

Viele Schulkinder klagen irgendwann einmal über Schmerzen in den Gelenken, ohne dass ein krankhafter Befund dahintersteckt. Sogenannte Wachstumsschmerzen, die meist die Kniegelenke betreffen, können manchmal recht heftig sein. Sie verschwinden jedoch nach Wochen, Monaten oder manchmal auch Jahren, ohne Folgen zu hinterlassen. Wachstumsschmerzen treten im Gegensatz zu Rheuma bevorzugt abends oder nachts auf und sind morgens verschwunden. Vor allem Kinder zwischen drei und fünf Jahren bzw. zwischen acht und zwölf Jahren sind von Wachstumsschmerzen betroffen.
Im Kindesalter stehen bei Rheuma entzündliche Erkrankungen an den Gelenken und Sehnenscheiden im Vordergrund. Als wichtigstes Krankheitszeichen tritt bei den meisten Rheumaformen eine Gelenkentzündung (Arthritis) auf. Die Entzündung führt zu einer vermehrten Durchblutung und einem Anschwellen der Gelenkinnenhaut. Diese bildet dann vermehrt Gelenkflüssigkeit, es kommt zu einem sogenannten Erguss. Das Gelenk schwillt äußerlich sichtbar an und ist meist auch überwärmt. Gleichzeitig treten Schmerzen auf. Die Gelenkschmerzen schränken das Kind in seinem natürlichen Bewegungsdrang sehr ein. Je nach Sitz der Erkrankung fällt auf, dass das Kind hinkt oder Probleme beim Greifen hat.

Der chronische Entzündungsprozess schreitet bei Kindern meist nur sehr langsam fort, weshalb Gelenkschäden oft erst nach mehreren Monaten oder Jahren auftreten.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. Hans-Jürgen Nentwich

letzte Änderung: 25.11.2015