Kinder- und Jugendärzte am Ickerner Markt Castrop-Rauxel
HPV-Impfung / HPV-Impfawareness-Day 04.März 2026
Infektionen mit humanen Papillomaviren können verschiedene Krebserkankungen verursachen. Die HPV-Impfung bietet einen wirksamen Schutz dagegen.
Die Impfung gegen HPV wird für Mädchen und Jungen in Deutschland ab dem Alter von 9 Jahren empfohlen. Dabei sind in der Altersgruppe 9-14 Jahre nur zwei Impfungen mit dem Impfstoff Gardasil 9 im Abstand von mindestens 5 Monaten empfohlen. Auch nach dem 15. Geburtstag ist die Impfung immer noch sinnvoll und wird von der Stiko empfohlen. Sie besteht dann aber aus insgesamt 3 Impfterminen im Abstand 0/1-2/ 6 Monate. Nutzen Sie den HPV-Impfawareness Day am 4. März 2026 und überprüfen Sie den Impfstatus Ihrer Kinder / Jugendlichen.
Sollten Ihre Kinder nicht oder nicht ausreichend geeimpft sein, bitte vereinbaren Sie Impftermine mit unserer Praxis.
Weitere Informationen finden Sie auch auf dem nachfolgend verlinkten Faktenblatt des Robert Koch Instituts.
> Bitte sprechen Sie uns an!
Ihr Praxisteam der Kinder- und Jugendärzte am Ickerner Markt.
Aktuelle Informationen zur RSV-Prophylaxe
Sehr geehrte Eltern,
wir möchten Sie über eine wichtige Entwicklung im Bereich der Kinderimpfungen informieren:
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit dem letzten Jahr (2024) allen Kindern die Impfung gegen das Respiratorische Synzytial Virus (RSV) mit dem Impfstoff Beyfortus (Nirsevimab) vor bzw. in ihrer ersten RSV-Saison.
Was ist das RS-Virus, was ist eine RSV-Saison?
Das RS-Virus ist ein sehr häufiges Virus, das vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern schwere Atemwegserkrankungen verursachen kann. Das RS-Virus tritt in Deutschland jedes Jahr in den Wintermonaten (etwa Oktober bis März = RSV-Saison) auf. Außerhalb der Saison tritt es fast nicht auf.
Warum ist eine Impfung so wichtig?
Innerhalb des ersten Lebensjahres haben 50-70% und bis zum Ende des 2. Lebensjahres nahezu alle Kinder mindestens eine RSV-Infektion durchgemacht. Bei den meisten Kindern verursacht das Virus nur leichte erkältungsähnliche Symptome. Die Erkrankung kann aber auch mit hohem Fieber, Husten, starken Atembeschwerden und im schlimmsten Fall einer Lungenentzündung mit teilweiser Ateminsuffizienz (Sauerstoffmangel) einhergehen.
Besonders die kleinen Babys können davon betroffen sein. Ungefähr 2 von 100 Kindern unter einem Jahr müssen aufgrund einer RSV-Infektion im Krankenhaus behandelt werden. Todesfälle durch RSV sind selten, können aber auftreten.
Wann soll mein Kind geimpft werden?
Da die Erkrankung nur in den Wintermonaten auftritt, sollen alle Kinder, die zwischen April und September 2025 geboren sind im Herbst (zu Beginn der RSV-Saison) geimpft werden.
Alle Kinder, die von Oktober 2025 bis März 2026 geboren werden (in der RSV-Saison) sollten in den ersten Tagen nach der Geburt (optimalerweise schon in der Geburtsklinik) geimpft werden.
Kinder, deren Mütter zwischen der 32. bis 36. Schwangerschaftswoche, bzw. mindestens 14 Tage vor der Geburt gegen RSV geimpft wurden, benötigen keine weitere RSV-Impfung.
Im August 2024 wurde Beyfortus für die RSV-Prophylaxe in der 2. RSV-Saison für Kinder bis zum Alter < 24 Monaten mit einem hohen Risiko für schwere RSV-Infektionen (Bronchopulmonale Dysplasie, schwere kongenitale Herzfehler) zugelassen.
Wie wirkt Beyfortus?
Beyfortus ist ein Antikörper, der das RS-Virus daran hindert, sich in den Zellen der Atemwege zu vermehren und eine Erkrankung auszulösen. Der Impfstoff wird einmalig vor Beginn der RSV-Saison verabreicht und bietet in der Regel einen Schutz von mindestens fünf Monaten, also für die Dauer einer RSV-Saison. Durch die Impfung können Sie das Risiko für Ihren Säugling, schwer an RSV zu erkranken und ins Krankenhaus eingewiesen zu werden, reduzieren.
Wie sicher ist Beyfortus?
Wie bei jeder Impfung können auch bei Beyfortus Nebenwirkungen auftreten. Diese sind jedoch in der Regel mild und vorübergehend. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen Rötung und Schwellung an der Einstichstelle sowie leichtes Fieber. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind äußerst selten.
Kostenübernahme:
Der Impfstoff und die Impfleistung können seit dem 14.09.2024 zu Lasten der GKV abgerechnet werden.
Praktisches:
Die Verimpfung des Impfstoffes Beyfortus kann nur erfolgen, wenn eine lückenlose Kühlkette eingehalten wurde. Da die Kosten für den Impfstoff erheblich sind (eine Impfdosis 459.- Euro) können weder wir als Praxis, noch die mit uns zusammen arbeitenden Apotheken eine Bevorratung vornehmen. Sie sollten sich daher mit Ihrer Apotheke und uns absprechen und Lieferung sowie Impftermin nach dem "just-in-time"-Prinzip durchführen. Für die Einhaltung der Kühlkette nach der Übergabe durch den Apotheker sind Sie selbst verantwortlich.
Siehe hierzu auch das Faktenblatt des RKI!
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