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Weltgesundheitstag: Mehr Gesundheit für Mutter und Kind

Die Gesundheit von Müttern und Kindern hat sich in Deutschland in den letzen Jahrzehnten aufgrund der Gesundheitsversorgung zwar stark verbessert, doch im Bereich der Prävention muss noch einiges getan werden. Die größte Gefahr für Kinder in Deutschland sind Unfälle - die zum großen Teil vermeidbar wären. Lediglich 25% der Raucherinnen verzichten in der Schwangerschaft auf Zigaretten – Raucherentwöhnungsprogramme speziell für Schwangere könnten dies evtl. verhindern. Der Weltgesundheitstag widmet sich deshalb dieses Jahr der Vorsorge: Der Prävention des (Passiv)Rauchens in der Schwangerschaft und in der Familie sowie der Prävention von Unfällen, bei denen Kinder zu Schaden kommen…

Jährlich thematisiert der Weltgesundheitstag seit 1948 ein aktuelles, weltweit bedeutendes Gesundheitsproblem. Dieses Jahr lautet das internationale Motto „Make every mother and child count“. Deutschland setzt den Schwerpunkt dabei auf Prävention unter dem Slogan „Mutter und Kind – Gesundheit von Anfang an!“.

Bessere Sicherheitsvorkehrungen für Kinder
Aufgrund der guten Gesundheitsversorgung sind in Deutschland die Infektionskrankheiten stark zurückgegangen. Jährlich sterben mittlerweile mehr Kinder bei Unfällen als an Krebs- und Infektionskrankheiten zusammen. Schätzungsweise 60% der Unfälle mit Kindern könnten aber durch bessere Aufsicht oder Sicherheitsvorkehrungen vermieden werden.

Schadstoffe wie Tabakrauch sind vermeidbar
Auch chronische Erkrankungen wie Allergien, Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis nehmen vermutlich u.a. aufgrund von Umweltgiften, wie Smog oder Tabakrauch, zu. Diese Risikofaktoren könnten zumindest reduziert werden. Etwa 50% aller Kinder leben laut dem Robert Koch-Institut in Raucherhaushalten. Da sich ihr Körper noch in der Entwicklung befindet, können sie durch Tabakrauch mehr geschädigt werden als Erwachsene. Die Deutsche Krebshilfe schätzt, dass nur etwa 25% der Raucherinnen während der Schwangerschaft aufhört zu rauchen. Dabei erhöht sich durch das Rauchen in der Schwangerschaft u.a. das Risiko für eine Frühgeburt. Spezielle Raucherentwöhnungsprogramme (wie z.B. "Just be smokefree"), die bereits bei Jugendlichen ansetzen und auch speziell für Schwangere angeboten werden, könnten diese vermeidbaren Risiken reduzieren helfen.