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Die Milch macht's

Milch und Milchprodukte sollten täglicher Bestandteil der Ernährung von Kindern und Jugendlichen sein, denn sie sind die besten Calcium-Lieferanten. Calcium ist wesentlich für den Aufbau von Knochen und Zähnen. Zwischen dem zweiten und dem zehnten Lebensjahr empfiehlt das Forschungsinstitut für Kinderernährung deshalb eine Aufnahme von 300 bis 400 ml bzw. g Milch oder Milchprodukte pro Tag. 100 ml Milch können dabei auch durch 15 g Schnittkäse oder 30 g Weichkäse ersetzt werden. Mit einem großen Glas Milch und einem Joghurt oder einem Käsebrot lassen sich die Empfehlungen leicht erreichen.

Milchmischgetränk

Milch-Muffeln Alternativen bieten

Laut Ernährungsstudie liegt der durchschnittliche Verzehr von Milch und Milchprodukten nur geringfügig unterhalb der empfohlenen Mengen - bis auf Mädchen im Alter von 6 bis 11 Jahren. Hier erreichen nur 37% die empfohlene Menge. "Wenn Kinder Milch 'pur' nicht mögen, sollten Eltern nicht vorschnell aufgeben, sondern mögliche Alternativen testen. Unter Milchmischgetränken, Joghurt, Dickmilch oder Käse findet sich für fast jeden Geschmack etwas. Notfalls lassen sich Milchprodukte sogar "verstecken": in Cremesuppen, Kartoffelpüree oder Pudding", empfiehlt Ernährungswissenschaftlerin Brigitta Tummel.

Auch H-Milch ist unbedenklich

Der Gehalt an Mineralstoffen wie z.B. Calcium verändert sich durch das Erhitzungsverfahren bei ultrahocherhitzter Milch, kurz H-Milch, nicht. Die Vitamine A und B2 sind ebenfalls hitzestabil und bleiben deshalb fast in vollem Umfang erhalten. Lediglich der Gehalt an Vitamin B1, B6 und B12 sinkt durch das Erhitzen in geringem Umfang.

Kinder bevorzugen oft Milchmischgetränke

Milchmischgetränke sind besser als gar keine Milch. Milchmischgetränke bestehen aus Milch und bis zu 30% aus weiteren Zutaten wie Früchten, Kakao, Zucker, Malz und Aromen. Der Gehalt an zugesetztem Zucker liegt in der Regel bei 3-8% und damit zum Beispiel unter dem von Fruchtjoghurt. Allen Milchmischgetränken ist gemeinsam, dass sie die Akzeptanz des Calcium-Lieferanten "Milch" bei Kindern und Jugendlichen steigern.

Autor: äin-red