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Akne

Ursachen

Akne ist eine Erkrankung der Talgdrüsen. Diese sitzen an den Haarwurzeln – jedes kleine Härchen auf unserer Haut hat an seiner Wurzel eine Talgdrüse. Ihre Aufgabe ist es, ein fettiges Sekret zu bilden, das über einen Ausführungsgang an die Hautoberfläche abgegeben wird, und die Haut vor Austrocknung und Umwelteinflüssen schützt.

Wenn zu viel Talg produziert wird oder die Haut übermäßig verhornt, verstopfen die Ausführungsgänge und es entstehen Mitesser, Pickel oder sogar Entzündungen. Vermehrte Talgproduktion und stärkere Verhornung sind immer der Ausgangspunkt für eine Akne. Ausgelöst kann beides durch Hormone werden, vor allem durch männliche Geschlechtshormone, die Androgene, die in der Pubertät von Jungen, aber auch von Mädchen, vermehrt gebildet werden. Je nachdem, wie empfänglich ein Mensch ist, bekommt er fettige Haare und glänzende Haut – oder Akne. Das heißt, wichtig für die Entstehung einer Akne ist auch die Veranlagung, die man von den Eltern genetisch mitbekommt.

Akne ist nicht ansteckend!

Viel Sekret und verhornte Hautschuppen führen in den Ausführungsgängen der Talgdrüsen zur Bildung eines Talgpfropfes. Dadurch wird zum einen die Drüse verstopft, zum anderen entstehen ideale Bedingungen für Bakterien. Auch auf normaler Haut vorkommende, sogenannte Propioni-Bakterien, fühlen sich hier so wohl, dass sie sich enorm vermehren. Der Körper reagiert darauf mit einer Entzündung. Es sind zwar Bakterien an der Entstehung der Akne beteiligt, trotzdem handelt es sich dabei nicht um eine Infektionskrankheit – Akne ist nicht ansteckend!

Ernährung als Einflussfaktor

Viele vermuten, dass bestimmte Nahrungsmittel wie Schokolade, tierische Fette, Scharfes oder Nüsse das Hautbild verschlechtern. Einen handfesten wissenschaftlichen Beweis gibt es dafür zwar nicht, aber viele reagieren erfahrungsgemäß auf bestimmte Speisen empfindlich. Die Naturheilkunde geht davon aus, dass sich eine Übersäuerung des Körpers durch ungesunde Ernährung mit zuviel Zucker, Alkohol, Fleisch und zuwenig Mineralstoffen und Vitaminen auch ungünstig auf die Haut auswirkt.

Autor: äin-red

letzte Änderung: 01.08.2018