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  1. Ein Plädoyer für die Impfung gegen Corona
  2. Gesundheitsförderung

Ein Plädoyer für die Impfung gegen Corona

Ist eine Impfung gegen COVID-19 sinnvoll?

Die Antwort auf diese Frage, hängt einerseits von folgenden medizinischen Kriterien ab:

  • den Ergebnissen der Zulassungsstudien,
  • den Ergebnissen der wissenschaftlichen Auswertung von Impfwirkung und
  • den gemeldeten Nebenwirkungen nach der Zulassung (Postmarketingbeobachtung),
  • der ausgesprochenen Empfehlungen einschließlich der mit der Impfung verfolgten Ziele und möglicher relevanter Spätfolgen.

Andererseits gibt es gesellschaftliche Kriterien:

  • Wie ist das moralische Verhältnis zwischen dem zu impfenden Individuum und der großen Zahl der zu schützenden Bürger, die in einer Gesellschaft leben, einzustufen?
  • Nutzen – Risiko - Abwägung, insbesondere altersabhängig, ist zwingend erforderlich. Sind die Nebenwirkungen der Impfung zu vertreten, wenn die Impfung schwere Krankheiten und Tod in unserer Gesellschaft verringern?
  • Sind die seltenen, aber doch vorkommenden Impfnebenwirkungen dem Einzelnen zuzumuten, um die Gesundheit Vieler in der Gesamtbevölkerung zu erhöhen? Wie viel Utilitarismus ist erlaubt?

Die Mehrheit der Bevölkerung steht Impfungen positiv gegenüber (bei Impfungen im Kindesalter über 90%, im Erwachsenenalter weniger). Keine medizinische Maßnahme ist so sehr abgesichert und geprüft, keine unterliegt strengeren Beobachtungskriterien als das Impfen. Dennoch kamen in den letzten Jahren etwa 30 anerkannte Impfschäden bei über 50 Millionen Impfungen vor. Jedoch gibt es keine Impfung, von der nicht auch Impfkomplikationen bekannt sind bekannt sind, wenn auch nur ganz selten (seltener als eine schwere Komplikation auf 1 Million Impfungen).
Um zu verstehen, wie Impfkomplikationen einzuschätzen sind, sollen zunächst die Grundsätze der Zulassungsstudien vorgestellt werden.

Der dreistufige Verlauf - Die Prüfphasen

Aus einer Vielzahl wissenschaftlicher Erkenntnisse aus den früheren Impfstoffentwicklungen und aus der Grundlagenwissenschaft wird zunächst theoretisch, dann im Tierversuch und schließlich in einer ganz kleinen Zahl von Probanden ein Impfkonzept entwickelt und schließlich angewendet.

  • Phase I: Ein neuer Impfstoff wird bei der ersten Prüfung am Menschen in der Regel nur einer kleinen Gruppe freiwilliger gesunder Testpersonen verabreicht. Die Hauptziele sind Fragen zur Sicherheit und Wirksamkeit, und die Frage, ob der Wirkstoff, der Impfstoff, in der Lage sein könnte, die Erkrankung oder das Leiden zu verhindern.
  • Phase II: War die Phase I erfolgreich, wird die Genehmigung für eine Studie mit einer größeren Teilnehmergruppe beantragt, um einen größeren Datenumfang zu erhalten. In Phase II werden oft auch die geeigneten Dosierungsstufen festgelegt. Der Wirksamkeitsnachweis wird häufig durch die Schaffung einer Kontrollgruppe erbracht. Die Ergebnisse von II müssen vorliegen und werden geprüft. Erst wenn diese Prüfung abgeschlossen ist, kann die Genehmigung für die eigentliche Zulassungsstudie, Phase III, erteilt werden.
  • Phase III: Ohne sehr positive Ergebnisse der zweiten Phase wird kein Hersteller eine mehrere hundert oder sogar tausende Teilnehmer umfassende und damit kostspielige Studie der Phase III erwägen. Auf der Grundlage der Ergebnisse aus Phase II wird unter Mitwirkung der Arzneimittelbehörden (national, international) eine Zulassungsstudie konzipiert und dann auch umgesetzt. Die Phase III muss also beantragt und genehmigt werden, mit ihr soll die Sicherheit sowie die Wirksamkeit des neuen Impfstoffs in einer großen repräsentativen Patientengruppe nachgewiesen werden. Mit dieser größeren Probandenzahl steigen Kenntnisse über den Nutzen eines Impfstoffs und der Vergleich mit etwaigen Risiken und möglichen „Gegenanzeigen“. Der Übergang von II nach III ist in der Regel zeitaufwendig.

Unabdingbar für alle Zulassungsstudien sind generelle international gültige Vorgaben, die God clinical practice – GCPs. Die GCP geben exakt vor, wie und wie lange medizinische Ereignisse, nicht Nebenwirkungen, während der Zulassungsstudie dokumentiert werden. Die Bewertung der medizinischen Ereignisse als frühe Nebenwirkung wird weder dem Prüfzentrum (Ärzt:innen, die an der Prüfung teilnehmen) noch dem Hersteller überlassen, dafür sind externe Spezialisten zuständig.

Die Überwachung während der Studien wird von unabhängigen Wissenschaftlern, also niemals von den Herstellerfirmen durchgeführt. Die Ergebnisse der Studien werden zunächst von der europäischen Zulassungsbehörde, der European Medicines Agency (EMA), und der deutschen Zulassungsbehörde, dem Paul-Ehrlich- Institut (PEI) geprüft. Dabei geht es um vier entscheidende Fragen:

  1. Wurden die Kriterien der "God clinical practice" korrekt eingehalten?
  2. Wieviel Prozent der geimpften haben durch die Impfung einen sicheren Schutz vor der Erkrankung?
  3. Für welchen Zeitraum kann sicherer Schutz angenommen werden?
  4. Wie viele Probanden (Testpersonen) wurden geimpft und über einen definierten Zeitraum, meist 28 Tage, nachbeobachtet?

Zu Frage 1 und 2 muss erwartet werden, dass weder die Herstellerfirma noch die unabhängigen Wissenschaftler ein Risiko eingehen oder riskieren ihre Reputation zu verlieren - Gerade deshalb, weil EMA, PEI und StIKo akribisch die vorgelegten Daten und deren Interpretation überprüfen. Der Schutz vor Erkrankung wird von der Höhe der nach Impfung zu messenden Antikörper abgeleitet. Diese zusätzlichen Blutentnahmen erschwert die Rekrutierung von Probanden.

Die Frage 3 ist oftmals bei Zulassung nur abzuschätzen, Wirkungen von höchstens einem halben Jahr (Influenza) bis Jahrzehnte (Hepatitis B) sind bekannt. Die genauere Festlegung fällt dann in den Bereich der Postmarketingbeobachtung (s.u.).

