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Verstopfung

Diagnose

Hilfreich bei der Diagnose ist die genaue Beobachtung, seit wann Störungen aufgetreten sind, ob es Auslöser gab, ob auch andere Beschwerden, wie z.B. Fieber, vorliegen und in welchen Intervallen das Kind üblicherweise auf die Toilette konnte.

Verstopfung oder Obstipation bezeichnet eine zu seltene Stuhlentleerung. Dies kann individuell und abhängig vom Alter sehr unterschiedlich sein. Gesunde Kinder und Erwachsene müssen durchschnittlich ein- bis dreimal am Tag „groß“ auf die Toilette. Auch eine Stuhlentleerung alle zwei Tage ist noch im Bereich des „Normalen“. Gestillte Säuglinge können vier- bis fünfmal am Tag den Darm entleeren, aber auch nur einmal in der Woche, ohne dass sie unter Verdauungsproblemen leiden.

Neben der verlängerten Verweildauer des Kots im Darm zeigt auch die Beschaffenheit des Stuhls an, ob es sich um eine Obstipation handelt: Ist der Stuhl hart, ist schwer zu entleeren oder bereitet Schmerzen dabei, spricht dies für eine Verstopfung. Sitzungen, die länger als fünf bis zehn Minuten dauern, sind Warnzeichen. Wenn dieser Zustand länger als zwei Monate dauert, handelt es sich um eine „chronische“ Verstopfung bzw. Obstipation.

Der Kinder- und Jugendarzt tastet bei einer Untersuchung meist den Bauch ab. Bei Bedarf wird der Darmausgang inspiziert.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. Hans-Jürgen Nentwich

letzte Änderung: 01.08.2018