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Hepatitis A

Vorsorge

Da eine medikamentöse Behandlung der Hepatitis-A-Infektion nicht möglich ist, sind Vorbeugemaßnahmen besonders wichtig. Die beste Art des Schutzes ist eine Impfung gegen Hepatitis A. Aufgrund des zunehmenden Ferntourismus gewinnt die Vorbeugung erheblich an Bedeutung, zumal in den meisten west-, mittel- und nordeuropäischen Ländern die Durchseuchung mit dem Hepatitis-A-Virus stark zurückgegangen ist. Deshalb ist ein Großteil der Bevölkerung dieser Länder für eine akute Hepatitis-A-Infektion empfänglich.

Es empfiehlt sich, auf äußerste Hygiene zu achten. So sollte beispielsweise die Toilette nach der Benutzung einer mit Hepatitis A infizierten Person stets desinfiziert werden. Während der Krankheitsphase empfiehlt es sich auch, Geschirr und Besteck der erkrankten Person separat zu spülen. Auch Einmalhandtücher können das Risiko einer Ansteckung einschränken. Bei erkrankten Kindern sollte das Spielzeug möglichst im Kinderzimmer bleiben und nicht mit sonstigen Haushaltsgegenständen in Kontakt kommen.

Auf Reisen sollten Sie nur Obst zu sich nehmen, das vor dem Verzehr geschält werden kann. Außerdem sollten Sie auf rohes Fleisch oder Meeresfrüchte ganz verzichten. Aufgrund der unterschiedlichen hygienischen Standards empfiehlt es sich auch immer, im Ausland nur abgekochtes Wasser zu trinken oder zum Zähneputzen zu verwenden. Achten Sie in Restaurants darauf, dass Wasserflaschen vor dem Öffnen noch versiegelt sind, sonst besteht die Gefahr, dass die Flaschen mit Leitungswasser aufgefüllt wurden.

Direkten Umgang mit Hepatitis-Patienten sollten nach Möglichkeit nur Personen haben, die gegen Hepatitis A geimpft sind oder einen natürlichen Schutz aufgrund einer bereits durchgemachten Infektion besitzen.

Eine aktive Impfung kann auch nach der Ansteckung noch als so genannte „Riegelungsimpfung“ verabreicht werden, um einen Immunschutz zu verleihen.

 

 

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 06.02.2019