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Down-Syndrom (Trisomie 21)

Therapie

Trotz großer Fortschritte in der Molekulargenetik ist es derzeit nicht möglich, eines der drei Chromosomen 21 zu blockieren oder wirkungslos zu machen. Durch eine gezielte Förderung und Betreuung können Kinder mit Down-Syndrom jedoch die Unterstützung erhalten, die sie benötigen, um ihnen das Leben erleichtern.

Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen, unter denen Kinder mit Down-Syndrom oft leiden, können in der Regel heute sehr gut behandelt werden. So können Herzfehler und Darmfehlbildungen gut operativ korrigiert werden.
Werden beispielsweise die Hörprobleme der Kinder frühzeitig erkannt und therapiert, kann das die Sprachentwicklung erheblich verbessern. Auch Gebärden während des Sprechens können helfen, die Verständigungsschwierigkeiten zu überwinden. Deshalb sollte man mit den Kindern langsam und deutlich sprechen und das Sprechen mit Gebärden unterstützen. Der hohe, spitze Gaumen sowie Zahnfehlstellungen lassen sich vom Kieferorthopäden gut behandeln (beispielsweise durch Gaumenplatten). Besonders wichtig ist ein gezielter Sprachunterricht, der möglichst früh einsetzen sollte.
Eine intensive Krankengymnastik stärkt das oft zu lockere Bindegewebe und die schwache Muskulatur. Infektionen der Atemwege lassen sich mit Medikamenten (z.B. Antibiotika) behandeln.

Schwierig gestaltet sich eine positive Beeinflussung der geistigen Behinderung. Hier ist die Erziehung der Kinder innerhalb der Familie besonders wichtig, denn dort können am besten soziale Verhaltensweisen erlernt und geübt werden. Kinder mit Down-Syndrom, die in der Familie aufwachsen, besitzen ein ausgeprägtes soziales Verhalten. In jedem Fall sollten Down-Kinder möglichst früh und gezielt ihrer individuellen Intelligenz entsprechend gefördert werden. Unter Umständen können sie dann später auf eine Sonderschule gehen. Eine gewisse geistige Behinderung und Hilfsbedürftigkeit bleibt jedoch meist das ganze Leben bestehen. Für Kinder mit Down-Syndrom sind die Akzeptanz in der Familie und im Freundeskreis, eine fachgerechte medizinische Behandlung sowie eine behindertengerechte Betreuung wichtige Voraussetzungen für eine gute Entwicklung.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 05.07.2017