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Grippe (Influenza)

Auswirkungen

Die häufigste Komplikation einer Influenza-Infektion ist eine Beteiligung der tiefen Atemwege. Sie tritt bei einem Fünftel aller Erkrankungsfälle auf. Bakterien oder Viren können auch eine Lungenentzündung in Folge einer schweren Influenza auslösen (Co-Infektion, Zweitinfektion). Sie ist für die meisten Todesopfer verantwortlich.

Grippeviren schwächen das Immunsystem und erleichtern insbesondere Staphylokokken oder Pneumokokken die Verbreitung im Körper. Pneumokokken sind Bakterien –Streptococcus pneumoniae -, die zusammen mit Grippeviren im menschlichen Organismus Lungenentzündung, Hirnhautentzündung, Blutvergiftung (Sepsis) oder Mittelohrentzündung auslösen können. Staphylokokken (Staphylococcus aureus) können neben Lungenentzündung und Sepsis u.a. auch zu einer Entzündung des Herzens (Endokarditis) führen.

Schwere Erkrankungsverläufe betreffen vorwiegend ältere Menschen (jenseits des sechzigsten Lebensjahres), sowie chronisch Kranke mit Herz-, Lungen- und Nierenleiden, Diabetiker und andere Patienten mit geschwächtem Immunsystem. Daher sollten Eltern darauf achten, dass ihre Kinder während der Krankheit keinen Kontakt zu den Großeltern haben. Doch auch Kinder ohne Grunderkrankungen können bei einer Grippe innerhalb von wenigen Tagen lebensgefährliche Komplikationen entwickeln.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 05.02.2019