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Hausstaubmilbenallergie

Therapie

Da die Symptome einer Allergie nur dann auftreten, wenn der Patient mit dem Allergen in Kontakt kommt, gelingt es meist, die Krankheitszeichen durch Meiden der auslösenden Substanz zu mildern oder sogar ganz zu unterdrücken (Karenz-Therapie). Bei einer Hausstaubmilbenallergie ist eine vollständige Meidung der Allergene jedoch nicht möglich, da sich die Milben in praktisch jedem Haushalt befinden und kaum umgangen werden können. Besserung kann durch milbendichte Überzüge von Matratzen und Bettdecke (Encasings)erreicht werden. Die Krankenkassen übernehmen bei nachgewiesener Hausstaubmilbenallergie hierfür die Kosten.Da die Milben ein warmes und feuchtes Klima mögen, sollten die Schlafräume der Betroffenen kühl und nicht zu feucht sein. Weitere Tipps wie man einer Hausstaubmilbenallergie entgegenwirken bzw. wie die Symptome bei einer bereits existierenden Allergie abgeschwächt werden können, finden Sie in der Rubrik Vorsorge.

Meist verschreibt der Arzt Nasenspray, Augentropfen oder Inhalationssprays, die die Histaminausschüttung verhindern sollen. Ihre Anwendung muss regelmäßig und vor Kontakt mit den Allergenen erfolgen. Bei stärkeren allergischen Reaktionen werden auch sogenannte Antihistaminika in Tropfen-, Spray- oder Salbenform eingesetzt, wodurch die entzündliche Wirkung des freigesetzten ohne große Nebenwirkungen gehemmt wird.

Kortison ist für Allergiker ein wichtiges Notfall-Medikament, das sie vor allem in lebensbedrohlichen Situationen retten kann. Deswegen wird es meist bei akuten Zuständen eingesetzt. Eine längerfristige Behandlung mit Kortison muss wegen möglicher Nebenwirkungen unter enger Kontrolle des Kinder- und Jugendarztes erfolgen.

Hyposensibilisierung

Ist das Allergen erst einmal entdeckt, kann eine sogenannte Hyposensibilisierung durchgeführt werden. Es ist die einzige Möglichkeit die Ursache einer Allergie und nicht nur ihre Symptome zu behandeln. Der Körper wird dabei schrittweise an das Allergen gewöhnt. Über einen Zeitraum von 2 bis 3 Jahren werden winzige, ganz langsam ansteigende Mengen des allergieauslösenden Stoffes gespritzt.
Dabei wird die Dosis immer so gewählt, dass gerade noch keine allergische Reaktion ausgelöst wird. Diese Therapie sollte nur von einem erfahrenen Arzt durchgeführt werden, der auch auf das Eintreten und die Behandlung einer durch die Hyposensibilisierung ausgelöste allergische Reaktion vorberereitet ist.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Thomas Fendel

letzte Änderung: 12.11.2021