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Hörstörung

Was ist eine Hörstörung?

Mehr als 1 von 1.000 Neugeborenen leidet unter angeborener Schwerhörigkeit. Somit sind Hörstörungen eine der häufigsten Erkrankungen im Neugeborenenalter. Da in den ersten zwei Lebensjahren die Grundlagen für die Sprachentwicklung gelegt werden und in dieser Zeit auch die Hörbahn und Nervenzellen reifen, ist eine frühe Erkennung besonders wichtig.

Schwerhörigkeit

Es gibt gute Möglichkeiten, angeborene Hörschäden erfolgreich zu behandeln, wenn sie innerhalb des ersten halben Lebensjahres entdeckt wird. Leider werden Hörschäden oft erst im zweiten oder gar dritten Lebensjahr bemerkt. Seit Januar 2009 werden deshalb alle Säuglinge nach der Geburt einem Hörtest unterzogen (Hörscreening). In einigen Bundesländern, wie z.B. Bayern gab es bereits Modellversuche dazu.

Erschreckenderweise ist auch die Zahl der später erworbenen, d. h. der nicht angeborenen Hörschädigungen sehr hoch. Die Schwerhörigkeit ist daher nicht nur ein Problem bei kleineren Kindern. In Deutschland hat nach Schätzung von Experten bereits fast jeder vierte Jugendliche eine Beeinträchtigung des Gehörs.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Prof. Hans-Jürgen Nentwich

letzte Änderung: 28.03.2016