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Mumps (Parotitis epidemica)

Übertragung

Das Mumpsvirus (Briarcus morbillorum) ist ein ummanteltes so genanntes RNA-Virus, d.h., sein Erbgut besteht aus Ribonukleinsäure (RNA). Sein einziger Wirt ist der Mensch. Es gehört zu derselben Virenfamilie wie z.B. das Masernvirus oder das Parainfluenzavirus, welches grippeähnliche Symptome auslöst.

Mumpserreger werden durch feinste, z.B. beim Husten, Spucken, Niesen, ausgestoßene, Speicheltröpfchen in der Luft von Mensch zu Mensch übertragen. Das Gleiche gilt für die direkte Speichelweitergabe beim Küssen. Seltener ist die Übertragung durch Nutzung derselben Gegenstände (Glas, Besteck usw.). Das keimhaltige Sekret gelangt über die oberen Atemwege des Einatmenden in dessen Blutkreislauf. Die Virusausscheidung über den Urin oder die Muttermilch spielt hingegen keine Rolle.

Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) beträgt normalerweise 16 bis 18 Tage, 12 bis 25 Tage sind möglich. Drei bis sieben Tage vor bis maximal neun Tage nach Beginn der Ohrspeicheldrüsenschwellung ist ein Patient ansteckend, wobei die Infizierungsfähigkeit zwei Tage vor bis vier Tage nach Erkrankungsbeginn am höchsten ist. Infizierte Personen können den Erreger auch dann weitergeben, wenn sie selbst keine Symptome zeigen, was zu einer weiteren Verbreitung beiträgt.

Mit einer Rate von 60% sind Mumpsviren nicht so ansteckend wie Masernviren, deren Infektionsquote bei nahezu 100% liegt. Das Ansteckungsrisiko von nicht geschützten Eltern und Erwachsenen, die aus beruflichen Gründen regelmäßigen Kontakt mit Kindern haben, liegt jedoch deutlich höher.

Säuglinge sind in den ersten sechs Lebensmonaten durch in der Schwangerschaft übertragene Antikörper geschützt (Nestschutz), sofern die Mutter geimpft wurde oder Mumps durchgemacht hat.

Nach einer Infektion besteht in der Regel lebenslange Immunität. Zweiterkrankungen sind äußerst selten.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 09.04.2020