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Morbus Crohn

Was ist Morbus Crohn?

Morbus Crohn, auch als Crohnsche Krankheit bezeichnet, ist eine chronische Entzündung des Darms. Betroffen ist bei etwa einem Viertel der Patienten der Dünndarm, bei einem Viertel der Dickdarm und den übrigen ca. 50% sowohl Dünndarm als auch Dickdarm. Im schlimmsten Fall befällt die Entzündung den gesamten Verdauungstrakt vom Mund bis zum Darmausgang. Zusammen mit der Colitis ulcerosa gehört der M. Crohn zu den häufigsten chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED).

Darmschlingen
Morbus Crohn ist eine chronische Entzündung des Darms, v.a. des Dünndarms

Häufig tritt Morbus Crohn erstmals bei Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen im Alter zwischen 15 und 34 Jahren auf. Bei 15-25% der Patienten entwickeln sich die Symptome vor dem 20. Lebensjahr, vereinzelt sind auch Säuglinge betroffen. Experten beobachten eine Häufung von Neuerkrankungen, haben jedoch noch keine Erklärung dafür. Bei über 50% der Betroffenen bis zum 20. Lebensjahr verläuft die Erkrankung schwer.

Eine frühe Erkennung der Krankheit sowie eine konsequente Therapie sind wichtige Voraussetzungen für eine gute Lebensqualität und Leistungsfähigkeit des Patienten. Da betroffene Kinder und Jugendliche teils andere Symptome als Erwachsene zeigen, sollte ihre Betreuung bis zum 18. Geburtstag durch in der Gastroenterologie spezialisierte Kinder- und Jugendärzte erfolgen. Sollte Ihr Kinder- und Jugendarzt auf diesem Gebiet nicht spezialisiert sein, wird er Ihr Kind entsprechend überweisen.

Jährlich erkranken schätzungsweise über 800 bis knapp 1.500 Kinder und Jugendliche an Morbus Crohn. Insgesamt leben in Deutschland ungefähr 320.000 bis 470.000 Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa - darunter etwa 37.000 Kinder und Jugendliche.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 30.01.2018