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Lungenentzündung (Pneumonie)

Auswirkungen

Mit einer Lungenentzündung darf man nicht leichtfertig umgehen, vielmehr sollte man beim ersten Verdacht einen Arzt aufsuchen. Wird eine Pneumonie nicht rechtzeitig behandelt, kann es durch die Beeinträchtigung der Atmung und das Übergreifen der Entzündung auf den ganzen Körper zu einem lebensbedrohlichen Herz-Kreislaufversagen kommen. Auch Lungenfellentzündungen (Pleuritis) sowie Wasser- (Pleuraerguss) oder Eiteransammlungen (Pleuraempyem) im Brustraum sind Komplikationen einer Pneumonie. Über den Blutweg können Erreger weiter im Körper verteilt werden und so gelegentlich Entzündungen von Mittelohr, Hirnhaut oder Herzklappen verursachen. Schwere Pneumokokken-Infekte gehen häufig mit einer Blutvergiftung (Sepsis) einher.

Unbehandelte oder unzureichend behandelte Pneumonien können chronisch werden oder immer wieder aufflammen (rezidivieren). Chronisch wird eine Pneumonie dann genannt, wenn die Beschwerden über einen Zeitraum von 8 Wochen oder länger bestehen. Ursache dafür können Störungen im Immunsystem, angeborene Lungenfehlbildungen oder aspirierte Fremdkörper sein.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. Hans-Jürgen Nentwich

letzte Änderung: 22.10.2018