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Herausgeber:

Dr. med. Christian Brückmann, Arzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin

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Dr. med. Christian Brückmann
Arzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Rosenheimerstraße 23
83098 - Brannenburg

Tel.: 08034 / 3577
Telefax: 08034 / 9530

E-Mail: chr.brueckmann@t-online.de

 

 



INFORMATIONEN ZU COVID-19 PANDEMIE

 

Update 20.8.2021

Nach sorgfältiger Prüfung der Datenlage hat sich die STIKO Anfang der Woche entschieden, die mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, sowie Moderna auch für Jugendliche ab 12 Jahren generell zu empfehlen. Als ehrenamtlich tätiges und im Gegensatz zur Europäischen Arzneimittel-Agenur (EMA) unabhängiges Gremium hat sich die STIKO mit dieser Entscheidung  nach meiner festen Überzeugung nicht dem über Wochen anhaltenden politischen Druck gebeugt. Vielmehr handelt es sich um eine streng datenbasierte Entscheidung auf wissenschaftlicher Grundlage. Ich hätte mir gewünscht, dass dieser Schritt bei breiter Zustimmung zur Impfung in der Allgemeinbevölkerung und daraus resultierender Herdenimmunität nicht notwendig geworden wäre, schließe mich jedoch der STIKO-Empfehlung an und werde nach Rückkehr aus unserem Urlaub Anfang übernächster Woche Termine zur Impfung vergeben.

 

Update 14.6.2021

In der jetzt vorliegenden Empfehlung hat sich die STIKO nicht für eine allgemeine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche von 12 - 17 Jahren entschieden, die Impfung sollte Kindern und Jugendlichen mit besonderen Risiken vorbehalten werden. Hierzu zählen: Adipositas (>97.Perzentile des BMI), angeborene oder erworbene Immundefizienz oder relevante Immunssuppression, angeborene zyanotische Herzfehler (Ruhe-Sättigung<80%), schwere Herzinsuffizienz, schwere pulmonale Hypertonie, chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion, chronische Niereninsuffizienz, chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen, maligne Tumorerkrankungen, Trisomie 21, syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung sowie ein nicht gut eingestellter Diabetes mellitus.

Wir befinden uns also in einer Situaton, in der die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) den Biontec/Pfizer-Impfstoff  für Kinder ab 12 Jahren zugelassen hat, die Bundesregierung diese generelle Zulassung "forciert", die STIKO jedoch bis zum Vorliegen ausreichender Daten zur Zurückhaltung mahnt. 

Ich habe vor, meine Empfehlung an die der STIKO anzulehnen, sehe aber im Einzelfall Diskussionsbedarf, dem ich mich gerne stelle.

 

Update 30.5.2021

Nachdem ich auch heute wieder zwei Anfragen betreffend die demnächst auch für Jugendliche ab 12 Jahren prinzipiell mögliche Impfung gegen SARS-Cov-2 erhalten habe, nehme ich dies zum Anlass, meine Gedanken hierzu darzulegen:

Bisher konnte ich die meisten politischen Entscheidungen hinsichtlich der SARS-Cov-2 Epidemie bei allen Unzulänglichkeiten im Detail im Wesentlichen nachvollziehen und mittragen. Die Überschrift im Oberbayerischen Volksblatt (OVB) vom 28. Mai , "Kinderimpfungen ab 7.Juni", jedoch hat mich verärgert. Noch vor einer -inzwischen erfolgten- Freigabe durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) oder die Ständige Impfkommission (STIKO) beim RKI hatte hier die Bundesregierung die Impfung auch für  Jugendliche ab 12 Jahren ab dem 7. Juni in Aussicht gestellt, noch dazu ohne entsprechende Impfkontingente zur Verfügung stellen zu können.

Seit 30 Jahren verfolge ich die Entscheidungen der STIKO (einige Mitglieder kenne ich seit meiner Tätigkeit an der Universitäts-Kinderklinik München persönlich) mit großem Interesse. Ich habe diese Institution kennengelernt als ein Gremium, das mit großer Sorgfalt Entscheidungen hinsichtlich neu einzuführender Impfungen trifft. Im Falle der anstehenden Impfung gegen SARS-Cov-2 haben sich mehrere Mitglieder der STIKO während der letzten Tage aufgrund einer noch unzureichenden Datenlage sehr skeptisch hinsichtlich einer generellen Freigabe des Impfstoffes für Jugendliche geäußert.

Dabei geht es im Wesentlichen um Folgendes: Sollen Kinder, die im Falle einer Covid-19 Erkrankung in aller Regel sehr milde Verläufe zeigen, einem  wie auch immer einzuschätzenden Impfrisiko ausgesetzt werden? Dazu müssen verschiedene Parameter geklärt werden:

Zur Erkrankung: Mit welcher Häufigkeit treten bei Jugendlichen eher doch schwere Verläufe auf (insbesondere das "Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrom" (PIMS) -bis zum 25.4.2021 sind der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrischen Infektiologie (DPGI)  281 PIMS-Fälle bekannt geworden bei sicher hoher Dunkelziffer)?

