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Herpes simplex

Therapie

Eine Therapie, die das Virus vernichtet, gibt es noch nicht. Auch eine Behandlung, die das Wiederauftreten der Erkrankung verhindern könnte, ist noch nicht gefunden.

Fieberbläschen (© Artyom Yefimov - Fotolia.com)
© Artyom Yefimov - Fotolia.com

Nur gegen die Symptome (Schmerzen, Fieber und Entzündungen der Haut) und eine weitere Ausbreitung des Virus gibt es Wirkstoffe (Aciclovir, Valaciclovir, Famciclovir, Penciclovir).
Antivirale Salben helfen gegen die Hautentzündungen. Wenn die Viren sich jedoch zu stark im Körper ausbreiten, kann nur noch die Einnahme von antiviralen Medikamenten (Aciclovir) oder eine Infusion helfen, die Viren einzudämmen. Zeigen sich bei einer Schwangeren ab der 36. Schwangerschaftswoche Zeichen von Herpes, sollte sie ggf. ein antivirales Medikament einnehmen. Treten die Zeichen von Herpes erst während der Geburt auf, entscheidet sich der Arzt in der Regel für einen Kaiserschnitt. Infiziert sich die Mutter während der Schwangerschaft zum ersten Mal mit Herpes genitalis, so ist die Infektionsgefahr größer, da die Viren wesentlich länger in der Schleimhaut bleiben (ein bis zwei Wochen) als bei einer wiederauftretenden Infektion (drei bis sechs Tage). Darüber hinaus hat die Mutter, wenn es sich um ein Wiederaufleben der Krankheit handelt, auch Antikörper gegen das Virus im Blut, die einen gewissen Schutz für den Säugling bieten.

Antivirale Medikamente

  • Aciclovir: Der Wirkstoff kann als Creme (apothekenpflichtig) oder in Form von Tabletten (rezeptpflichtig) verordnet werden. Er vermindert die Virusvermehrung und lindert die Schmerzen und den Juckreiz.
  • Famciclovir: Dieser Wirkstoff ist nur in Tablettenform erhältlich und muss vom Arzt verschrieben werden. Er reduziert die Vermehrung von Herpes-simplex-Viren Typ 1 und 2.
  • Penciclovir: Dieser Wirkstoff ist als Creme in Apotheken erhältlich. Mehrfach täglich auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen, kann er die Schmerzen und den Juckreiz reduzieren und das Virus eindämmen.
  • Valaciclovir: Der Wirkstoff greift vor allem die Herpes-simplex-Viren vom Typ 2 (Genitalherpes) an. Die Tabletten sind nur mit einem Rezept zu bekommen.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Thomas Fendel

letzte Änderung: 01.08.2018