Die Frage 4 ist von allen die heikelste. Je kleiner die Zahl der Probanden, umso geringer ist die Chance, seltene Nebenwirkungen zu registrieren. Kleine Probandenzahl hat den Vorteil, dass die Studie rasch abgeschlossen ist, und der Impfstoff rasch Marktreife erreicht. Eine kleine Probandenzahl spart viel Geld: für die beteiligten Impf-Studienärzt:innen, für die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung. Was als ausreichend große Zahl von Probanden anzusehen ist, entscheidet wissenschaftlicher Sachverstand. Ob dieser korrekt war, entscheidet sich oft erst nach der Impfung von Hunderttausenden nach der Zulassung.

Nach den "God clinical practice" ist es verboten, dass Probanden für die Teilnahme an einer Studie Zuwendungen erhalten. Probanden, die sich für eine Teilnahme an der Studie entscheiden, erhalten vor der ersten Impfung eine Studiennummer zugewiesen. Dies garantiert die Anonymität und die Unmöglichkeit der Manipulation bei problematischen Daten.

Kontrovers wird diskutiert, dass in Impfstoffprüfstudien nur frühe Nebenwirkungen erfasst werden, zwar umso mehr, je größer die Studienpopulation ist. Die Einen halten die Verweigerung der Zulassung für nicht vertretbar, weil eine unbekannt große Population an schweren Verläufen erkranken oder sterben würde. Die Anderen fürchten diese Spätfolgen, weil diese andere treffen als die Erkrankung oder weil diese wohlmöglich häufiger sind als die negativen Verläufe der Erkrankung.

Schließt ein Impfstoff diese Phase III mit positiven Ergebnissen ab (EMA, PEI, in den USA die FDA), wird die Zulassung beantragt. Erst mit der Zulassung ist der Impfstoff als Arzneimittel verfügbar. Dies bedeutet aber nicht, dass dieser in Deutschland durch die ständige Impfkommission (StIKo) empfohlen ist.

Die Aufteilung in Prüfphasen der bisher in Deutschland zugelassenen Impfstoffe wurde auch bei den Impfstoffen gegen Corona Infektionen verwendet. Aber unter dem Druck der Pandemie wurden die Studienphasen von den Zulassungsbehörden intensiv begleitet, was dann die Prüfphase zwischen II und III und die Überprüfung der Ergebnisse aus III sehr verkürzte. Die Geschwindigkeit war auch möglich, weil die Entwicklung der Impfstoffe auf die Ergebnisse der Grundlagenforschung aufbaute (mRNA-Impfstoffe, s.u.). Bei den Impfstoffen gegen das Coronavirus war das Zulassungsverfahren durch die verzahnte Vorgehensweise zeitlich verkürzt, Kritik an dieser „Geschwindigkeit“ steht gegen die erhöhte Lebensgefahr durch die Erkrankung. Es war Eile geboten, es gibt keine Hinweise, dass die Sicherheit vernachlässigt wurde. Die Corona-Pandemie stellte die moderne Welt vor noch nie dagewesene wirtschaftlich, sozial und gesundheitlich Herausforderungen. Alle an der Impfstoffentwicklung beteiligten Expertinnen und Experten waren überzeugt, die wirksamste Möglichkeit, die Pandemie einzudämmen und sich selbst vor COVID-19 zu schützen, sind Impfstoffe. So sollten die Prozesse effizienter zu gestaltet werden, ohne Abstriche bei der Sorgfalt zu machen. Dies hat auch zu deutlichen Optimierungen der Verfahrensabläufe geführt. Der Zeitgewinn bei der Entwicklung ergab sich aus (Entwicklung, Zulassung, Chargenprüfung - Paul-Ehrlich-Institut):

  1. Wissenschaftliche Beratung durch das PEI: (Scientific Advice) regulatorischen Vorgaben und inhaltlichen Anforderungen der Antragstellung zur Genehmigung klinischer Prüfungen, zur Zulassung und zur Chargenfreigabe.
  2. Rolling Review durch das PEI: Noch während die klinische Phase-3-Prüfung lief wurden Teile des Antragsdossiers bereits vor der eigentlichen Antragstellung geprüft, verbessert und bewertet.
  3. Kombination von klinischen Prüfungsphasen bündelten organisatorische Prozesse und notwendige Untersuchungen.
  4. Forschungswissen zu anderen Coronaviren: Auf Forschungsvorarbeiten (und Impfstoffentwicklungen, s.u.) konnte zurückgegriffen werden.

Abwägung zwischen Risiko und Nutzen einer Impfung

Seit der Pockenimpfung ab dem Jahr 1796 und dann in vielen Variationen ist dies ein viel diskutiertes Thema. Das Verlangen nach sicheren Impfstoffen ist berechtigt. Handelt es sich beim Impfen doch um vorbeugende Medizin und das eigentliche Injizieren ist somit Körperverletzung. Forschung zu Impfstoffen verfolgt zwei Ziele: Impfstoffe sicherer und verträglicher herzustellen sowie neue Impfstoffe zu entwickeln. Die dazu notwendige Forschung ist sehr kostenintensiv und führte zu einer Zentralisierung auf einige wenige Hersteller andererseits wurden  Nebenwirkungen in der Vergangenheit reduziert. So werden in der modernen Medizin keine durch Formaldehyd abgetöteten Erregerverwendet. Die Forschung wird von den jeweiligen Ländern, in denen die Hersteller ansässig sind, unterstützt. Grundlagenwissenschaften erweitern mit ihren Erkenntnissen das Spektrum von Konzepten zur Herstellung von Impfstoffen.

Biochemie und Genetik waren wegweisend bei der Herstellung von Corona-Impfstoffen. Erstmals wurde das „messenger-RNA,. mRNA (RNA = Ribon Nucleo Acid, Ribonukleinsäure) Wirkprinzip“ umgesetzt. Dabei werden keine inaktivierten Krankheitserreger oder deren Bestandteile (Antigene) für den Aufbau eines Impfstoffes verwendet. Stattdessen enthalten die Impfstoffe Teile des Erbguts des Coronavirus SARS-CoV-2 als messenger-RNA (mRNA). Die mRNA, auch Boten-RNA bezeichnet, ist einzelsträngig und trägt als Abschrift genetische Informationen eines Einzelstranges der Desoxyribonukleinsäure (DNA). Durch die Impfung gelangt die mRNA in Zellen im Muskelgewebe. Mit dieser mRNA werden im Zellplasma SARS-CoV-2 Eiweißkörper aufgebaut. Die mRNA ist eine (gespiegelte) Abschrift der DNA. Der Umstand, dass die DNA zweisträngig ist und beide Stränge eineindeutig zueinander passen, sichert, dass eine Änderung der DNA, des Erbgutes, durch eine einsträngige RNA, hier mRNA, ausgeschlossen ist. Die mittels mRNA - Impfstoffen in den menschlichen Zellen produzierten Eiweißkörper werden vom Immunsystem als körperfremd erkannt und es werden Antikörper gebildet. Sobald das Coronavirus im Körper auftaucht, wird es mit Hilfe der Antikörper unschädlich gemacht, neutralisiert. Die Deltavariante produziert die gleichen Eiweiße, verursacht die gleiche Reaktion des Immunsystems, Dieses kann auch angreifen, kann aber bei hoher Viruslast überfordert sein. D.h. es kann zur Erkrankung kommen, deren Verläufe aber in der Regel deutlich abgeschwächt sind, aber eben auch ansteckend. Die vielfach geäußerten Bedenken, der mRNA-Impfstoff könne das individuelle Erbgut dauerhaft verändern ist unbegründet!