Zur Impfung: Zur Zulassung des Impfstoffes wurden meines Wissens Daten von knapp über Tausend untersuchten Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren herangezogen und hier hohe Wirksamkeit bei guter Verträglichkeit dokumentiert. Bei daraufhin bereiter Anwendung insbesondere in den USA wurden dann aber doch Nebenwirkungen gesehen (z.B. Erkrankungen des Herzmuskels (Myokarditiden)), wobei die Kausalität zwischen Impfung und Erkrankung noch nicht geklärt ist. Ein Analogieschluss ist vielleicht möglich: Auch bei der vor Jahren notfallmäßig eingeführten Schweinegrippe-Impfung konnten erst im Verlauf ernste Nebenwirkungen (Narkolepsie) als ursächlich durch die Impfung bedingt erkannt werden. 

Durch das Vorpreschen der Politik wird die STIKO in für mich unzulässiger Weise unter Druck gesetzt. Nach meiner derzeitigen Einschätzung besteht die Möglichkeit, dass die STIKO den Impfstoff in den nächsten Wochen für Kinder mit chronischen Grunderkrankungen empfehlen wird, eine generelle Impfempfehlung halte ich eher für unwahrscheinlich. In meinem Vorgehen werde ich mich an den Empfehlungen der STIKO orientieren. 

Einen Grund für den Druck seitens der politischen Institutionen sehe ich darin, dass hier große Sorge besteht, die Schulen bei im Herbst unter ungeimpften Kindern und Jugendlichen wieder hochschnellenden Inzidenzen erneut schließen zu müssen. Dies kann ich nachvollziehen, und dies muss unter allen Umständen vermieden werden. Inwieweit allerdings Kinder und Jugendliche zum Erreichen der so dringend ersehnten Herdenimmunität herangezogen weden müssen, bleibt offen. Gerade in diesem Zusammenhang möchte ich dringend an uns Ältere appelieren, sich auch aus Solidarität mit unseren Kindern impfen zu lassen. Bisher haben die Kinder -ungefragt, trotz geringer Eigengefährdung durch die Krankheit und unter großen Opfern-zum Schutz der Risikogruppen  beigetragen. Jetzt ist es an uns, den Kindern etwas zurückzugeben, um auch ihnen eine Rückkehr zur Normalität zu ermöglichen. 

 

Update 6.12.2020

Inzwischen haben wir etwa 10 Kinder positiv auf SARS-Cov-2 getestet. Keines der Kinder ist schwerer erkrankt, alle Kinder hatte sich im Haushalt bei ihren ebenfalls erkrankten Angehörigen angesteckt.

 

Update 18.8.2020

Während der letzten Wochen bestimmten zunächst ernüchternde Erkenntnisse die wissenschaftliche Diskussion: Ein Teil sicher Infizierter entwickelte keinerlei Antikörper, Patienten mit durchgemachter Infektion verloren während weniger Monate zunächst nachweisbare Antikörper. Sind diese Patienten der Gefahr ausgesetzt, sich innerhalb kurzer Zeit neu zu infizieren? Was bedeutet das für die Impfstoffentwicklung? Wenn nicht einmal das Wildvirus für bleibende Immunität sorgen kann, wie soll das dann ein Impfstoff schaffen?

Interessante Arbeiten der letzten Wochen zeichnen ein deutlich positiveres Bild: Dazu ein kurzer Ausflug in die Grundlagen der körpereigenen Immunabwehr: Der Körper unterscheidet zwischen humoralen -durch den Nachweis von Antikörpern darstellbaren- Abwehrmechanismen, sowie zellulären Abwehrmechanismen, die labortechnisch allerdings deutlich schwerer, und nicht routinemäßig nachweisbar sind. Diese zellulären Abwehrmechanismen scheinen bei der Bekämpfung einer Covid-19 Erkrankung allerdings eine bedeutende Rolle zu spielen. So konnten bei einigen Patienten, bei denen weder ein Virusdirektnachweis mittels PCR-Testung, noch eine humorale, antikörpervermittelte Immunreaktion nachzuweisen war, eine eindeutige, T-Zell-vermittelte, zelluläre Immunantwort auf eine eben doch vorliegende SARS-Cov-2 Infektion gezeigt werden. Noch dazu scheint diese T-Zell-vermittelte Immunreaktion deutlich länger anzuhalten, als eine antikörpervermittelte, humorale Immunität. Mehrere Autoren spekulieren, ob eine T-Zell-vermittelte Immunreaktion auf herkömmliche, unproblematische Corona-Erkältungsviren auch für eine schon seit längerem postulierte Hintergrundimmunität auch gegenüber SARS-Cov-2 verantwortlich sein könnte, und das Phänomen erklären könnte, warum -unabhängig von Alter und Risikofaktoren- mache Patienten schwer, manch andere eben aber auch nur leicht mit Covid-19 erkranken.    

 

Update 13.7.2020

Die Situation hat sich verändert: Im März/ April waren die Praxen wie leergefegt: Kinder hatten im Lockdown einfach keine Gelegenheit mehr, sich mit SARS-Cov-2, aber auch mit den üblichen Erkältungsbakterien oder-viren anzustecken; auch die Angst, in den Praxen eine Covid-19 Erkrankung aufzuschnappen mag hier eine Rolle gespielt haben.

