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Mumps (Parotitis epidemica)

Therapie

Bei Schwellungen im Wangenbereich mit einhergehendem Fieber sollte ein Kinder- und Jugendarzt aufgesucht werden. Auf alle Fälle sollten Sie Ihr Kind dem Arzt vorstellen, wenn es nach einer Woche immer noch fiebert oder das Fieber nach zwei bis drei Wochen wieder steigt. Das Gleiche gilt bei starken Kopf- und Bauchschmerzen, Erbrechen und Nackensteifigkeit, die auf eine Hirnhautentzündung hindeuten können und eventuell eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus notwendig machen.

Die Behandlung von Mumps dient der Linderung von Beschwerden, die Infektion selbst lässt sich nicht beeinflussen.

Bei Fieber helfen Bettruhe, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, ab 38,5 Grad Celsius kalte Wadenwickel und nach Rücksprache mit dem Arzt kann eventuell ein fiebersenkendes Medikament gegeben werden.

Die schmerzenden Ohrspeicheldrüsen können mit entsprechenden Umschlägen gekühlt werden. Manchmal helfen eher warme Umschläge. Am besten probiert man aus, was dem kleinen Patienten gut tut. Schmerzmittel können bei Bedarf verordnet werden.

Geben Sie Ihrem Kind leichte und breiige Kost. Verzichten Sie auf saure Speisen und Getränke, da diese die Speicheldrüsen zusätzlich anregen.

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind regelmäßig seine Zähne putzt und mit desinfizierenden Lösungen den Mund spült.

Bei einer Hodenentzündung sollte strenge Bettruhe eingehalten und der Hoden hoch gelagert werden. Ein schwerer Verlauf einer Orchitis muss eventuell mit einem entzündungshemmenden Medikament behandelt werden.

Um zu verhindern, dass Ihr Kind sein Umfeld ansteckt, sollten Sie es bis eine Woche nach Abklingen der Symptome nicht mit Verwandten und Freunden in Kontakt kommen lassen, es sei denn diese sind geimpft oder haben gesichert Mumps durchgemacht. Der Besuch des Kindergartens oder der Schule darf ebenfalls erst eine Woche nach Abklingen der Symptome, jedoch frühestens neun Tage nach Ausbruch der Erkrankung erfolgen.

Halten Sie Ihr noch nicht geimpftes Baby von Kindern, die Mumps gerade durchmachen, sehr sorgfältig fern.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 08.02.2019