„Viele unterschätzen die UV-Strahlung beim Rodeln, Skifahren oder beim Sonnenbad auf der Hütte“, sagt die Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Inge Paulini. „Sonnencreme und Sonnenbrille gehören beim Ausflug in die Berge auch im Winter mit ins Gepäck.“
Hohen oder sehr hohen Lichtschutzfaktor wählen
„Für Gesicht, Lippen und andere unbedeckte Hautstellen sollte man Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 wählen, besser 50 oder 50+“, rät die Behörden-Chefin. Außerdem sei es wichtig, dass die Creme sowohl vor UV-B- als auch vor UV-A-Strahlung schütze. Man sollte sie dem BfS zufolge etwa 20 bis 30 Minuten, bevor man ins Freie geht, auftragen und spätestens nach zwei Stunden erneuern.
Auf Kennzeichnung UV400 achten
„Dass die Gläser einer Sonnenbrille die UV-Strahlung vollständig blocken, erkennt man an der Kennzeichnung UV400“, erläutert Paulini. Darüber hinaus soll eine Sonnenbrille das Auge gut umschließen. Für Freizeitaktivitäten im Schnee ist dies lauf BfS besonders wichtig. Ski- und Gletscherbrillen, die diese Voraussetzungen erfüllen, sind hier die richtige Wahl.
Höhenlage und Schnee verstärken UV-Strahlung
In der Regel braucht man sich in der dunklen Jahreszeit um den UV-Schutz in Deutschland keine Gedanken machen, denn die UV-Strahlung ist weniger intensiv als im Sommer. Doch mit der Höhe über dem Meeresspiegel nimmt die UV-Strahlung zu. Zusätzlich reflektiert frisch gefallener Schnee bis zu 90 Prozent der UV-Strahlung. Zusammengenommen kann das in den Bergen zu einer hohen UV-Intensität führen, vor der man sich schützen sollte.
Sonnenbrand und Hautkrebs vorbeugen
Wer Haut und Augen nicht ausreichend vor UV-Strahlung schützt, riskiert Schäden: Sonnenbrand sowie Bindehaut- oder Hornhautentzündung der Augen können kurzfristig auftreten. Mögliche Spätfolgen sind vorzeitige Hautalterung, Krebserkrankungen der Haut und Augen sowie Grauer Star – eine Trübung der Augenlinse.
Weitere Informationen
- UV-Strahlung: www.bfs.de/uv
- Wirkungen von UV-Strahlung: www.bfs.de/uv-wirkung
- Schutz vor UV-Strahlung: www.bfs.de/uv-schutz
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A. Lutz PB2/ Pressearbeit, Bundesamt für Strahlenschutz
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Quellen. idw-online.de, Bundesamt für Strahlenschutz