Kinder- & Jugendärzte im Netz

Ihre Haus- & Fachärzte von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

Herausgeber:

Dr. med. Alexandra Diekmann
Privatpraxis für Kinderheilkunde und Jugendmedizin

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Aktuelle Meldungen

Grippe-Impfung 2020/21

Die Impfstoffe für die Grippe-Impfung 2020/21 für Kinder und Erwachsene sind in meiner Praxis eingetroffen! Planen Sie diese Impfung rechtzeitig ein.

 

Corona-Virus Hinweise

Beherzigen Sie bitte die Hygieneregeln:

 

Wer eine Infektion bei sich befürchtet, sollte zuerst selbst seinen Gefährdungsgrad ermitteln!

Hierzu stehen eine Reihe von Seiten im Internet zur Verfügung (Kontakt nach Heinsberg etc.?):

https://www.kbv.de/html/themen_44232.php

https://www.kvno.de/downloads/newsletter/corona.pdf

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV_node.html

Da wir zurzeit eine wesentlich höhere Infektionsrate mit unserer normalen üblichen Wintergrippe „Influenza“ erleben, sind die meisten Beschwerden genau auf diese „normale“ Grippe oder eine banale Erkältung zurückzuführen. Erst wenn zu den Beschwerden auch ein möglicher Kontakt zu Infizierten kommt, ist ein Infektionsverdacht begründet. In diesem Fall bleiben Sie auf jeden Fall zunächst zu Hause und suchen telefonisch medizinischen Rat!

Bitte vermeiden Sie um jeden Preis Spontanbesuche in Arztpraxen oder Krankenhäusern.

Sie erhöhen hiermit Ihre eigene Infektionswahrscheinlichkeit erheblich und gefährden wohlmöglich noch andere.

Bitte rufen Sie mich an und lassen sich telefonisch beraten. Erreichen Sie mich nicht, rufen Sie bitte die Arztrufzentrale unter der Tel.-Nr. 116117 an und lassen sich telefonisch beraten.

Bereits telefonisch lässt sich mit großer Wahrscheinlichkeit abklären, ob es sich um eine banale Erkältung handelt oder sich der Verdacht auf eine Coronainfektion erhärtet.

Die banale Erkältung können Sie in der Regel mit Hausmitteln entsprechend unseren Empfehlungen zur Erkältungsprophylaxe selbst zu Hause behandeln.

Erst wenn sich der Verdacht auf eine Coronainfektion erhärtet, ist ein Abstrich indiziert. Dieser sollte in Ihrem häuslichen Umfeld vom zuständigen Hausarzt, Ihnen selber oder einem von der Arztrufzentrale zu organisierenden Hausbesuch bei Ihnen zu Hause durchgeführt werden.

Des Weiteren gibt es in Köln auch die Möglichkeit, diesen Abstrich nach Anmeldung durch Ihren behandelnden Arzt in einem speziellen Zentrum durchführen zu lassen.

Infizierte Patienten bleiben zu 80 % beschwerdefrei. Von den restlichen Patienten leiden die meisten unter den üblichen Grippebeschwerden wie Schnupfen, Husten, Kopfschmerz, manchmal mit Fieber. Ca. 5 % der infizierten Patienten benötigen stationäre Behandlung und bei weniger als einem Prozent kommt es zu lebensbedrohlichen Situationen.

Wer einmal infiziert war, braucht keine weitere Infektion mit demselben Virus zu befürchten.

Schützen Sie sich, Ihre Angehörigen und alle Mitmenschen durch besonnenes Verhalten! Es fällt uns allen schwer, unsere Sozialkontakte auf ein Minimum zu reduzieren, aber jeder Einzelne trägt Mitverantwortung. 

Dies hilft uns allen, die Infektionen in Anzahl und Verlauf abzumildern!

