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Rotavirus-Infektion

Was ist eine Rotavirus-Infektion?

Das Rotavirus ist die häufigste Ursache für Durchfallerkrankungen bei Kindern.  Laut der Weltgesundheitsorganisation starben 2013 weltweit schätzungsweise 215.000 Kinder unter 5 Jahren, insbesondere in den Entwicklungsländern, an einer Rotavirus-Infektion.

In Europa müssen dem ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control) zufolge schätzungsweise jährlich etwa 75.000 bis 150.000 Kinder unter fünf Jahren wegen einer Rotavirus-Infektion ins Krankenhaus. Darüber hinaus besuchen bis zu viermal so viele Kinder deshalb Notaufnahmen oder anderen medizinische Einrichtungen mit ihren Eltern.

Die Erkrankung tritt vermehrt in den ersten fünf Lebensjahren auf, wobei sie für Säuglinge und Kleinkinder im Alter zwischen sechs Monaten und zwei Jahren durch den hohen Flüssigkeitsverlust besonders gefährlich werden kann.

Durchfallerkrankung

In Deutschland erkrankten jährlich ca. 40.000 bis 60.000 Menschen durch eine Rotavirus-Infektion – etwa 40-60% der Patienten sind Kinder bis zu fünf Jahren. Viele der erkrankten Kinder müssen im Krankenhaus behandelt werden. Bei Kleinkindern, die aufgrund einer schweren Durchfallerkrankung ins Krankenhaus eingewiesen werden, sind bei mehr als 50% Rotaviren verantwortlich. Seit 2014 verringern sich die Erkrankungszahlen tendenziell unter 40.000 (2014: 32.470, 2015: 33.224, 2016: 22.722, 2017: 38.279, 2018: 23.584). Die Schluckimpfung wird seit August 2013 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin empfohlen.

Während der späten Wintermonate und im Frühjahr wird eine Häufung der Krankheitsfälle beobachtet, da sich die Erreger im warmen, trockenen Klima der geheizten Wohnungen leichter verbreiten. Das Rotavirus ist sehr widerstandsfähig und hochansteckend; bereits wenige Viren können bei einem Kind zum Ausbruch der Durchfallerkrankung führen.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 11.02.2019