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Storchenbiss (Feuermal)

Was ist ein Storchenbiss (Feuermal)?

Fast die Hälfte aller Neugeborenen haben von Geburt an einen roten scharf umgrenzten Hautfleck von unregelmäßiger Gestalt auf der Stirn, im Nacken, an den Augenlidern oder an der Nasenwurzel. 

Feuermal

Dabei handelt es sich um ein so genanntes Feuermal (Naevus flammeus), das im Volksmund auch „Storchenbiss" genannt wird. Es handelt sich hierbei um eine gutartige Hautveränderung, die meist in den ersten 3 Lebensjahren verschwindet.

Ursachen

Feuermale entstehen durch eine Erweiterung von kapillaren Hautgefäßen. Mit einem Glasspatel können die Gefäße blutleer gedrückt werden, so dass die rote Färbung der Feuermale kurzzeitig verschwindet.

Symptome & Krankheitsbild

Ein Feuermal ist als hellrot bis blauroter, scharf umschriebener Fleck charakterisiert. Meist finden sich Feuermale in der Mitte von Nacken und Stirn (Storchenbiss). In seltenen Fällen treten sie aber auch seitlich im Gesicht, an Armen und Beinen oder anderen Körperstellen auf. Kleine bis mittelgroße Feuermale sind häufig, große Hautveränderungen, die ganze Körperpartien bedecken, eher selten.

Große, seitlich gelegene Feuermale im Gesicht oder an anderen Körperregionen sind häufig mit weiteren Fehlbildungen verbunden.

Auswirkungen

Feuermale auf der Stirn blassen nach dem zweiten Lebensjahr deutlich ab und sind in der Regel bis zum sechsten Lebensjahr völlig verschwunden. Befinden sich Feuermale im Nacken, im Gesicht oder an anderen Körperstellen können sie jedoch zeitlebens bestehen bleiben. Normalerweise sind Feuermale harmlos und vergrößern sich nicht.

Therapie

Da Storchenbisse normalerweise harmlos sind und in den meisten Fällen ganz von alleine verschwinden, ist eine Entfernung nicht notwendig. Bilden sich störende Feuermale – beispielsweise im Gesicht – nicht zurück, kann sie der Hautarzt mit Hilfe von Elektronadeln oder Laser veröden. Bei großen Feuermalen ist die Therapie jedoch schwierig und führt nicht immer zum gewünschten Erfolg. Medizinische Schminken können störende Feuermale zumindest kosmetisch abdecken.

Vorsorge

Da es sich bei den Feuermalen um angeborene Fehlbildungen kapillärer Hautgefäße handelt, ist keine Vorsorgemaßnahme möglich.

Adressen & Links

Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V.
Hautklinik
Hauptstrasse 7
76104 Freiburg
Telefon: 0761/2706716

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. Hans-Jürgen Nentwich

letzte Änderung: 01.08.2018