Sicherheit im Wasser
Da die Temperaturen steigen und Kinder sowie Familien in dieser Saison zum ersten Mal in Pools und Seen springen, ist dies der perfekte Zeitpunkt für eine Auffrischung der Regeln zur Wassersicherheit. Die amerikanischen Fachleute des Regions Hospital und des Gillette Children’s empfehlen:
- Bestimmen Sie einen „Wasserwächter“. Wählen Sie jeweils eine verantwortungsbewusste erwachsene Person aus, die die Kinder beim Schwimmen beaufsichtigt. Denken Sie jedoch daran: Wenn „jeder“ aufpasst, passt am Ende niemand richtig auf.
- Kinder sollten bei Bootsahrten oder Ähnlichen eine zertifizierte Rettungsweste tragen, die der Körpergröße und dem Gewicht des Kindes entspricht. Aufblasbare Schwimmhilfen (wie Schwimmflügel) sind kein Ersatz für eine richtig sitzende Rettungsweste.
- Nutzen Sie nach Möglichkeit ausgewiesene Schwimm- und Erholungsbereiche.
- Klären Sie Kinder über die Risiken beim Schwimmen in offenen Gewässern auf – wie etwa plötzliche, steil abfallende Uferbereiche, schlechte Sichtverhältnisse und Entfernungen, die weiter erscheinen, als sie tatsächlich sind.
Verbrennungen durch Lagerfeuer
Viele Brandverletzungen im Sommer stammen von Lagerfeuern bzw. Grillplätzen – auch vom Vortag. Das Durchschnittsalter der Betroffenen liegt bei 2 Jahren, so die Expert*innen.
Um Verbrennungen vorzubeugen, sollten Eltern ihre Kinder von Feuerstellen und Grills fernhalten. Selbst noch am Morgen nach einem Lagerfeuerabend kann noch Glut vorhanden sein. Scheinbar kalte Holzscheite können Verbrennungen dritten Grades verursachen. Kinder sollten an beliebten Grillplätzen Schuhe tragen, um Verbrennungen an den Füßen zu vermeiden. Das Feuer sollte stets mit Wasser gelöscht werden. Wird es mit Erde oder Sand abgedeckt, speichert diese/dieser oft die Hitze und macht die Gefahrenstelle für andere Personen schwer erkennbar.
Hitzebedingte Erkrankungen
Jeder kann dem Risiko eines Sonnenbrands, einer Hitzeerschöpfung oder eines Hitzschlags ausgesetzt sein. Säuglinge und ältere Menschen sind am stärksten gefährdet. Da Kinder und besonders Säuglinge ihren Wärmehaushalt schlechter regulieren können als Erwachsene, sollten Eltern sie nicht zu starker Hitze aussetzen. Insbesondere im Auto können in der prallen Sonne innerhalb kürzester Zeit extreme Temperaturen entstehen.
Zu den Anzeichen einer Hitzeerschöpfung können ein rötlicher Hautausschlag, erhöhte Herzfrequenz, Kopfschmerzen, Übelkeit, Benommenheit, Schwitzen, blasse Haut, Schwindel und Muskelkrämpfe gehören. Um einer Hitzeerschöpfung vorzubeugen, hilft es u.a. ausreichend zu trinken. Eine unbehandelte Hitzeerschöpfung kann zu einem Hitzschlag führen, der weitaus gefährlicher ist. Eltern sollten ärztliche Hilfe auf, wenn sich die Symptome verschlimmern oder sich nicht bessern.
Trampolin
Im vergangenen Jahrzehnt musste das Regions Hospital Dutzende kleine Patient*innen stationär aufnehmen, die sich beim Trampolinspringen Verletzungen zugezogen hatten – darunter Knochenbrüche, Rückenmarksverletzungen und Herzstillstände. Trampoline sind gefährlich und sollten mit der gleichen Vorsicht behandelt werden wie Schwimmbecken. Für Familien sei es am sichersten, auf sie zu verzichten, lautet der Rat der amerikanischen Expert*innen. Wer dennoch eines besitzt, sollte Regeln aufstellen, die eingehalten werden (z.B. Kinder unter sechs Jahren dürfen nicht aufs Trampolin, nur unter Aufsicht von Erwachsenen, nur einzeln springen und nie ohne Netz).
Quelle: Newswise