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Verstopfung

Was ist eine Verstopfung?

Die Häufigkeit von Stuhlgang nimmt mit zunehmenden Alter ab. Säuglinge machen beispielsweise bis zu fünf Mal am Tag in die Windel, Kinder mit sechs Jahren gehen durchschnittlich ein- bis zweimal am Tag auf die Toilette.

Obstipation (© Lsantilli - Fotolia.com)
© Lsantilli - Fotolia.com

Es gibt keine allgemeine Regel dafür, wie häufig ein Kind Stuhlgang haben sollte. Manche Kinder müssen mehrmals am Tag oder nach jeder Mahlzeit zur Toilette, andere dagegen nur alle 3 bis 4 Tage. Auch bei Säuglingen, die mit Muttermilch ernährt werden, gibt es keine Norm für die Anzahl der Stuhlentleerungen. Zwischen siebenmal am Tag oder einmal in der Woche ist alles möglich.

Erst wenn der Stuhlgang hart und trocken ist und nur einmal pro Woche entleert wird, handelt es sich um eine Verstopfung, eine so genannte Obstipation. Meist ist der Stuhlgang dann auch ziemlich schmerzhaft. Das Kind hat Angst, auf Toilette zu gehen, und hält den Stuhl noch länger zurück. Ein Teufelskreis, denn dadurch kann der natürliche Entleerungsreflex verloren gehen und sich die Verstopfung nur noch verschlimmern. Dauert eine Verstopfung länger als zwei Monate an, spricht man von chronischer Verstopfung.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. Hans-Jürgen Nentwich

letzte Änderung: 28.03.2016