Dr. med. Renate Eichhorn, Kinder- und Jugendarztpraxis
Im Gewerbepark C15, 93059 Regensburg - Tel. 0941/4613032
Desensibilisierung bei Kindern
Desensibilisierung bei Kindern
Ziel jeder Desensibilisierung ist es, das Immunsystem schrittweise an bestimmte Allergene zu gewöhnen und so eine überschießende allergische Reaktion langfristig zu reduzieren.
Dies kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn Antihistaminika die Beschwerden nicht ausreichend lindern können oder unerwünschte Nebenwirkungen verursachen.
Die Desensibilisierung erfolgt durch regelmäßige Verabreichung von kleinen Mengen des Allergens, welches die allergische Reaktion auslöst. Über die Behandlungszeit wird die Dosis schrittweise erhöht, um eine Toleranzentwicklung des Immunsystems zu bewirken. Im Laufe der Zeit reagiert das Immunsystem des Patienten so immer weniger empfindlich auf das Allergen.
mittels Tablette
Für Kinder ab dem 6. Lebensjahr, die an einer Gräser-Allergie leiden, bietet sich eine besondere Form der Desensibilisierung an: die Einnahme einer kleinen Tablette. Diese sublinguale Immuntherapie (SLIT) ist eine bequeme und weniger invasive Alternative zur traditionellen Injektionstherapie. Die Tablette, die das Gräserpollen-Allergen in kleinen Dosen enthält, wird unter die Zunge gelegt und löst sich dort auf. Die regelmäßige Einnahme dieser Tablette von März bis September über einen Zeitraum von drei Jahren kann dazu beitragen, die allergische Reaktion des Körpers auf Gräserpollen schrittweise zu verringern. Diese Methode ist besonders bei Kindern beliebt, da sie schmerzfrei ist und leicht in den Alltag integriert werden kann.
mittels Injektion
Die Desensibilisierung mittels Injektion ist bei Allergien gegen Baum- und Gräserpollen sowie Hausstaubmilben möglich. Sie kann ab einem Alter von fünf Jahren durchgeführt werden. Die Behandlung erfolgt nach einem festgelegten Schema mit regelmäßigen Injektionen und dauert insgesamt drei Jahre. Bei einer Hausstaubmilbenallergie ist ab einem Alter von zwölf Jahren auch eine Schnelldesensibilisierung mit verkürztem Behandlungsschema möglich. Nach jeder Injektion bleibt Ihr Kind noch für 30 Minuten zur Beobachtung bei uns in der Praxis. Grundsätzlich ist eine Desensibilisierung mittels Injektion auch bei einer Insektengiftallergie möglich- hier gelten allerdings abweichende Besonderheiten.
Andere Optionen
Ergänzend zur Desensibilisierung bieten wir auch weitere Behandlungsmöglichkeiten bei Allergien an. Insbesondere möchten wir Sie auf die Mikroimmuntherapie als weitere Option hinweisen.