Die Situation ist ins Gegenteil umgeschlagen: Wer heute versucht hat, in meiner Praxis einen Akuttermin zu ergattern, hat sich wundgewählt wie in heftigsten Wintermonaten. Wird im Kindergarten oder auch in der Schule ein Nasentröpfchen oder eine Hüsteln auch nur erahnt, so wird das Kind heimgeschickt mit der Bitte um ein ärztliches Unbedenklichkeitsattest, im schlimmsten Fall wird ein negatives Corona-Abstrichergebnis eingefordert.  Und das nicht ganz ohne Rückendeckung durch das Rosenheimer Gesundheitsamt, das sich eine "Schlappe" wie zu Corona-Hochzeiten ersparen möchte. Nun bin ich nicht bereit, jedem Wunsch nach einem Abstrich nachzukommen: Es handelt sich hierbei- wenn lege artis durchgeführt- um eine extrem unangenehme, nicht  komplikationslose Prozedur. Ich habe beim kombinierten Rachen/-Nasenabstrich mehrfach heftigen Würgereiz und teils heftiges Nasenbluten erlebt, einem befreundeten Kollegen ist der Nasenabstrich abgebrochen, der im Kind verbliebene Rest konnte endoskopisch nicht gefunden werden, kam aber nach sorgenvollen fünf Tagen auf natürlichem Wege wieder zum Vorschein.

Da ich der ärzlichen Fraktion angehöre, die das Corona-Virus ernst nimmt, obwohl ich seit Wochen keinen postiven Erregernachweis geführt habe, kann ich aber auch nicht jede banale Infektioin als unbedenklich abtun: wie bereits früher erwähnt erkranken  von Covid-19 betroffene Kinder ja meist nur leicht mit gering ausgeprägter Symptomatik. Ich habe mich deshalb entschlossen, mich auf "Cluster"-Suche zu begeben. Um etwas Einblick in die Infektionssituation der umliegenden Ortschaften mit ihren Kindergärten und Schulen zu gewinnen müssen einige der vorgestellten Kinder -je nach Ortszugehörigkeit- die Abstrichprozedur über sich ergehen lassen, bis ich zu der Erkenntnis gekommen bin, dass es sich vorort  -wie vermutet- eben doch nur um ein banales Sommervirusgeschehen handelt. Wahrscheinlich werde ich auf lange Sicht bei diesem Vorgehen auch einmal eine Covid-19 Erkrankung verpassen. Das Risiko gehe ich aufgrund der oben geschilderten Testproblematik bewusst ein.

Den Kindergärten und Schulen wünsche ich etwas mehr Gelassenheit und Souveränität im Umgang mit der derzeit unproblematischen Situation. Sollte das derzeitige Vorgehen beibehalten werden, müssten die Kindergärten und Schulen ab dem kommenden September bis Mai nächsten Jahres geschlossen bleiben, weil kaum ein Kind diese Monate ohne Schnupfennase  oder auch länger anhaltenden Husten übersteht. Das gehört dazu und ist zum Erwerb eines intakten Immunsystems notwendig und letztlich auch wünschenswert. 

 

Update 20.6.2020:

Zahlreiche während der letzten Tage veröffentlichte Studien u.A. aus Baden-Württemberg und Hamburg scheinen zu bestätigen, dass sich Kinder durch SARS-CoV-2 seltener infizieren und auch weniger schwer erkranken als Erwachsene. Nun hat Prof. Drosten im NDR-Blog vom 16. Juni zurecht darauf hingewiesen, dass sämtliche dieser Studien unter Lock-Down Bedingungen, d.h. bei geschlossenen Schulen und Kindergärten, durchgeführt wurden, und die Kinder somit wesentlich weniger Gefahr liefen, sich anzustecken, als ihre weiter am öffentlichen Leben teilnehmenden Eltern.

Im weltweit einzigen Land, in dem während der Covid-19 Pandemie zumindest die Grundschulen offen gehalten wurden - Schweden- zeichnen sorgfältigt durchgeführte epidemiologische Studien nun ein ganz anderes Bild: hier weisen mit 7,5 % Kinder und Jugendliche sogar eine höhere (durch Antikörperuntersuchungen ermittelte) Durchseuchung auf als Erwachsene vor dem 60. LJ (6,5%). Daraus ergeben sich zwei Schlüsse: 1. Selbst das "liberale" Schweden ist weit von jeglicher Herdenimmunität entfernt. 2. Auch Kinder nehmen am infektiologischen Geschehen teil.

Nun wird niemand bezweifeln, dass die Kindergärten und Schulen geöffnet werden müssen! Keinem Land der Welt ist mit zwar coronafreien, aber ansonsten sozial inkompetenten Analphabeten gedient. Kinder haben ein Recht auf Bildung und lebensnotwendige Sozialkontakte! Außerdem müssen Kinder zum Aufbau eines kompetenten Immunsystems auch wieder mit den üblichen Alltagskeimen konfrontiert werden. Aber wir müssen angesichts der schwedischen Daten und der derzeit beobachteten Super-Spreading-Ereignisse  (Tönnies, Göttingen, etc.) hellhörig bleiben. Bei den derzeit abrufbaren Testkapazitäten sollte dies im Gegensatz zum März/ April 2020 auch möglich sein.   