mRNA-Impfstoffe erfordern keine Züchtung von Viren in Zellkulturen. Deshalb können sie relativ leicht in großer Menge  synthetisiert werden und standen schnell zur Verfügung. Die Züchtung von Viren in Zellkulturen, die abgetötet dann die Ausgangsprodukte klassischer Impfstoffen sind, benötigt viel mehr Zeit. Die Lieferengpässe waren der Zulieferungen von verschiedenen Komponenten und Inhaltsstoffen geschuldet, es gab einen enormen Anstieg des Bedarfs. Alle wichtigen Informationen zu mRNA Impfstoffen finden sich bei der BZgA.

Die Zulassungsbehörden, die StIKo und die Schutzimpfungs-Richtlinien

Nach erfolgreichem Abschluss der Phase III,- also nach der Zulassung durch das PEI -bearbeitet die ständige Impfkommission (StIKo) in aller Regel, aber eben nicht bei Corona-Impfstoffen, weitere Kriterien. Wichtig ist die Risikobewertung für den Impfling im Verhältnis zur Krankheitsbekämpfung bei der Gesamtbevölkerung. Sind sämtliche Kriterien positiv beschieden, kann die Impfung empfohlen werden. Diese Impfempfehlungen werden dann vom Gesundheitsministerium, den Landesgesundheitsministerien und den gesetzlichen Krankenkassen geprüft und abschließend in den Schutzimpfungs-Richtlinien (SI-RL) veröffentlicht. Mit Veröffentlichung der SI-RL im Bundesgesundheitsblatt sind die gesetzlichen Krankenkassen per Gesetz verpflichtet, die Kosten zu übernehmen (Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung § 20d (1.4.2007). Gesetzliche Krankenkassen haben aber während der Prüfung der StIKo- Empfehlung durch die Ministerien die Möglichkeit des Einspruches. In dieser Zeit zwischen StIKo und Veröffentlichung im Bundesanzeiger, dies dauert etwa drei Monate, prüfen alle Landesministerien und Experten der gesetzlichen Krankenkassen den Impfstoff auf Fragen nach Wirkung, Nebenwirkung und Kosten, in der Regel zu einem Großteil auf der Grundlage der von der StIKo gesichteten wissenschaftlichen Studien.

Das PEI hat auch die Impfstoffe gegen das Coronavirus zugelassen und es gab Statements von der StIKo. PEI und StIKo folgten dabei überwiegend den Empfehlungen der EMA. Durch die Förderung der Forschung zu mRNA-Impfstoffen war der Staat in die Abläufe der Phasen I bis III, engmaschig eingebunden. Ein früher Impfbeginn bot den besten Schutz vor Erkrankungen und schweren, teils tödlichen Verläufen. Jede Zeitverkürzung bis zur Zulassung hatte entlastende Auswirkungen auf Industrie, Handel, Bildung. vor allem aber eine Entlastung der Pflegeeinrichtungen, der Krankenhäuser und deren Intensivstationen. Weil von Beginn an unstrittig war, dass der Staat die Impfkosten tragen wird, hat der Staat (Gesundheitsministerium) intensiv die Zulassungsphasen begleitet, wo immer es zu rechtfertigen war, bürokratische Hürden abgebaut. All das hat den Ablauf bis zur ersten Impfung nochmals verkürzt. Durch die Kostenübernahme durch den Staat musste auch keine Umsetzung in die SI-RL erfolgen.

Spätfolgen von Impfungen

Die Zulassung eines Arzneimittels, in diesem Fall eines Impfstoffes, erfolgt, wenn akute Nebenwirkungen sehr selten auftreten und der Nutzen eines Arzneimittels in den Prüfungen nachgewiesen wurde. Der Schutz vor schwerer Erkrankung und Tod ist so entscheidend, dass eine Zulassung nicht für Jahre aufgeschoben werden kann, damit auch Spätfolgen erkennbar sind. Dies gilt für Arzneimittel wie für Impfstoffe. Die unerwünschten Wirkungen Jahre nach einer Impfung, die Spätfolgen, sind gefürchtet. Deshalb besteht nach Zulassung eines Impfstoffes eine Meldepflicht für Impfnebenwirkungen. Ärzt:innen haben die berufsrechtliche Verpflichtung zur Meldung von Nebenwirkungen an die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (ÄkdÄ). Nach § 6 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist der Verdacht einer über das übliche Maß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung namentlich meldepflichtig. Die Meldung erfolgt vom Arzt an das Gesundheitsamt. Die Gesundheitsämter sind nach § 11 Abs. 4 IfSG verpflichtet, die gemeldeten Verdachtsfälle der zuständigen Landesbehörde und der zuständigen Bundesoberbehörde, dem Paul-Ehrlich-Institut, im Einklang mit den Bestimmungen des Datenschutzes in pseudonymisierter Form (personenbezogene Angaben sind unkenntlich zu machen) zu melden. Die Meldungen werden ausgewertet, tabellarisch erfasst und publiziert: Eidgenössisches Departement des Innern: https://www.bag.admin.ch (Tabelle Übersicht Impfschäden) oder Nationalen Lenkungsgruppe Impfen: (NaLI): https://www.nali-impfen.de. Nach diesen Aufstellungen treten Impfstoffnebenwirkungen  innerhalb weniger Stunden oder Tage auf. In seltenen Fällen auch nach Wochen. Insgesamt aber sind seltene und späte Impffolgen schwer nachzuweisen und es ist eine hohe Zahl an geimpften erforderlich. So beschränkt sich die weitaus überwiegende Zahl von unerwünschten Wirkungen auf die ersten Wochen nach der Impfung. Bei allen in unserem Land zugelassenen Impfstoffen hat sich in der Postmarketing Beobachtung (s.u.) nie eine Häufung von Spätfolgen ergeben. Einzelfälle einer einem Impfstoff unterstellten Spätfolge beschäftigt Gutachter und Gericht. Selbst der Verdacht auf akute Nebenwirkung hat oft einen unbefriedigendem Ausgang, weniger als 20% werden als Impfnebenwirkungen anerkannt, die Zahl der gemeldeten Fälle liegt seit Jahren zwischen 200 und 300. Frühe und späte Impfreaktionen sind bei heute zugelassenen Impfstoffen dennoch nicht ausgeschlossen, aber stets seltener als einmal pro eine Million Impfungen.

