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Verstopfung

Therapie

Bei Verstopfung haben sich eingeweichtes Trockenobst und Traubensaft als Hausmittel bewährt. Um die Verdauung wieder in Gang zu bringen oder einer Verstopfung vorzubeugen sollte das Kind

  • viel trinken (am besten Mineralwasser oder ungesüßte Kindertees, keinen Kakao),
  • ausreichend ballaststoffreiche Nahrung zu sich nehmen (viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukte),
  • Bananen, Weißbrot, Kuchen, Fastfood u.a. stopfende Lebensmittel meiden,
  • nicht zu viel Milch, besser Joghurt und Käse und
  • täglich mild gesäuerte Milchprodukte wie Buttermilch, Kefir, Jogurth oder Molke verzehren,
  • mit Olivenöl Gekochtes erhalten statt mit Butter, Margarine oder Sonnenblumenöl,
  • den Verzehr von Süßigkeiten (z. B. Schokolade) einschränken,
  • sich ausreichend bewegen, da dies die Darmtätigkeit anregt.

Bei Säuglingen und Kleinkindern sollten Eltern besonders auf die Pflege des Pos und des Afters achten. Birnenmus und Vollkornbrei regen bei kleinen Kindern die Verdauung an. Ein „Stuhlprotokoll“ hilft Eltern und auch dem Kinder- und Jugendarzt, den Erfolg der Behandlung zu bestätigen, d.h. die regelmäßige Entleerung von weichem Stuhl.

Eingeweichtes Dörrobst, Leinsamen in Kombination mit ausreichend Flüssigkeit und Sauerkraut unterstützen die Verdauung.

Liegt bereits eine chronische Verstopfung vor, erfordert die Normalisierung des Stuhlgangs manchmal bis zu einem halben Jahr Geduld.

Bei Kindern sind pflanzliche Mittel gegen Verstopfung nicht geeignet, wie z.B. Sennesblätter, Faulbaumrinde oder Rhabarberwurzel.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. Hans-Jürgen Nentwich

letzte Änderung: 01.08.2018