 

Update 31.5.2020:

Erste Erfahrungen hinsichtlich der Testung auf SARS-CoV-2-Antikörper hatte ich im letzten Update vom 14.5. mitgeteilt. Inzwischen verfüge ich über etwas mehr Erfahrung, heute möchte ich Euch/Ihnen neue Ergebnisse der Antikörpertestung bei Kindern mitteilen, die während der Hochphase der Pandemie in Zusammenhang mit der mittels PCR nachgewiesenen Erkrankung zumindest eines Elternteils unter Quarantäne gestellt wurden, und bei denen man damals natürlich von einer Mitinfektion ausging. Untersucht wurden insgesamt 8 Geschwisterpaare, 6 mal fanden sich Antikörper lediglich bei einem der Geschwister, einmal wiesen beide Geschwisterkinder Antikörper auf, einmal keines der Geschwisterkinder. Antikörper konnten somit lediglich bei 50% der hochexponierten Kinder gefunden werden. Die positiv getesteten Kinder weisen wahrscheinlich für einen noch zu bestimmenden Zeitraum Immunität gegen das Virus auf, während den negativ getesteten Kindern sicher niemand Immuntiät bestätigen kann. Hatten sie sich überhaupt angesteckt? Waren sie trotz Ansteckung nicht in der Lage, Antikörper zu entwickeln? Dies stimmt pessimistisch hinsichtlich der Impfstoffentwicklung: Wenn nicht einmal das Wildvirus in der Lage ist, Immunität zu erzeugen!

Ich verweise auf zwei Studien, die derzeit das Vorhandensein von SARS-CoV-2-Antikörpern untersuchen (für Sie kostenlos!):

Elegant die Möglichkeit, mittels einer kapillären Blutabnahme in Zusammenhang mit der bei uns seit einigerZeit durchgeführten Fr1da-Studie zur Früherkennung eines kindlichen Diabetes mellitus derzeit mit auf SARS-CoV-2 Antikörper untersuchen zu können. Diese Möglichkeit besteht für Kinder zwischen 2 und 5, sowie 9 und 10 Jahren.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche in einer von der Universitäts-Kinderklinik Regensburg initiierten (und hier im Landkreis durch Otto Laub koordinierten) Studie auf Antikörper untersuchen zu lassen. Wegen der hierfür erforderlichen intravenösen Blutabnahme habe ich mich für meine Praxis gegen die Teilnahme an dieser Studie entschieden, da ich meine Patienten*innen bei derzeit erforderlicher Vermummung und sehr unangenehmen Nasen-/ Rachenabstrichen nicht noch zusätzlich verschrecken möchte. Andere Praxen werden teilnehmen, ggfs. können Sie bei Herrn Laub (Tel. 08031/3545735) nachfragen. Auf die Probleme der Interpretation der zu erwartenden Ergebnisse habe ich mehrmals hingewiesen. 

Sollten Sie eine Antikörperbestimmung außerhalb der erwähnten Studien wünschen, so kann diese für einen niedrigen zweistelligen Betrag  nach Abnahme bei uns in unserem Labor durchgeführt werden.

 

Update 14.5.2020:

Neues zur Antiköpertestung auf SARS-CoV-2:

Es sah so einfach aus: Man macht die Infektion durch, entwickelt Antikörper, ist damit immun, irgendwann sind 70% der Bevölkerung immun (Herdenimmunität) und das Virus verschwindet.

Wie so oft ist die Situation jedoch wesentlich komplizierter, dies sei an einigen Testergebnissen der letzten Tage aus unserer Praxis erläutert:

Vorausgeschickt eine grundsätzliche Überlegung, angelehnt an einen Artikel im Wissenschaftsteil der Sueddeutschen Zeitung vom 22.4.: Selbst bei einer -vom Hersteller angegebenen- recht hohen Spezifität von 98,5% des derzeit am häufigsten verwendeten Antikörpertests hängt die Zuverlässigkeit des Testergebnisses sehr stark von dem Ausmaß der Durchseuchung der getesteten Bevölkerung ab. Erste Ergebnisse der vom Tropeninstitut der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) durchgeführten Untersuchungen gehen für München von einem Durchseuchungsgrad von knapp unter 5% der Bevölkerung aus (OVB vom 13.5.). Nun ist Bayern eine Hochrisikoregion, sodass die Durchseuchung -bezogen auf die gesamte BRD- vielleicht bei 3% liegen dürfte. Was bedeutet das für die Testergebnisse? Bei einer Testung von 100 000 Personen würden bei einer Sensitivität des Tests von 100% 3000 Infizierte richtig erkannt. Bei einer Testspezifität von 98,5% würden von den verbliebenen 97 000 Personen 1455 "falsch positiv" als infiziert erkannt, obwohl sie gar keine Infektion durchgemacht haben. Auf zwei richtig erkannte Patienten mit durchgemachter Infektion käme also ein Getesteter, bei dem fälschlich eine durchgemachte Infektion angenommen würde.

