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Kleinwuchs / Wachstumsstörungen

Therapie und Behandlung

Nur einige Formen von Wachstumsstörungen bzw. des Kleinwuchses können behandelt werden. Je früher die Störung erkannt wird, desto besser kann die Therapie ansetzen. Therapien des Kleinwuchses liegen in der Hand des spezialisierten Kinder- und Jugendlichen-Endokrinologen.

Hormontherapie

Bei Kleinwuchs durch nachgewiesenem Hormonmangel, z.B. an Wachstums- oder Schilddrüsenhormon, kann durch die Gabe des entsprechenden Hormons ausgeglichen werden. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Dosis des Hormons immer den körperlichen Veränderungen, also dem Wachstum und der Gewichtszunahme des Kindes angepasst wird. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind deshalb unerlässlich. Die Behandlung mit Wachstumshormon muss solange fortgeführt werden, bis sich die Wachstumsfugen schließen. Schilddrüsenhormone müssen lebenslang zugeführt werden.

Orthopädische Behandlungen

Daneben gibt es auch – sehr selten – Indikationen zu orthopädischen Eingriffen zur mechanischen Streckung der Arm- und Beinknochen. Es wird ein ständiger Zug auf die Knochen ausgeübt, die darauf mit einer Verlängerung reagieren. Diese Methode erfordert aber sehr viel Zeit, bringt große Schmerzen mit sich und hat verschiedene Risiken. Sie ist deshalb nur äußerst eingeschränkt anwendbar.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 14.09.2017