Henri Salo, M.D., von der Universität Turku in Finnland, untersuchte gemeinsam mit Kolleg*innen die Zusammenhänge zwischen kardiovaskulären Risikofaktoren von der frühen Kindheit bis zum jungen Erwachsenenalter und der kognitiven Leistungsfähigkeit im Alter von 26 Jahren. Die Daten stammen aus dem „Special Turku Coronary Risk Factor Intervention Project“. Erfasst wurden Risikofaktoren in mehreren Entwicklungsphasen (frühe Kindheit, Kindheit, frühe Adoleszenz und Adoleszenz). Im jungen Erwachsenenalter wurden unter anderem Lern- und Gedächtnisleistung, verbales Gedächtnis, Arbeitsgedächtnis, Reaktionszeit, Informationsverarbeitung sowie kognitive Flexibilität untersucht.
Die Ergebnisse zeigen, dass ein höherer BMI sowie ein größerer Taillenumfang insbesondere mit einer geringeren kognitiven Flexibilität assoziiert waren. Für den BMI fanden sich zusätzlich Zusammenhänge mit einer verminderten Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung. Darüber hinaus standen erhöhte LDL-Cholesterinwerte mit einem schlechteren verbalen Gedächtnis in Zusammenhang. Auch ein erhöhter systolischer Blutdruck in der Kindheit zeigte einen Zusammenhang mit einer reduzierten kognitiven Flexibilität im jungen Erwachsenenalter.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bereits leicht erhöhte kardiovaskuläre Risikofaktoren in frühen Lebensphasen mit der kognitiven Leistungsfähigkeit im Erwachsenenalter in Zusammenhang stehen können. Dies unterstreicht die potenzielle Bedeutung frühzeitiger Präventions- und Interventionsmaßnahmen zur Förderung sowohl der kardiovaskulären als auch der kognitiven Gesundheit.
Quellen: neurologyadvisor.com, Pediatrics