Nun ein Testbeispiel aus unserer Praxis: Letzte Woche haben wir ein Geschwisterpaar auf Antikörper untersucht, dessen kranke Eltern im PCR-Nasen-/Rachenabstrich vor einigen Wochen positiv auf das Virus getestet worden waren, und die daraufhin mit dem Rest der Familie unter Quarantäne gestellt wurden. Die Kinder der Familie wurden damals nicht auf das Virus getestet, da man nach damaligem Wissensstand von einer ohnehin zu erwartenden Mitinfektion ausging, und eine schwerere Erkrankung der Kinder nicht zu erwarten war. Die Eltern baten nun um einen Antikörpertest, um -hoffentlich- nachweisen zu können, dass die Kinder jetzt immun seien.

Ein Kind wurde positiv auf SARS-CoV-2 Antikörper getestet, das Geschwisterkind negativ (noch dazu das nach Angaben der Eltern damals schwerer erkrankte!)

Zum positiv getesteten Kind: Was bedeutet das Testergebnis? Nachdem dieses Kind kaum erkrankt war: Handelt es sich um ein falsch positives Testergebnis (s. Erläuterung oben)? Oder- wahrscheinlicher- hat das Kind die Erkrankung in milder Form durchgemacht und ist jetzt immun? Wobei die Frage unbeantwortet bleiben muss, wie lange diese angenommene Immunität anhalten wird.

Nun zum negativ getesteten Kind: Habe ich zu früh gestestet, noch bevor das Kind die Chance hatte, Antikörper zu entwickeln? Dagegen spricht der positive Antikörpernachweis beim Geschwisterkind. Oder heißt das (Sie erinnern sich an die Blogs der letzten Wochen!), dass sich das Kind nicht angesteckt hat, weil Kinder in der Covid-19 Pandemie "außen vor sind"? Warum steckt sich ein Kind während einer zweiwöchigen Quarantäne nicht bei seinen infizierten Eltern oder dem infizierten Bruder an, während sich in Washington 45/60 Chormitglieder während einer zweieinhalbstündigen Chorprobe trotz Wahrung der Abstandsregeln anstecken, und zwei davon versterben? Oder- wahrscheinlicher, da dieses Kind selber recht krank war- hat sich das Kind angesteckt, aber keine Antikörper entwickelt? Dies wird auch von Erwachsenen berichtet und wäre ein Rückschlag hinsichtlich der erhofften Herdenimmunität! Oder ist dieses Kind vielleicht auch ohne Antikörper geschützt, etwa über eine sogenannte zelluläre Immunität?

Mehr Fragen als Antworten! Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Testung auf Antikörper wirklich empfehlen soll, oder ob man die Beantwortung der angesprochenen, drängenden Fragen nicht den derzeit durchgeführten, wissenschaftlichen Studien überlassen sollte.

 

Update 5.5.2020:

 

Heute möchte ich hinweisen auf eine ganz frische Arbeit aus dem Deutschen Ärzeblatt (noch dazu aus meiner kinderärztlichen "Kinderstube", der Universitätskinderklinik in München!). Diese Arbeit spiegelt sehr gut die Ergebnisse der kontroversen Diskussion um die Rolle der Kinder in der Covid-19 Pandemie wieder und deckt sich mit meiner derzeitigen Position: https://www.aerzteblatt.de/archiv/213829/Coronakrise-Kinder-haben-das-Recht-auf-Bildung

Und dann noch eine grundsätzliche Überlegung zur Stimmung in den sozialen Medien: Die Meinungen zur Covid-19 Pandemie driften immer weiter auseinander. Wenn man einmal eine Meinung gefasst hat, wird man immer Quellen finden, die die eigene Meinung unterstützen, und es besteht die Tendenz, Meinungen der "Gegenseite" auszublenden. Wissenschaft ist kompliziert und die Hoffnung nach endlich hundertprozentigen Wahrheiten wird sich nie erfüllen. Leid tun mir hierbei die Politiker, die sich -zunächst ohne eigene Fachkompetenz- auf ihre Berater verlassen müssen, die Unruhe hierüber ist Herrn Laschet, wie Herrn Söder anzumerken. Insgesamt haben sie es bisher angesichts der nie dagewesenen Problematik ganz gut hingekriegt, die Welt beneidet uns darum.  

 

Update 30.4.2020:

Neues zur Rolle der Kinder:

Eine chinesische Studie aus Shanghai -publiziert im renommierten Journal "Science"- konnte zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit, sich bei einem Covid-19 Haushaltskontakt anzustecken bei Kindern deutlich reduziert ist. Sie beträgt nur etwa ein Drittel der Gefahr eines Erwachsenen, selbst SARS- CoV-2 zu erwerben. Hat sich ein Kind jedoch angesteckt, so ähnelt die im Nasen-/Rachenbereich nachweisbare Virusmenge der eines Erwachsenen, sodass eigentlich von gleicher Infektiosität auszugehen ist (neueste Untersuchungen der Charite Berlin). Dies steht im Gegensatz zu den Ergebnissen der am 22.4 dargestellten Falldarstellung aus Frankreich, bei der ein infiziertes Kind keine von 172 ermittelten Kontaktpersonen infizierte, vielleicht leider doch nur nur ein -wenn auch excellent recherchierter- Einzelfall... 