SCHWEINEGRIPPE und Narkolepsie - eine bekannte Ausnahme zu Spätfolgen einer Impfung:

2009/10 war es nach der Grippeimpfung mit Pandemrix zu einer Epidemie von Narkolepsie-Erkrankungen gekommen. Vermutlich handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die gegen Hypocretin-Rezeptoren im Schlaf/Wach-Zentrum des Gehirns gerichtet ist. (Zitiert nach: Grippeimpfung: Wie Pandemrix eine Narkolepsie auslöst. https://www.aerzteblatt.de › nachrichten › Grippeimpfung, Juli 2015, nach einer Studie in Science Translational Medicine (2015; 7: 294ra105).

In 2009 kam es aus Angst vor einer schweren Pandemie durch das damals neue Influenzavirus A/H1N1 (Schweinegrippe) in vielen Ländern zu gesteigerter Impfaktivität. Im August 2010 kam es dann in Schweden, später auch in anderen skandinavischen Ländern zu Berichten über Narkolepsie-Erkrankungen bei geimpften Kindern und Jugendlichen. Die Impfung bei Kindern war ausdrücklich empfohlen worden. Der deutsche Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) forderte, dass für Kinder auch zukünftige A/H1N1-Impfstoffe entwickelt werden, die frei von Adjuvanzien (und dem Konservierungsstoff Thiomersal) sind. Ab 2010 waren es nur vereinzelte Fälle, bis Januar 2015 waren mehr als 1.300 Fälle bekannt geworden.

Die Erkrankung an Narkolepsie hatte wohlmöglich Menschen getroffen, die selbst wohl kaum ernstzunehmend an der Influenza erkrankt wären. Dieses Dilemma, dass eine ernstzunehmende, bisweilen auch tödliche Impfreaktion einen Menschen trifft, der von der Erkrankung wohlmöglich nie betroffen worden wäre, ist von anderen, bereits millionenfach verabreichten Impfungen bekannt. Der Schaden dieser A/H1N1-Impfstoffe hat die Diskussionen um Corona-Impfstoffe ganz sicher negativ beeinflusst.

Ohne die Postmarketingbeobachtung wären diese Spätfolgen nicht erkannt worden, sie ist ein zuverlässiges Instrument. In der Vergangenheit wurde nach beobachteten schwerwiegenden seltenen Impfreaktionen die Zulassung eines skandinavischen Impfstoffes gegen Rotavirus Infektionen widerrufen, es wurde ein neuer Impfstoff entwickelt.  Die Massenimpfung gegen Rotavirusinfektionen hat viele Säuglinge vor der Infusionstherapie im Krankenhaus bewahrt, aber andere Kinder erlitten Invaginationen, die aufwendige und lebensgefährliche Operationen notwendig machten. Wieder ist die Frage, sind bei diesen aufwendigen und lebensgefährlichen Operationen die Impferfolge zu rechtfertigen? (Wie viel Utilitarismus ist gerechtfertigt?) Eines wird jedoch ganz deutlich, große Populationen in der Phase III sind sehr wichtig. Auch die Zulassung des Impfstoffes gegen Humanen Papillomviren (HPV) wurde ausgesetzt, um die Zulassung zu überprüfen. Am Ergebnis der Zulassung änderte dies schließlich nichts.

Ein andere , jetzt positives Beispiel aus Postmarketingbeobachtungen wird nun vorgestellt. Eine Auswertung von Daten aus dem finnischen Krebsregister zeigte 2017 (zitiert nach RKI, Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom). - Zentrum für .Krebsregisterdaten. https://www.krebsdaten.de › gebaermutterhalskrebs_node): In einer Gruppe von Frauen, welche zwischen 2002 und 2008 gegen HPV geimpft wurden, trat kein Gebärmutterhalskrebs auf, während in der Vergleichsgruppe 8 ungeimpfte Frauen erkrankten (pro Jahr und pro 100.000 Frauen). Auch für diese Studien gilt allerdings: Auch 15 Jahre nach Beginn der HPV Impfung war der Zeitraum seit Beginn der Impfung zu kurz, um den tatsächlichen Effekt abschließend beurteilen zu können.

Besonderheiten bei den Impfstoffen gegen Corona - Abweichendes Zulassungsverfahren

Bei der Zulassung der Impfstoffe gegen Corona verlief einiges anders. Die Pandemie setzte andere Maßstäbe als Impfungen gegen Tetanus, HPV oder Pneumokokken. Es musste viel schneller gehandelt werden. Jeder konnte durch Corona Viren angesteckt (infiziert) werden und dann jeden nicht durch Impfung geschützten anstecken. Die Folgen der Ansteckung waren unterschiedlich:

Folgen der Ansteckung durch CORONA
a) Ausbleiben irgendwelcher Krankheitszeichen
b) nicht erkannte Erkrankung
c) milde Erkrankung
d) schwere Erkrankung
e) Tod

Viele Fragen zur Ursache der Schwere der Erkrankung und Tod sind noch immer nicht abschließend unbeantwortet, sicher ist nur: Alter und Vorerkrankungen der Infizierten spielen eine entscheidende Rolle, siehe RKI Merkblatt.. (https://www.rki.de).

Ganz im Gegensatz zu üblichen Zulassungsverfahren wurde extrem schnell, unbürokratisch und sektorenübergreifend, eng verzahnt gehandelt s.o.). Die Zulassung oblag wie üblich den dafür bestimmten Behörden, die jedoch schon während der Studien eng eingebunden waren und deshalb schneller als gewohnt reagieren konnten. Auch die Wahl eines mRNA Impfstoffes erhöhte die Geschwindigkeit. Manchen war die Zulassung des Impfstoffes zu schnell, sie vermuteten, dass dadurch die Qualität eingebüßt wurde. Es ist eine der unterschiedlichen Standpunkte, wie vertrauenswürdig das PEI ist. Das PEI in Frage zu stellen bedarf nachprüfbarer Argumente.

Letztlich trug auch die Entscheidung, dass der Staat statt den gesetzlichen Krankenkassen übernimmt die Kosten der Impfung zur zügigen Anwendung bei. Dies hat bei den Verhandlungen zu Bestellumfang und Kosten zu Verzögerungen geführt, Staatsdiener vertraten immer wieder die Auffassung, auf Profis aus dem Impfmanagement verzichten zu können, so war Israel schneller als die EU. Dank des aufopfernden Einsatzes vieler Ärzt*innen und den Kassenärztlichen Vereinigungen gelang es, Impfzentren schneller an den Start zu bringen als Impfstoffe zur Verfügung standen, ein ganz typischer Vergleich zwischen Staatsbürokratie und ärztlicher Arbeitsweise. Der politische Plan, die Verimpfung allein dem Staat zu überlassen, war weniger erfolgreich. Mit Beginn der Impfungen in den Praxen niedergelassener Ärzt:innen und einem befriedigenden Impfstoffangebot konnte die Impfgeschwindigkeit effektiv erhöht werden. Je mehr Menschen geimpft sind, umso eher wird die Herdenimmunität erreicht und je geringer werden die Chancen für Mutanten, kam eine wichtige, wenn nicht die wichtigste Säule im Kampf gegen die Pandemie zum Einsatz. Die überbordende Staatsbürokratie ließ sich während der weiteren Pandemiebekämpfung kaum abbauen, die negativen Folgen für einen raschen Aufbau einer dringend erforderlichen Herdenimmunität wurden von Politik und Medien zu oft schön geredet. Es war einer der gewünschten Nebeneffekte der Pandemie, den Bürgern zu zeigen: Wir können Pandemie ohne Ärzt:innenschaft.