Vorbeugende Maßnahmen gegen Grippe/grippale Infekte

Unser Anti-Grippe-Programm
Vorbeugung
Ernährung. Wenn die Abwehr fit sein soll, braucht sie Vitamine,
Mineralstoffe und Spurenelemente. Die liefern frisches Obst und
Gemüse sowie Vollkorn- und Milchprodukte.
Abhärtung. Wechselnde Temperaturen trainieren Herz und Kreislauf und
regen den Stoffwechsel an. Deshalb den Morgen mit
Wechselduschbädern beginnen: warm anfangen, mehrfach wechseln, kalt aufhören. Die Brause
immer von unten nach oben zum Herzen führen.
Abends Wechselfußbäder. Einen Eimer mit 36-38° warmen Wasser, einen Zweiten mit 14-18°
kaltem Wasser füllen. Es sollte bis an die Kniekehlen reichen. Beide Beine 5-10 Minuten ins
warme Wasser halten, dann für 10-30 Sekunden, bis ein Kälteschmerz entsteht, ins kalte Wasser
eintauchen. Das Ganze 2-3mal wiederholen. Anschließend Strümpfe anziehen und ins Bett legen.
Erwachsene: Sauna einmal pro Woche!
Nach etwa 4 Wochen können Sie mit einer Stärkung des Immunsystems rechnen.
Wohnklima. Damit die Schleimhäute nicht austrocknen: Wohnräume auf 20-22°C, Schlafräume nur
auf 14–17°C erwärmen. Luftfeuchtigkeit 40-60%. Mehrmals täglich gründlich lüften.
Entspannung. Stress und Sorgen schwächen Ihre Abwehrkräfte. Versuchen Sie deshalb möglichst
1x täglich abzuschalten - mit Hilfe von Bädern mit ätherischen Ölen (z.B. Lavendel), ruhiger
Musik, einem interessanten Buch oder einer Tasse Kräutertee. Sorgen Sie für erholsamen und
ausreichenden Schlaf, denn nachts regeneriert sich Ihr Immunsystem. Nutzen Sie
Entspannungsübungen wie z.B. autogenes Training oder Muskelrelaxationstraining nach
Jakobson! 
Frische Luft und Sonne. Ob Spaziergänge, Joggen oder Radeln – Bewegung an der frischen Luft
verbessert die Sauerstoffversorgung der Immunzellen und erschwert so Krankheitserregern den
Angriff. Sonnenstrahlen (UV-B der Wellenlänge 280-320 nm) kräftigen die Knochen, indem sie die
Produktion von Vitamin D ankurbeln. Gleichzeitig stärken sie damit das Immunsystem. Achtung:
10min Sonne pro Tag reichen völlig aus! 
Ein Urlaub an der Ost- oder Nordsee bietet mit der Kombination Wasser, Wind, Licht und
salzhaltiger Luft ideale Bedingungen für ein Training der Abwehrkräfte.
Heilkräfte aus der Natur machen wetterfest, besonders die Wirkstoffe des Ginseng (China, Taiga)
oder aus dem Roten Sonnenhut (Echinacea). Allerdings sollten Patienten mit chronisch
fortschreitenden Erkrankungen (z.B. multiple Sklerose, Tuberkulose, Leukosen, Kollagenosen)
Immunstimulanzien meiden, ebenso wie Allergiker, die auf Korbblütler-Pflanzen reagieren.
"Erste Hilfe" im Ernstfall: gezielt das Symptom bekämpfen, das Sie am stärksten belastet.
Generell gilt: Stellen Sie bei Schnupfen und Erkältung sofort das Rauchen ein und meiden Sie
verrauchte Räume! Trinken Sie in dieser Phase möglichst keinen Alkohol!
Abends heiße Fußbäder durchführen (in eine große Schüssel 4 cm hoch körperwarmes Wasser
füllen, die Füße hineinstellen, heißes Wasser zufügen, bis eine angenehm heiße Temperatur
erreicht ist und die Füße 10 min baden. Anschließend Füße abtrocknen, warme Socken anziehen
und zu Bett gehen).
Kopf- und Gliederschmerzen: z.B. Ibuprofen oder Paracetamol (für Kinder geeignet) oder bei Erwachsenen acetylsalicylsäurehaltige Mittel (ASS+C), mit viel Flüssigkeit
einnehmen, am besten als Brausetabletten. Nicht bei Magengeschwüren, Blutungen und bei
Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr anwenden.
Die Nase ist zu: Linderung bringen schleimhautabschwellende Nasentropfen oder -sprays, die das
Atmen erleichtern. Nicht länger als 7 Tage anwenden, da es sonst zu Gewöhnung und zu einem
"Medikamentenschnupfen" kommen kann. Alternativ helfen auch physiologische Kochsalz-
(0,9%ig) oder Meersalzlösung. Sie sind zwar nicht so stark wirksam, führen aber auch nicht zur
Gewöhnung. Präparate auf der Basis von ätherischen Ölen (Arnika, Beifuß, Rosmarin, Zitrone)
wirken unterstützend, da sie die Bronchien erweitern und so das Atmen erleichtern. Menthol oder
Kampfer nicht bei Säuglingen und Kleinkindern anwenden wegen der Gefahr von schweren
Kreislaufstörungen!
Quälender Hustenreiz: Tagsüber muß der Schleim raus! Trinken Sie 2-3 Liter pro Tag (z.B. Tees),
weil damit der größte schleimverflüssigende Effekt erzielt wird. Hilfreich sind zusätzlich
Hustenlöser auf pflanzlicher Basis (z.B. Schlüsselblume, Süßholzwurzel, Efeublätter,
Senegawurzel) oder Mittel mit chemisch synthetisierten Wirkstoffen wie z.B. Ambroxol oder ACC.
Nachts sollten Sie schlafen können! Gegen trockenen, oftmals schmerzhaften Reizhusten helfen Capval oder Quimbo (rezeptpflichtig) oder für Erwachsene auch 
codeinhaltige Präparate und andere rezeptfreie Präparate
mit chemischen oder pflanzlichen Wirkstoffen (z.B. Phytohustil Saft, Eibisch, wilde Malve, Spitzwegerich-Kraut,
Isländisch Moos oder die Blüten der Königskerze). Für Kinder möglichst nur Hustenmittel ohne
Alkohol verwenden. Die Nützlichkeit homöopathischer Hustenmittel (z.B. Monapax) kann am
ehesten individuell festgestellt werden.
Halsschmerzen: nur bei eitrigen Mund- und Racheninfektionen sind Antibiotika erforderlich. Hilfreich
ist das Gurgeln mit Gurgeln mit Salbei- oder Tormentillwurzeltee, Salzlösungen (1%ig) oder mit
3%iger Wasserstoffperoxid-Lösung. Trinken Sie 2-3 Liter pro Tag, lutschen Sie Salbeibonbons
(Supermarkt). Die meisten anderen Lutschpastillen und Gurgellösungen helfen nicht mehr, sind
aber teurer! 
Nebenhöhlenentzündungen: Bestrahlungen mit einer 150Watt-Rotlichtlampe, 3x15 Minuten pro
Tag. Den Lampenabstand zum Gesicht so wählen, dass die Temperatur noch als angenehm heiß
empfunden wird. Sollten sich die Schmerzen darunter verstärken, müssen Sie die Bestrahlung
abbrechen!