Auch heute möchte ich wieder auf den Bolg meines Kollegen Renz-Polster verweisen, heute mit wichtigen Gedanken zum Thema "Säuglinge und Masken" (link.: s. 29.4.)

 

 

Update 29.4.2020:

"Covid-19 ist nichts anderes als eine normale Grippe, und dann diese Maßnahmen": So die Meinung vieler, die der getroffenen Maßnahmen müde sind, aber auch ernstzunehmender Infektiologen und Epidemiologen (Bhakti, et. al). Auch als Kinderarzt, der, wenn er sich seinen Praxisalltag betrachtet und sieht, das die heurige Influenza bei Kindern zu wesentlich hartnäckigeren Verläufen geführt hat , als die wenigen, beobachteten Covid-19 Erkrankungen, konnte man sich im Wunsch, alles möge nicht so schlimm sein, manchmal mit diesen Gedanken anfreunden.

Ganz anders natürlich der Eindruck, wenn man Berichte von der Rosenheimer Intensivstation, aus dem Deutschen Herzzentrum in München, und die zahlreichen Hilferufe des betroffenen Pflegepersonals weltweit ernstnimmt, ernstnehmen muss! Hier gewinnt man den Eindruck, das Covid-19 eben doch ETWAS GANZ ANDERES, NIE DAGEWESENES darstellt. Lange hat es gedauert, bis statistisch Belastbares die Frage beantworten konnte. Jetzt sehen wir Daten, die die sogenannte "Übersterblichkeit" durch Covid-19 eindeutig belegen:

Das beginnt mit der Beobachtung meines Facebook-Freundes Theo Geflitter, der sich die Mühe gemacht hat, die Zahl der Todesanzeigen im Oberbayerischen Volksblatt (OVB) während der Monate März/April 2020 mit der des Vorjahres zu vergleichen, und eine 40prozentige Zunahme feststellen musste. 

Europaweit fand sich nach Angaben von EuroMomo (European Mortality Monitoring) während der letzten Wochen eine Übersterblichkeit von 140 000 Todesfällen, d.h., dass in den 24 ausgewerteten Ländern 140 000 mehr Menschen starben, als statistisch zu erwarten gewesen wäre. Besonders drastisch die Zahlen aus Großbritannien, wo ja lange der Wunsch, möglichst schnell eine Herdenimmunität zu erzielen im Vordergrund der politischen Bemühungen stand. Demütig geworden durch die eigene Erkrankung warnt jetzt selbst Boris Johnson vor einer zweiten Erkrankungswelle, wenn die derzeit gültigen Beschränkungen vorzeitig gelockert würden. Eine  Studie der French School of Public Health kommt zu dem Schluss, dass in Frankreich ein einmonatiger Lockdown bis zu 60 000 Todessfällen verhindert hat.

Durch die jetzt eingeleiteten Lockerungsmaßnahmen wird den immensen wirtschafts- und sozialpolitischen Bedürfnissen entsprochen. Erstmals geraten auch die Nöte betroffener Kinder in den Fokus öffentlichen und politischen Interesses, das ist gut so! Um so mehr müssen wir uns stets vor Augen führen, dass Sorglosigkeit im Umgang mit Covid-19 schnell zum Verlust derzeitiger Erfolge führen kann. Bemühen wir uns, bisherige Erfolge nicht zu verspielen!

Mein Freund und kinderärztlicher Kollege Michael Strobelt aus Bruckmühl hat mich auf einen Blog des engagiertenen Kinderarztes  Herbert Renz-Polster aus Ravensburg am Bodensee aufmerksam gemacht, in dem viel ausführlicher, als mir das während der vergangenen Wochen möglich war, auf die Sonderrolle der Kinder in der Covid-19 Pandemie eingegangen wird. Ich hoffe, der Link klappt: https://www.kinder-verstehen.de/mein-werk/blog/corona-zurueck-in-die-kita-oder-nicht/

 

Update 26.4.2020:

Ab dieser Woche gilt im öffentlichen Raum Maskenpflicht für Kinder über 6 Jahren. Mich haben Fragen zur Unbedenklichkeit von Atemschutzmasken auch bei Kindern unter 6 Jahren erreicht. Ich habe diese Frage weitergeleitet an Prof. Griese, Leiter der Abteilung für Pädiatrische Pneumologie an der Universitäts-Kinderklinik München. Prof. Griese sieht keine Gefahr bei der Anwendung bei lungengesunden, wachen Kleinkindern. Aufgrund der möglicherweise geringen Infektiosität von Kleinkindern und der geringen Gefahr, selbst schwerer zu erkranken halte ich deshalb das Tragen von Atemschutzmasken in dieser Altersgruppe für möglich, aber nicht unbedingt erforderlich. Hier kann -je nach den Bedürfnissen der Familie- individuell entschieden werden.

