Kinderarztpraxis Varel - Dr. med. Rupert L Dernick
Warum "braucht" ihr Kind eine Vorsorge U10/U11/J1/j2
Liebe Eltern,
im Moment können wir wieder die Vorsorgen für Schulkinder und Jugendliche anbieten:
U10 mit 7-8 Jahren
U11 mit 9-10 Jahren
J1 mit 12-14 Jahren
J2 mit 16-18 Jahren (sinnvoll auch in Kombination mit der Untersuchung nach dem Kinder- und Jugendschutzgesetz)
Was ist WIRKLICH WICHTIG bei U10-J2?
- Die HPV-Impfung rettet wirklich Leben. Jedes Jahr sterben doppelt so viele Jungs an HPV-Karzinomen an Po, Penis und Rachen als an Motorradunfällen. Mädchen erkranken noch viel häufiger, daher hieß das früher ja auch die "Gebärmutterhalskrebsimpfung". Seit 2019 dürfen endlich auch Jungs die haben. Die Schutzrate gegen Krebs ist mit 2 Impfungen mit 9 Jahren bei weit über 90 %, mit 3 Impfunge mit 15 Jahren noch bei guten 66%- aber jedes Kind möchte gerne 90 % Schutz haben - also früh impfen. Ausserdem gibt es 100 % Schutz gegen Genitalwarzen, die auch durch Handtuchbenutzung übertragen werden können gratis dazu! . Die HPV- Impfung war der wichtigste Grund für die Einführung der erweiterten Vorsorgen. MEIN TIPP: HPV so früh wie möglich impfen. Das geht auch ohne Vorsorge.
- Früherkennung von Fettstoffwechselstörungen rettet Leben. Wenn Eltern/Großeltern oder Onkel/Tanten des Kindes einen Herzinfarkt oder Schlaganfall vor Alter 55 Jahre hatten (oder ein deutlich erhöhtes Cholesterin haben) sollte einmalig zwischen 7 und 16 Jahren das Cholesterin bestimmt werden. Angeborene Cholesterinerhöhungen haben nichts mit falscher Ernährung zu tun, führen unbehandelt zu frühen Todesfällen - dabei kann das Risiko durch Frühtherapie inzwischen auf das Risiko der Allgemeinen Bevölkerung gesenkt werden. MEIN TIPP: Wer ein Risiko hat - bitte bei der Vorsorge ansprechen, dann können wir das mit einer Blutentnahme klären
- Ängste. Jeder hat ein bisschen Schiss vor Irgendwas. Wenn aber der Alltag dadurch beeinträchtigt ist, man nicht zum Geburtstag geht oder einen Umweg macht, weil auf dem normalen Schulweg ein Hund bellen könnte, wenn man beim Anblick einer Spinne schreiend weglaufen muss, dann hat man eine (möglicherweise behandlungsbedürftige) Angststörung. Angststörungen können in wenigen Sitzungen sehr erfolgreich psychotherapeutisch behandelt werden. Auch und gerade Spritzenangst, die ein häufiger Grund ist, warum auch Erwachsene eine Arztbesuch vermeiden. Unbehandelt sind sie teils Vorboten, teils Wegbereiter für spätere psychische und körperliche Störungen. Fast alles Menschen, die als Erwachsenen immer wieder Schmerzen (Rücken, Kopf Bauch) haben, hatten als Kind viel Angst. Das muss nicht (mehr) sein, und auch wenn Psychotherapeuten lange Wartelisten führen, kann man durch einen Termin beim Arzt oder im Beratungszentrum die Behandlungsindikation abschätzen. MEIN TIPP: deutliche Ängste ernst nehmen und abklären lassen
- Erkennen von Schulleistungsstörungen. Die sind ein wichtiger Grund für Stress und stressbedingte Erkrankungen.
Für wen ist eine U10-J2 besonders sinnvoll?
Der "Rundumblick" der U10-J2 ist sinnvoll bei
- wiederkehrenden Schmerzen mit oder ohne Schulversäumen,
- Leistungsstörungen, Verhaltensstörungen,
- Ängsten mit Beeinträchtigungen
- (zunehmendes) Übergewicht mit V.a. Adipositas oder ungewöhnlich starke Beschäftigung mit dem Thema Gewicht (z.B. als Vorstufe von Anorexie)
- Sorgen um das Wachstum und die Pubertät (bei Eltern und/oder Kind)
Was passiert bei der U10-J2?
- Messen und wiegen.
- Sehtest
- Hörtest
- Körperliche Untersuchung- gerader Rücken? Kinder ziehen sich in dem Alter nicht mehr so oft und gerne aus, eine Skoliose (Rückenverkrümmung) wird oft erst spät erkannt.
- Gespräch mit dem Kind/Jugendlichen: Beschwerden? Fitness? Schule läuft...? stabile Freundschaften? oder den ganzen Tag am PC wegen Mobbing in der Schule...?
- Impfen - HPV -Impfung, ggf. versäumte Impfungen nachholen
- Blutentnahme für Cholesterin bei Risiko