Überlieferte Hausmittel (ohne Nebenwirkungen):
Antibakteriell: 2 Tassen Linden- oder Holunderblütentee, mit Honig gesüßt und vor dem
Schlafengehen heiß trinken. Sie sollen antibakteriell wirken und bringen den Körper zum
Schwitzen.
Fiebersenkende kalte Wickel (bei heißen Füßen, Waden, Kopf und Bauch). In lauwarmes Wasser getränkte und
gut ausgewrungene Handtücher werden straff um die Waden etc. gewickelt. Darunter ein Handtuch
oder eine wasserdichte Unterlage legen. Wechsel alle 20 Minuten.
Auch Gerstenwasser, schluckweise über den Tag lang getrunken, soll die Temperatur senken.
Halsschmerzen: heiße Halswickel, Gurgeln mit wasserverdünntem Apfelessig, frischem
Heidelbeersaft oder Möhrensirup.
Heiserkeit: Eischnee mit untergemischtem Zucker und Zitronensaft löffelweise essen. Eine halbe
Zwiebel mit Zucker bestreuen und den Saft, der dabei entsteht, einnehmen. Mit heißem Wasser
überbrühte Datteln lutschen.
Nase zu: Sekretlösung durch scharfe Gewürze (Chili, Meerrettich, Senf, Pfeffer), Majoransalbe.
Husten: 1 Teelöffel Senfpulver mit Wasser zu einem Brei verrühren, ins Badewasser geben. Tücher
in Senfwasser tauchen und als heiße Kompressen um die Brust wickeln. 
Weitere Maßnahmen: Nicht zu kalt essen oder trinken - stattdessen heiße Milch oder heißen Tee
mit Honig trinken. Nachts mit Schal, bei kalten Füßen auch mit Socken schlafen.

Anmerkungen zur Grippe-Impfung, die folgenden „Risikogruppen“ empfohlen wird:

- Kinder mit chronischen Erkrankungen wie z.B. Asthma oder auch rez. obstruktive bronchitische Infekte, Diabetes, Herzfehlern
- ältere Menschen ab dem 60. Lebensjahr
- Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen
- Herz-Kreislauf-Kranke und Diabetiker
- Personen mit viel Publikumsverkehr im Beruf (z.B. Praxispersonal, Busfahrer etc.)