Herdenimmunität

Im Kindes-, Jugend- und jungen Erwachsenenalter verläuft die Corona- Erkrankung nur in seltenen Fällen und bei Vorerkrankungen gefährlich, siehe RKI Merkblatt, bei chronisch Kranken mehr, so fragen sich viele, warum sollte in dieser Altersgruppe, also 12-18Jahren, überhaupt geimpft werden? Sicher ist, auch zweifach geimpfte erkranken erneut an Corona, etwas mehr als 10% der Patient:innen auf Intensivstationen sind zweimal geimpft. Chronische Erkrankung und Lebensalter sind entscheidend. In Israel In Israel (56% geimpfte zu vergleichbaren Zeitpunkt: www.sciencemag.org/) wo schon sehr früh geimpft werden konnten, gibt es Fälle von über 50-Jährigen, in Deutschland erst bei über 60jährigen. Bei den stationär behandelten Menschen mit Impfdurchbrüchen handelt es sich häufig um Patienten mit eingeschränkter Immunantwort, etwa als Folge einer medikamentösen Dämpfung des Immunsystems. (Kliniken in Deutschland: Covid-Patienten meist ungeimpft – ZDF: www.zdf.de › Nachrichten › Panorama.

Das Divi-Intensivregister wird künftig auch Angaben über den Impfstatus der Covid-Patienten auf den Intensivstationen erheben und veröffentlichen.
Auch zwei Impfungen sind also nicht sicher. Laut einer britischen Studie des Imperial College of London haben ungeimpfte Menschen ein dreimal so hohes Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken wie vollständig Geimpfte (Corona-Infektion trotz Impfung: Wie wahrscheinlich ist das? https://www.zdf.de › Nachrichten › Panorama). Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person trotz vollständiger Impfung PCR-positiv wird, ist  niedrig, aber nicht Null. In welchem Maß die Impfung darüber hinaus die Übertragung des Virus weiter reduziert, kann derzeit nicht genau quantifiziert werden. Können Personen, die vollständig geimpft sind, das Virus übertragen? https://www.rki.de › COVID-Impfen › FAQ_Transmission (RKI 14.7.2021). Andere Quellen geben an, etwa 1% der positiv PCR-Getesteten sind zweifach Geimpfte. Wenn in Kliniken der Prozentsatz höher liegt, so muss berücksichtigt werden, dort werden überwiegend besonders gefährdete behandelt werden. Diese besondere Gefährdung älterer und chronisch kranker spielt bei den Impfempfehlungen eine große Rolle. Der Einzelne hat hoffentlich das Glück, nicht schwer zu erkranken. Sollte er jedoch schwer erkranken, ist dies zunächst sein eigenes, persönliches Problem. Es sei denn, er hat Angehörige, die ihn dann pflegen oder gar beerdigen müssen. Aber nach allen vorliegenden Daten ist sicher: es besteht die Gefahr, dass nichtgeimpfte, nicht sichtbar kranke aber eben infektiöse die älteren, chronisch kranken Geimpften doch anstecken. Die resultierenden traurigen Geschichten sind Stoff für Jahrzehnte andauernde Tragödien – nicht wiederlegbare Schuld am Tod anderer, am Tod der diabeteskranken Großmutter. Impfung ganz vieler, möglichst aller und wie nun auch von der StIko empfohlen, Kinder und Jugendlicher bedeutet eben auch Schutz mehr oder weniger nahestehender anderer Menschen. Wieder die Frage: Wie viel Utilitarismus ist erlaubt?

Zum Thema Dauer des Schutzes gab es kürzlich wichtige Informationen, worauf sich die einen Politiker für eine Boosterimpfung aussprachen, die anderen kritisierten, dass diese staatliche Empfehlung vor einer Stellungnahme der StIKo erfolgte. COVID-19-Impfstoff: Schutz vor Ansteckung lässt nach - https://www.aerzteblatt.de › nachrichten › COVID-19-I.:
Der Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus lässt einer Studie zufolge bereits einige Monate nach der vollständigen Impfung etwas nach. Als Referenzpunkt nahmen britischen Forscher die in ihrer Studie ermittelte Schutzwirkung einen Monat nach der zweiten Impfdosis, die ihnen zufolge bei Biontech bei 88 Prozent lag und bei Astrazeneca bei 77%. Bei Biontech nahm die Schutzwirkung vor einer Infektion innerhalb der nächsten vier Monate um 14 Prozentpunkte auf 74 Prozent ab, wie aus der großangelegten Studie hervorgeht, die heute veröffentlicht wurden. Bei Astrazeneca waren es 10 Prozentpunkte innerhalb von drei Monaten. Der Schutz vor einer Ansteckung lag dann bei 67%.

Für die Studie wertete das Team um Tim Spector vom King's College London Testergebnisse von mehr als 1,2 Millionen Probanden aus, die zwischen Dezember 2020 und Juli 2021 geimpft wurden.

Das Risiko der Corona Impfung

Schwere Nebenwirkungen, nicht gleich tödliche, beziffert das Paul Ehrlich Institut (PEI) mit 1 auf 10000. Wo gibt es Vergleichbares? Beim Lotto, dort haben fünf Richtige eine Chance von 1 zu 54.201, nur noch geringfügig seltener, dann aber nicht unterschieden in teilweise oder ganz ausgezahlt, und dennoch hoffen unzählige darauf. Mehr als 10 Millionen warten samstags auf fünf Richtige, auf den Hauptgewinn. Nach der Ziehung haben mehrere 3 Richtige, viele nichts. Eben diese Wahrscheinlichkeit, drei Richtige zu erspielen entspricht der Wahrscheinlichkeit, schwer oder tödlich zu erkranken. Und die, die nichts gewinnen, sind bezüglich einer Risikoabschätzung die, bei denen Corona milde verläuft. Die Impfskeptiker argumentieren mit den seltenen Komplikationen so, als wäre es bei Corona Impfung sehr viel wahrscheinlicher schwere Impfnebenwirkungen (wie 5 Richtige) zu bekommen, als schwer an Corona zu erkranken (3 Richtige). Diese Begründung sich nicht impfen zu lassen, macht sprachlos und die mediale Aufbereitung von Impfkomplikationen verbreitet die Panik zudem.

Würden an einem Tag 1% aller Deutschen (800.000) geimpft, wären wir nach 200 Tagen fertig und hätten 80 Menschen mit schweren Nebenwirkungen pro Tag. Haben wir aber nicht, weil viel weniger geimpft wird. Wir haben stattdessen tausende Neuerkrankungen, deshalb hunderte schwer Erkrankter (14% der Erkrankten, ältere mehr, jüngere weniger) und deshalb auch Todesfälle.

