Einem neuen ECDC-Bericht zufolge empfehlen mittlerweile alle Länder der EU und des EWR („EEA“ = European Economic Area = Europäischer Wirtschaftsraum [EWR])) die HPV-Impfung für heranwachsende Mädchen und Jungen als festen Bestandteil ihrer Impfprogramme. Dies ist bedeutsam für Europas Bemühungen um die Krebsprävention.
Fünfzehn Jahre nach der Einführung von HPV-Impfprogrammen in Europa zeigen, dass die HPV-Impfung bei der Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs hochwirksam ist. Studien aus Schweden, Dänemark und dem Vereinigten Königreich belegen zudem, dass eine frühzeitige Verabreichung des Impfstoffs besonders effektiv ist. Eine schwedische Studie legte nahe, dass die Impfung von Mädchen vor ihrem 17. Geburtstag die Inzidenz von Gebärmutterhalskrebs um 88% senkte. In einer zusätzlichen sechsjährigen Nachbeobachtungsphase beobachtete die schwedische Studie eine anhaltende Verringerung des Gebärmutterhalskrebsrisikos sowie einen Rückgang der Inzidenz von invasivem Gebärmutterhalskrebs auf Bevölkerungsebene nach der HPV-Impfung.
Impfungen erfordern Jahr für Jahr kontinuierliche Anstrengungen, um den Schutz über Generationen hinweg aufrechtzuerhalten und zu verhindern, dass eine zunehmende Zahl von Menschen – einschließlich jener Bevölkerungsgruppen, die durch das Gesundheitswesen bislang nur unzureichend versorgt werden – ungeimpft bleibt.
Quellen: EurekAlert! ECDC (1, 2), Council of the European Union, RKI
_____________________________________
Weitere Informationen zur HPV-Impfung: „Entschieden gegen Krebs“
Hier gibt es auch eine Unterrubrik für Eltern, die häufige Fragen der Eltern und auch des Impflings beantwortet.
Der BVKJ ist Kooperationspartner der Initiative "Entschieden gegen Krebs".