Gewöhnliche Muttermale sind meist kleiner als 5 mm. Sie können hellbraun, rosa oder braun sein und weisen eine gleichmäßige Färbung auf. Sie sind glatt und haben klar abgegrenzte Ränder. Sie können überall am Körper auftreten, finden sich jedoch meist oberhalb der Taille. Auf der Kopfhaut, an der Brust und am Gesäß sind sie selten zu sehen.
Ein angeborenes Muttermal kann überall am Körper auftreten, findet sich aber meist am Rumpf sowie an Armen und Beinen. Meist handelt es sich um einzelne ovale und gleichmäßig gefärbte Male. Im Laufe der Zeit können diese sich manchmal zu einem Melanom (Hautkrebs) entwickeln.
Muttermale von unregelmäßiger Form, mit einer Größe von mehr als 5 mm, mit unebenen Rändern, einer höckrigen Oberfläche oder einer uneinheitlichen Färbung bezeichnen Expert*innen als einen dysplastischen oder atypischen Nävus. Diese Male treten meist im Jugend- oder Erwachsenenalter auf und können sich zu einem Melanom entwickeln; daher ist eine genaue Beobachtung erforderlich.
Bei Veränderungen Fachärztin/ Facharzt aufsuchen
Bei folgenden Veränderungen bzw. Anzeichen sollten Eltern mit ihrem Kind eine Praxis aufsuchen:
- schnelles Wachstum oder Farbveränderung im Vergleich zu anderen Muttermalen;
- Blutung oder nicht Verheilen einer scheinbar offenen Hautverletzung an der Stelle des Muttermals;
- kuppelförmige erhabene Male mit rauen, unebenen Rändern und unterschiedlichen Farben;
- große Ausdehnung (über 6 mm);
- mehr als 50 Muttermale.
Wenn Eltern Bedenken hinsichtlich einer Veränderung des Aussehens eines Muttermals bei ihrem Kind haben, können sie ihre Kinder- und Jugendärztin oder ihren Kinder- und Jugendarzt um Rat fragen.
Quelle: JAMA Pediatrics