Das Robert Koch-Institut (RKI) betont am 5. Juli 2021: "Die Vorstellung des Erreichens einer Herdenimmunität im Sinne einer Elimination oder sogar Eradikation des Virus" - ein weitgehendes Zurückdrängen oder Ausrotten des Coronavirus - sei nicht realistisch. Ziel der Impfungen sei daher, "in der Bevölkerung eine breite Grundimmunität zu erreichen". Diese vermittle einen weitgehenden individuellen "Schutz vor (schweren) Erkrankungen" und verringere zudem die Viruszirkulation. Eine breite Grundimmunität werde jedoch vermutlich diesen Herbst und Winter noch nicht erreicht sein, weil die erwartbare Impfquote von circa 70 bis 80% unter Erwachsenen noch nicht ausreiche.“

Am 10.August 21 sagt Sir Andrew Pollard (AstraZeneca-Wissenschaftler) in einer Rede anlässlich einer britischen Parlamentssitzung, die Delta-Variante mache Herdenimmunität unmöglich. Die Delta-Variante hat die Bedingungen für das Erreichen einer Herdenimmunität geändert, sagte der Professor für pädiatrische Infektionen und Immunität an der Universität Oxford. Die Delta-Variante infiziert immer auch geimpfte Menschen, das bedeute, dass jeder, der noch ungeimpft ist, irgendwann auf das Virus trifft. Vermutungen gehen davon aus, dass bis Ende 2022 alle Menschen mindestens einmal durch Corona infiziert wurden. Wie gefährlich dabei entstehende weitere Mutationen sind, bleibt Spekulation, jedoch könnten Mutationen noch gehäufter geimpfte Populationen infizieren, vielleicht sogar wieder schwerer erkranken lassen. Der lang gehegte Wunsch, nur mittels Impfung der Kinder und Jugendlichen eine Herdenimmunität zu erreichen, ist damit auch überfällig.

Eine entscheidende ungelöste Frage bleibt die Schwere der Erkrankung von Kindern im Alter bis 18 Jahren im Verhältnis zur Häufigkeit und Schwere der Nebenwirkungen durch Impfen. Die Erkrankungshäufigkeit ist bei Menschen von 0 - 49 sehr gering, Kinder, Jugendliche und Erwachsenen bis 50 Jahre werden in dem Faltblatt des RKI in eine Gruppe genommen, viele Infizierte erkranken nicht erkennbar (siehe RKI Faltblatt). In den zurückliegenden Monaten der Pandemie wurde auch versäumt, mehr über die Infektionen bei Kindern zu forschen.
Warum gibt es zu wenig aussagefähige Forschung in Deutschland?

Überwiegend stammen die Daten aus dem Ausland. Wollte die Politik keine Forschung? Mit dem Nachweis einer höheren Infektionshäufigkeit als bisher lediglich angenommen, hätten Kitas und Schulen viel genauer überwacht, eine Frage der Finanzierung, oder alternativ wohlmöglich früher und länger geschlossen werden müssen. Arbeitgeber wären in noch größere Schwierigkeiten geraten. Das Management der Pandemie im Bereich von Schule und Kita allein durch sich selbstüberschätzende Politik in Zeiten von Wahlkampf hat viele Menschen verunsichert.

Bei den zweifelnden trifft jedes Argument gegen die Impfung auf offene Ohren, jede von Politiker:innen sich im Nachhinein als Spekulation erweisende Argumentation fürs Impfen verschärft die Skepsis. Verwirrung stiftete dann die zurückhaltende Empfehlung der StIKo, die keine generelle Empfehlung für Kinder / Jugendliche ab 12 Jahre aussprach, da die Fragen der Corona Impfungen in dieser Altersgruppe hinsichtlich akuter Impfschäden und Spätfolgen nicht genügend geklärt seien. Medizinisch nicht qualifizierte Politiker, die bedrängten die StIKo in der Öffentlichkeit, ihre Entscheidung zu überdenken, zu revidieren: Herdenimmunität muss unbedingt  irgendwie erreichbar sein. Nicht die überflüssigen, vorschnellen unqualifizierten Äußerungen der um Wählerstimmen buhlenden Politiker waren der Grund, dass diese Herdenimmunität nicht erreicht werden konnte. Politik und Medien hatten einen neuen Sündenbock ausgemacht, die StIKo! Dabei hatte die StIKo nur sehr moderat kritisiert, dass die EMA eine Impfempfehlung für Kinder/Jugendliche auf der Basis von nur 1000 Probanden in einer Phase III Studie ausgesprochen hatte und wollte weitere Ergebnisse der Postmarketingbeobachtung abwarten.

Mitteilung der EMA: First COVID-19 vaccine approved for children aged 12 to 15 in EU. https://www.ema.europa.eu › news „Die Wirkungen von Comirnaty bei Kindern wurden bei 2.260 Kindern im Alter von 12 bis 15 Jahren untersucht. Diese Studie wurde in Übereinstimmung mit dem pädiatrischen Untersuchungsplan (PIP) von Comirnaty durchgeführt, der vom Pädiatrie Ausschuss (PDCO) der EMA genehmigt wurde.

Die Studie zeigte, dass die Immunantwort auf Comirnaty in dieser Gruppe mit der Immunantwort in der Altersgruppe der 16- bis 25-Jährigen vergleichbar war (gemessen am Spiegel der Antikörper gegen SARS-CoV-2). Die Wirksamkeit von Comirnaty wurde bei fast 2.000 Kindern im Alter von 12 bis 15 Jahren ohne Anzeichen einer früheren Infektion berechnet. Diese erhielten entweder den Impfstoff oder ein Placebo (eine Scheinspritze), ohne zu wissen, welches ihnen verabreicht wurde. Von den 1.005 Kindern, die den Impfstoff erhielten, entwickelte keines COVID-19 im Vergleich zu 16 der 978 Kinder, die die Scheininjektion erhielten. Dies bedeutet, dass der Impfstoff in dieser Studie bei der Vorbeugung von COVID-19 zu 100 % wirksam war (obwohl die tatsächliche Rate zwischen 75 % und 100 % liegen könnte).

Die häufigsten Nebenwirkungen bei Kindern im Alter von 12 bis 15 Jahren ähneln denen bei Personen ab 16 Jahren. Dazu gehören Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schüttelfrost und Fieber. Diese Wirkungen sind in der Regel leicht bis mittelschwer und bessern sich innerhalb weniger Tage nach der Impfung.
Der CHMP (EMA’s human medicines committee) kam zu dem Schluss, dass der Nutzen von Comirnaty in dieser Altersgruppe die Risiken überwiegt. Der CHMP stellte fest, dass die Studie aufgrund der begrenzten Anzahl von Kindern in der Studie keine seltenen Nebenwirkungen hätte feststellen können.

