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Diabetes Typ 1: Mädchen haben hohes Risiko für Essstörungen

Einer kanadischen Studie zufolge haben Mädchen und junge Frauen mit Typ-1-Diabetes ein besonders hohes Risiko, eine Essstörung zu entwickeln und in der Folge frühzeitig Komplikationen zu erleiden.

Heranwachsende, die eine Zuckererkrankung bekommen, können mithilfe von Insulin absichtlich ihr Körpergewicht kontrollieren, indem sie beispielsweise Injektionen weglassen. Dies kann jedoch zu Entgleisungen des Stoffwechsels führen. Bei einer kleinen Gruppe von Patientinnen (126 Mädchen), die zu Beginn der Studie zwischen neun und 13 Jahre alt waren, ermittelten die Wissenschaftler im Verlauf von 14 Jahren ein Risiko von 60%, dass sie eine Essstörung entwickelten. Das Risiko für ein gestörtes Essverhalten lag sogar bei 79%.

Als gestörtes Essverhalten definierten die Forscher, wenn eine Heranwachsende im letzten Monat mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllte:

  • sie hielt Diät,
  • sie zeigte Episoden von Binge Eating,
  • sie führte absichtlich Erbrechen herbei,
  • sie missbrauchte Abführmittel, Entwässerungsmittel oder Diätpräparate,
  • sie ließ Insulin weg oder dosierte es zu gering, um ihr Gewicht zu kontrollieren,
  • sie trainierte intensiv an mindestens fünf Wochentagen über jeweils mindestens 30 Minuten.

Zu den Essstörungen (Eating Disorder, ED) zählten die Experten Anorexia nervosa und Bulimia nervosa.

Quelle: s<link http: www.springermedizin.de viele-maedchen-mit-typ-1-diabetes-im-schlankheitswahn _blank external-link-new-window external link in new>pringermedizin, <link http: care.diabetesjournals.org content _blank external-link-new-window external link in new>Diabetes Care