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Windpocken (Varizellen)

Therapie

Die Behandlung von normalen Windpocken bei einem „gesunden" Kind ist in der Regel ebenso unproblematisch wie die Erkrankung. Da die Kinder sich nicht nimmer krank fühlen, ist Bettruhe in der Regel nicht nötig. Juckreizstillende Puder, Lotionen oder bei Bedarf auch antiallergische Tropfen helfen, die lästigen Symptome zu lindern.

Durch Aufkratzen der juckenden Bläschen kann es zu eitrigen Entzündungen kommen, die mit einer Lösung desinfiziert werden. Meist klingt die Entzündung dann schnell wieder ab. Häufig kommt es an diesen Stellen jedoch zu einer Narbenbildung. Mit speziellen Salben können diese Narben, insbesondere im Gesicht, wirkungsvoll nachbehandelt werden. Es ist allerdings zu empfehlen, den Kindern die Fingernägel kurz zu schneiden. Häufiges Händewaschen verhindert die Infektionsgefahr zusätzlich. Erkrankte Kinder sind ca. 10 Tage (bis zur Verkrustung aller Effloreszenzen) ansteckend und können daher weder Kindergarten noch Schule besuchen. Berufstätige oder alleinerziehende Eltern kann dies vor große finanzielle Probleme stellen. 

Bei Schwangeren und Menschen mit einer Immunschwäche kann im Fall einer Exposition die Verabreichung von Antikörpern den Ausbruch der Krankheit unterdrücken oder zumindest abschwächen. Eine absolute Sicherheit bietet aber diese passive Immunisierung nicht.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung. Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 12.02.2019