Das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat auf Basis der Stellungnahme des Sicherheitsausschusses PRAC der EMA am 19. Juli 2021 in einem Warnhinweis mitgeteilt: Die COVID-19 mRNA Impfstoffe Comirnaty und Spikevax wurden in der EU mit einer bedingten Marktzulassung zur aktiven Immunisierung zur Vorbeugung von COVID-19 durch das SARS-CoV-2-Virus bei Personen im Alter ab 12 Jahren (Comirnaty) bzw. im Alter ab 18 Jahren (Spikevax) zugelassen. Myokarditis (Entzündung des Herzmuskels) und Perikarditis (Entzündung der Membran um das Herz, Herzbeutelentzündung) wurden in Verbindung mit den COVID-19 mRNA Impfstoffen berichtet. Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat alle verfügbaren Daten evaluiert und ist zu dem Schluss gekommen, dass zwischen Impfungen mit COVID-19 mRNA Impfstoffen und Myokarditis und Perikarditis mindestens ein möglicher kausaler Zusammenhang bestehen könnte.

Die Fälle traten primär innerhalb von 14 Tagen nach der Impfung auf, und zwar häufiger nach der zweiten Dosis und bei jüngeren Männern. Ärzt:innen und medizinisches Fachpersonal sollten geimpfte Personen darauf hinweisen, im Falle von Brustschmerzen, Kurzatmigkeit oder Palpitationen sofort medizinische Beratung und Hilfe einzuholen. Vorliegende Daten lassen vermuten, dass der Verlauf von Myokarditis und Perikarditis nach der Impfung ähnlich ist wie der Verlauf von Myokarditis und Perikarditis im Allgemeinen.

Der letzte Satz ist gefährlich beschwichtigend, weil Ärzt:innen über das wirkliche Risiko vor Impfung aufklären müssen. Viele Herzmuskelentzündungen verlaufen symptomlos; eine Myokarditis kann aber auch lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen und zum plötzlichen Herztod führen.

Trotz dieser Unsicherheit war der CHMP der Ansicht, dass der Nutzen von Comirnaty bei Kindern im Alter von 12 bis 15 Jahren die Risiken überwiegt, insbesondere bei Kindern mit Erkrankungen, die das Risiko einer schweren COVID-19-Erkrankung erhöhen.

Die Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs bei Kindern und Erwachsenen werden weiterhin engmaschig überwacht, da er in Impfkampagnen in den Mitgliedstaaten, über das EU- Pharmakovigilanz- System und laufende und zusätzliche Studien des Unternehmens und der europäischen Behörden eingesetzt wird.“

Am 16.8.21 kam dann eine Änderung der StIKo- Empfehlungen, nur als Video publiziert: Was bedeutet die Impf-Empfehlung der STIKO für Kinder? www.tagesschau.de › inland › innenpolitik ›: „Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre bisherige Empfehlung aktualisiert. Bisher gab es keine allgemeine Impf-Empfehlung für Kinder ab zwölf Jahren. Nur besonders gefährdeten Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen empfahl die STIKO eine Corona-Schutzimpfung. Die Begründung war, dass es noch zu wenige Daten gab. Das hat sich nun geändert, denn in anderen Ländern, wie Israel, den USA und Kanada werden Kinder und Jugendliche bereits geimpft.

Die STIKO hat diese Daten ausgewertet und nun ihre Empfehlung aktualisiert. Jetzt kommt die STIKO zu der Einschätzung, dass nach gegenwärtigem Wissenstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen. Unverändert soll die Impfung nach ärztlicher Aufklärung erfolgen. Die Impfung bei Kindern und Jugendlichen dürfe jedoch nicht zur Voraussetzung sozialer Teilhabe gemacht werden, so die STIKO. Damit sorgt die STIKO für mehr Sicherheit bei impfenden Ärztinnen und Ärzten und Eltern und Kindern.“

Der öffentliche Streit war unnötig, die StIKo hat sich genau an ihren Auftrag gehalten. Die StIKo Empfehlungen haben bei vielen Ärzten den Stellenwert von Leitlinien. Sich beim ärztlichen Handeln nicht an Leitlinien zu halten, bedarf im Falle von juristischen Auseinandersetzungen sehr differenzierter Argumentation. Die persönliche Selbsteinschätzung, qualifizierter als die StIKo zu sein, kann leicht selbstherrlich wirken, egal ob von Ärzt:innen oder Politiker:innen. Es bleibt zu hoffen, dass der Disput das gute Image der StiKo stabilisiert hat.

Nach allem bleibt die Impfung die einzige wissenschaftlich nachgewiesene Möglichkeit, sich gegen Corona zu schützen, mehr für die Älteren, als für die Jüngeren. Es gilt, die Bedenken der Impfskeptiker ernsthaft zu beantworten und auf das geringe Risiko der Impfung im Vergleich zum Erkrankungsrisiko hinzuweisen. Das minimale Risiko einer schwerwiegenden Impfkomplikation einschließlich Tod ist bei jeder Impfung unvorhersehbar vorhanden. Es ist unverständlich und damit verunsichernd, warum das RKI keine Aussage zum Risiko tödlicher Impfnebenwirkungen angibt und ob es vermehrt festgestellte Vorerkrankungen bei schweren Impfreaktionen gibt. Die von Politikern gebetsmühlenartig wiederholte Aufforderung zum Impfen klärt nicht die Fragen der Skeptiker. Die Skeptiker werden, wenn sie unter Druck gesetzt werden , wie etwa mit Zugangssperren für ungeimpfte trotz Testung wie 2G in Hamburg, ihre Meinung nicht ändern sondern eher den Widerstand erhöhen, siehe Folge von Impfzwang in anderen Ländern. Impfen zum Happening mit Thüringer Bratwurst zu machen kann dem Impfen generell schaden. Warum sollte sich jemand zukünftig gegen Keuchhusten impfen lassen, wenn dabei keine Bratwurst gereicht wird? Dieser ausführliche Text ist ein Versuch die Skeptiker zu überzeugen, nicht zu übertölpeln.

Impfungen, eine staatliche Aufgabe?

Politiker:innen sind der Meinung, weil der Staat die Impfung zahlt, kann der Staat auch alle Entscheidungen rund um das Impfen bestimmen. Dann haben sie sich von einigen Hochschulprofessoren, meist Virologen, beraten lassen. Praktiker, auch deren Standesvertreter waren unwichtig. Politik war gewillt zu beweisen, man kann Pandemie ohne niedergelassene Ärzt:innen, in Impfzentren sollte geimpft werden. Die kassenärztlichen Vereinigungen haben sich so gut es ging eingebracht und wohlmöglich viel gewonnen. Wenn die niedergelassenen nun nur noch die Skeptiker beraten sollen, was länger dauert und nicht erfolgreich ist, dann wird manch eine Ärztin, manch ein Arzt, schlicht „Nein Danke“ sagen, als wenn sonst nicht schon genug zu leisten wäre. Manch ein Skeptiker hat dann im Internet die irrigsten Argumente gegen das Impfen gelesen, die nun die niedergelassenen entkräften sollen. Bitte aufwachen!

