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Meningokokken-Meningitis

Auswirkungen

Eine Meningokokken-Meningitis stellt ein schweres Krankheitsbild dar, das innerhalb von Stunden durch Herz-Kreislauf-Versagen zum Tode führen kann. Entscheidend ist ein möglichst früher Behandlungsbeginn mit Antibiotika.

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Meningokokken-Meningitis: Etwa 10 bis 20% der Erkrankten entwickeln Komplikationen. (© Udo Kroener - Fotolia.com)

Etwa 10 bis 20% der Erkrankten entwickeln Komplikationen. Folgen einer Meningitis können u.a. Entwicklungsstörungen, Intelligenzminderung, Schädigung des Innenohrs, Hirnnervenlähmungen, einseitige Lähmungen oder Krampfanfälle sein. Bei einer Überschwemmung des Körpers mit Bakterien (Sepsis) wird die Blutgerinnung gestör, und es bilden sich neben einer zumeist schweren allgemeinen Blutungsneigung mit Blutaustritt in die Haut („Blaue Flecken, sog. Petechien) und andere Organe auch Blutgerinnsel, die mit dem Blutstrom transportiert kleinere Blutgefäße verstopfen können (Embolie). Dadurch werden abhängige Körperteile nicht mehr durchblutet und ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Sie sterben ab, und das kann auch eine Amputation eines Körperteils erforderlich machen.

Durch die rasante Ausbreitung der Meningokokken im ganzen Körper kommt es schließlich zu einem Zusammenbruch aller Abwehrvorgänge und die Patienten geraten in wenigen Stunden in einen absolut lebensbedrohlichen Schock (so genanntes Waterhouse-Friderichsen-Syndrom). Selbst moderne intensivmedizinische Maßnahmen können zumeist das Leben nicht retten.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 07.02.2019