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Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD)

Ursachen & Risikofaktoren

Ursache der Fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) ist der Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft. Aber auch ein hoher Alkoholkonsum des Vaters gilt als Risikofaktor für die Entwicklung eines Fetalen Alkoholsyndroms (FAS).

Ob ein Kind in der Folge dieses Alkoholkonsums erkrankt oder nicht, hängt einerseits von der Menge und Regelmäßigkeit des Konsums ab, aber auch von anderen Faktoren. So ist das Erkrankungsrisiko bei einem Alkoholkonsum der Schwangeren während der gesamten Schwangerschaft sowie während des 1. und 2. Schwangerschaftsdrittels erhöht. Oftmals reift das Kind im Körper der Frau allerdings schon ein bis zwei Monate heran, bis diese bemerkt, dass sie schwanger ist und ihren Alkoholkonsum einstellt. Dann können Schäden jedoch bereits eingetreten sein. Geringer ist das Risiko, wenn ausschließlichen im 3. Schwangerschaftsdrittel Alkohol getrunken wird. Nur bei einem Verzicht auf Alkohol besteht jedoch kein Risiko. 

Das FASD-Erkrankungsrisiko des ungeborenen Kindes wird ferner gesteigert durch Alkoholkonsum in der Schwangerschaft in Verbindung mit

  • der gleichzeitigen Einnahme von Amphetaminen oder anderen Drogen.
  • einem Alter der Mutter von über 30 Jahren.
  • einem geringen sozioökonomischen Status der Mutter.
  • einer mütterlichen Unterernährung sowie einem Mangel an Spurenelementen oder Vitaminen.
  • mütterlichem Stress.
  • Komplikationen bei der Geburtshilfe.
  • Familien, in denen bereits ein weiteres Kind von FASD betroffen ist.
  • einer entsprechenden genetischen Veranlagung.

Außerdem erkranken Kinder von Afro-Amerikanern und nativen Indians häufiger als andere Kinder. Schon ein einmaliges Rauschtrinken mit mindestens fünf alkoholischen Getränken während der Schwangerschaft kann ein FASD nach sich ziehen.

Autor:

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 20.10.2017