Am Schluss ein paar kurze Informationen für Ihre Impfentscheidung

Auch wenn Sie sich berechtigterweise über die unqualifizierten selbstdarstellerischen Verlautbarungen der Politik geärgert haben, politische Äußerungen sollten nicht der Grund sein, Impfungen abzulehnen. Damit schaden Sie nur sich selber.

In der Notlage sind verständliche Fehler gemacht worden. Der Impfzwang durch die Hintertür ist nur die zweitbeste Lösung, denn Zwänge erhöhen das Misstrauen.

Es gibt ein geringes Impfrisiko in den ersten Wochen nach der Impfung, es gibt ein viel höheres Risiko einer schwerverlaufenden oder tödlichen Infektion.
Über Spätfolgen der Impfung haben wir auch nach 8 Monaten keine Erkenntnisse, über Long- COVID schon.

Bis Ende 2022 werden alle Menschen in Europa entweder zweimal geimpft oder einmal an Corona erkrankt sein. Auch für Kinder/ Jugendliche ab 12 ist das Risiko einer Infektion größer als das Risiko der Impfung, siehe Änderung der Empfehlung der StIKo.

Durch Impfen schützt man sich erst einmal selbst. Aber eine Infektion trotz Impfung kommt nicht nur vor, es ist auch berechtigt zu vermuten, alte und chronisch Kranke können trotz Impfung schwer erkranken. Ein gerne vermiedener Aspekt ist die Unterscheidung zwischen Allgemeinwohl versus Individualrechte. Allgemein gültig war bei den bisher empfohlenen Impfungen, Impfempfehlungen sind eine Maßnahme zum Schutz aller, kein Individualschutz.
Alte und chronisch Kranke können trotz Impfung schwer erkranken, deshalb nun Booster.

Impfen ist zuallererst egoistisch, mit der Krankheit sich zu gefährden ist unsozial, weil die Gemeinschaft die Kosten trägt. Andere zu gefährden ist noch unsozialer.

Auch Geimpfte können sich infizieren, dann aber verläuft die Erkrankung umso weniger eingreifend, je jünger man ist.

Empfehlungen sind keine Pflicht, können aber eine Leistung für die Gesellschaft sein. Die Tempo-50-Regel ist doch auch Freiheitsberaubung, die wir auch zum Schutz anderer akzeptieren.

Vertrauen Sie auf die Postmarketingbeobachtungen. Auch, wie schwer geimpfte ältere Menschen erkranken, bleibt leider zukünftigen Erfahrungen überlassen. Im Gegensatz dazu steht die Forderung, möglichst viele Menschen gegen Corona zu impfen.

Es ist die Aufgabe jedes einzelnen, seinen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Es ist eine politische Aufgabe viel mehr diesen Gemeinsinn zu fordern und zu fördern.

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AG Medienprävention (siehe Positionspapier) unter Federführung von Dr. Uwe Büsching

Dr. med. Uwe Büsching
Kinder- und Jugendarzt
Infektiologie
Studienarzt bei früheren Phase III Studien
Vorsitzender Stiftung Kind und Jugend
Mitglied der VV der KVWL
Ausschüsse E-health und QM
Mitglied der Kammerversammlung der ÄKWL
Ausschüsse PPP und GOÄ
Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin
Leitlinie zur Präventon des dysregulierten Medeingebrauchs
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte
Stellvtr. Medienbeauftragter


Gesundheitsförderung

Kinder stärken und nicht nur Krankheit vermeiden

„Bleib gesund!“ ist in den letzten Wochen zum Standard-Abschiedsgruß in Mails, Telefonaten und Gesprächen geworden. Oft scheint damit nur gemeint zu sein: „Erkranke nicht am Corona-Virus!“ Empfehlungen und Vorgaben dazu lesen sich dann so: Fass Dir nicht ins Gesicht! Komm anderen Menschen nicht zu nahe! Gib zur Begrüßung nicht die Hand! Geh nicht in die Schule oder zur Arbeit! Wir alle hoffen, dass die Einschränkungen wirksam sein werden, um die Ausbreitung des Virus in Deutschland zu verlangsamen.

Gesundheit: Körperliches, geistiges und soziales Wohlergehen

Die Ratschläge, die zur Verminderung von Krankheitsrisiken gemeint und derzeit auch notwendig sind, können dennoch die Gesundheit bedrohen. Gerade für Kinder ist das Corona-Virus selbst gar nicht so bedrohlich, aber sie leiden unter der Isolation, den Ängsten der Erwachsenen, den Verboten. Gesundheit ist nach Definition der Weltgesundheitsorganisation ein „Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens“. Vermeidung von Infektionen ist also nur ein Anfang, Gesundheitsförderung kann viel mehr als das sein.

Selbstwirksamkeit und Grundsicherheit

Leider dominiert in manchen Schlagzeilen eine dem Militär verwandte Wortwahl. Es geht viel um „Kampf“ und „Krieg“, z.B. neulich in der Schlagzeile „Bundeswehr bekämpft Corona“. Und in vielen genannten Anordnungen kommt das Wort „NICHT“ vor: Tu dies nicht! Tu das nicht! Das kann Ängste verstärken und die Selbstwirksamkeit von Kindern untergraben. Menschen, die psychologisch und sozial sicher und gesund sind, haben jedoch im Durchschnitt auch eine bessere Immunabwehr und sind besser vor Krankheiten geschützt.

Deshalb ist für den Familienalltag extrem wichtig, dass neben den vielen wichtigen und richtigen „Tu das NICHT!“-Empfehlungen auch genügend „Tu das!“-Empfehlungen für Eltern und Kinder stehen. Wir können viel dafür tun, dass Kinder inmitten der Sondersituation eine Art Grundsicherheit erleben, auch Kohärenzgefühl genannt: „Ich bin hier in einer vertrauten Umgebung und verstehe die Abläufe.“ „Ich kann etwas tun!“. „Ich denke, langfristig macht das Ganze vielleicht irgendwie doch Sinn“. Die drei Sätze stehen für Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit, also die drei wichtigen Bestandteile des Kohärenzgefühls. Wichtig ist also nicht nur Händewaschen, sondern auch ein geregelter Tagesablauf, Geborgenheit erleben, Rituale wie das Vorlesen oder das Lied vor dem Schlafengehen.

Eine Überraschung vor der Tür

Kohärenzgefühl inmitten der Corona-Krise fördern, kann ganz konkret so aussehen: Eine Mutter sammelt mit ihren Kindern beim Spaziergang große flache Steine. Die Steine werden gewaschen, angemalt und später an Familie, Bekannte und Freunde verteilt. Diese Idee kommt nicht von mir. Sie wurde mit mir „geteilt“, aber nicht am Bildschirm, sondern ganz real: Als ich gestern die Haustür öffnete, lag davor ein Stein. Darauf war ein Bild von einem etwas windschiefen Engel und darunter ein Schriftzug: „Bleib gesund!“.

Autor: Dr. Uwe Büsching, Kinder- und Jugendarzt, Stiftung Kind und Jugend