Neue Ergebnisse von (noch nicht gut validierten) Antikörper-Untersuchungen aus New York City stellen in Aussicht, dass  bereits bis zu 21% der dortigen Bevölkerung  immun gegen das Virus sein könnten - aber um welchen Preis!

 

Update 22.4.2020:

Im letzten Update hatte ich die Hoffnung geäußert, dass Kinder möglicherweise kaum am Covid-19- Infektionsgeschehen teilnehmen. Eine neue chinesische Arbeit an nahezu 1300 Haushaltskontakten belegt jedoch, dass die sog. "attack  rate", d.h. der Prozentsatz an Haushaltskontakten die sich bei einem "einschleppenden" Infizierten anstecken, über alle Altersgruppen gleich ist. Kinder stellen hier keine Ausnahme dar. Dazu passend die Beobachtung, dass auch wir letzte Woche erstmals Covid-19 bei einem leicht erkrankten Kleinkind nachgewiesen haben.

Bleibt die Frage, inwieweit infizierte Kinder ihrerseits Ansteckungen weitertragen können. Hierzu hat eine Untersuchung aus Frankreich, die zu Beginn der Woche international große Aufmerksamkeit erregte, interessante Daten geliefert. Ein neunjähriges, symptomatisches, im Skiurlaub allerdings nur leicht an Covid-19 erkranktes Kind hatte während seiner infektiösen Phase Kontakt zu 172 Personen, von denen 168 kontaktiert und verfolgt werden konnten. Lediglich eine dieser Kontaktpersonen erkrankte an Covid-19, und auch bei dieser war die Infektion eher auf einen anderen Erwachsenen-Kontakt zurückzuführen.

Fazit aus diesen Untersuchungen, Stand 22.4.2020: Kinder nehmen am Infektionsgeschehen teil, sind aber möglicherweise deutlich weniger ansteckend als Erkrankte anderer Altersgruppen. 

 

Update 17.4.2020:

Nachdem ich mich während der letzten zwei Wochen eher pessimistisch über den Verlauf der Covid-19 Pandemie geäußert habe, heute mal zwei Lichtblicke, die ich dem gestrigen Blog von Prof. Drosten entnehme:

Die Rolle der Kinder im Rahmen der Corona-Pandemie muss eventuell überdacht werden. Lange bekannt -und hier schon mehrfach erwähnt- ist die Tatsache, dass Kinder im Falle einer Infektion durch das Virus kaum krank werden. Ich habe das immer als gefährlich eingeschätzt insofern, als Kinder deshalb weniger getestet werden und so -unerkannt- ihre Großeltern anstecken und somit schwere Verläufe provozieren können. Eine in der angesehenen Fachzeitschrift "New England o Journal of Medicine" (NEJM) veröffentlichte Studie aus Island äußert die Vermutung, dass Kinder möglicherweise -ähnlich wie von der MERS Pandemie bekannt-eine Art biologischer Resistenz gegen das Virus aufweisen, und deshalb gar nicht am Infektionsgeschehen teilhaben. Dies wäre auch eine Erklärung dafür, dass wir bei all den in unserer Praxis getesteten "Hochrisikokindern" nie einen positiven Virusnachweis erbringen konnten.  Weitere Untersuchungen hierzu sind erforderlich, ich werde Euch/Sie auf dem Laufenden halten.

Sehr interessant auch eine weitere Beobachtung, auch bei Erwachsenen: Es fällt auf, das trotz hoher Infektiosität des Virus enge häusliche, sog. K1-Kontaktpersonen oft nicht erkranken und bei ihnen auch kein Virus nachgewiesen werden kann.  Prof. Drosten deutet dies als  "Hintergrundimmunität". Diese sei möglicherweise auf frühere Kontakte mit den vier herkömmlichen Corona-Stämmen zurückzuführen, die dem neuen Sars Cov 2 Virus (dem Auslöser der Covid-19-Erkrankung) eben doch zumindest soweit ähneln, dass ein gewisser Immunschutz besteht.   

Einige von Ihnen werden aufgrund der politisch beschlossenen -rein medizinisch nicht ganz unproblematischen- Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen während der nächsten Wochen etwas aufatmen können, andere -mir fallen hier spontan Mitarbeiter in der Gastronomie, freischaffende Künstler, Jugendherbergsbesitzer, etc. ein- leiden  auch weiterhin unter enormem wirtschaftlichen und psychischen Belastungen. Ich wünsche Allen in diesen schweren Zeiten, die wir uns noch vor acht Wochen nicht hätten träumen lassen, Alles erdenklich Gute! 

 

Update 13.4.2020:

Heute möchte ich kurz eingehen auf die vielbeachtete "Gangelt"-Studie von Prof. H Streeck, Direktor des Instituts für Virologie der Universität Bonn:

Prof Streeck hat als erster Wissenschaftler in Deutschland die Prävalenz von Antikörpern gegen das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 in einer deutschen Hochrisikoregion (Kreis Heinsberg/NRW) untersucht und dabei eine Immunität von 15 Prozent der dortigen Bevölkerung festgestellt. Dies wurde interpretiert als erster wichtiger Schritt hin zur angestrebten Herdenimmunität und und wurde herangezogen als Argument, die derzeitigen Ausgangsbeschränkungen in absehbarer Zeit lockern zu können.

Die Studie ist nicht unwidersprochen geblieben: Zum einen stellt Heinsberg einen sog. "Hotspot" der Covid-19 Pandemie in Deutschland dar, und dürfte allein deshalb die Durchseuchung der Gesamtbevölkerung überschätzen. Ein weiteres methodisches Problem der Studie besteht in der Spezifität des angewendeten Antikörpertests: Bisher ist offensichtlich noch kein Antikörpertest verfügbar, der sicher zwischen dem neuen Sars-CoV-2 Virus und herkömmlichen Coronaviren -wie sie bei etwa zwanzig Prozent der jährlichen Erkältungskrankheiten nachgewiesen werden können- unterscheidet.

Inwieweit die Herdenimmunität in der Gesamtbevölkerung inzwischen tatsächlich voranschreitet, muss den Ergebnissen weiterer Untersuchungen vorbehalten bleiben. Diese Studien laufen (Tropeninstitut der Universität München, oder -größer angelegt- durch das Robert-Koch-Intitut (RKI)/Berlin), mit ersten Ergebnissen ist in den nächsten Wochen zu rechnen.

Anlass zur Hoffnung gibt die Beobachtung, dass die Zahl der von der Krankheit Genesenen inzwischen die Zahl der Neuinfektionen überschreitet, ohne dass unsere intensivmedizinischen Kapazitäten -wie in Italien/Spanien/New York- durch diese erste Infektionswelle überfordert gewesen wären.

Mit weiteren Infektionswellen muss allerdings bei Lockerung der Ausgangsbeschränkungen gerechnet werden.   

 

Update 9.4.2020:

Zunächst erfreuliche Nachrichten:

Bisher ist kein Kind oder Jugendlicher unserer Praxis schwer an Covid-19 erkrankt. Die wenigen bisherigen Verläufe unterschieden sich nicht von normalen, für die Jahreszeit typischen Erkältungskrankheiten. Zwei Mitglieder unserer Praxis, die im Abstrich positiv getestet worden waren, wiesen keine, bzw. nur geringe Erkrankungszeichen auf und werden -vollständig genesen und in Kontrollabstrichen negativ- nach Ostern die Arbeit in der Praxis wieder aufnehmen können. Fast beneide ich sie etwas, denn sie sind "durch" und mit hoher Wahrscheinlichkeit immun. Mehrmalige Abstrichergebnisse der übrigen Mitarbeiter*innen waren sämtlich negativ. Unsere Hoffnung auf eine "stille Feiung"  (das Erwerben einer Immunität, ohne selbst Krankheitszeichen bemerkt zu haben) haben sich leider nicht erfüllt. Gestern sind die Ergebnisse unserer Antikörperuntersuchung eingetroffen, leider alle negativ. Somit haben wir während der letzten Wochen keine Immunität gegen das Virus aufgebaut.

Damit sind wir generell beim Thema "Testung" angekommen und ich möchte über unsere, sowie die Beobachtungen unserer allgemeinärztlich tätigen Kollegen aus dem Landkreis  berichten: 

Heute zunächst zu den Ergebnissen der Nasen- und Rachenabstriche, mit denen wir den Direktnachweis einer Erkrankung erbringen wollen. Hier hat sich gezeigt, dass  bei einigen Patienten offensichtlich nur ein relativ enges Zeitfenster besteht, währenddessen ein Direktnachweis im Bereich der oberen Luftwege gelingt. Immer wieder werden Patienten beobachtet, die im Abstreich negativ sind, deren klinischer Verlauf jedoch keinen Zweifel am Vorliegen einer Covid-19 Erkrankung aufkommen lässt. Der Test hat hier nicht "versagt", vielmehr hat sich das Virus hier offensichtlich innerhalb kurzer Zeit in die tieferen Atemwege zurückgezogen, und könnte dort nur durch aufwendigere Untersuchungen (z.B. eine Bronchoskopie) nachgewiesen werden.

Es gibt aber auch die Beobachtung, dass das Virus im Nasen-/Rachenabstrich deutlich länger als die üblicherweise vermuteten 2 Wochen nachgewiesen werden kann. Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass diese Patienten länger als 2 Wochen ansteckend sind, es besteht durchaus die Möglichkeit, dass es sich hier dann nicht mehr um intaktes, vermehrungsfähiges Virusmaterial handelt. Allerdings könnte man dies nur durch aufwendige, wissenschaftliche Untersuchungen beweisen, und im Zweifelsfalle wird das Gesundheitsamt in diesem Falle die Quarantäne um mehr als die üblichen zwei Wochen verlängern. 

Auf das oben bereits angedeutete Thema der "Antikörpertestung" werde ich in einem späteren Update eingehen, da hier noch sehr wenige Erkenntnisse vorliegen. Wie bereits früher erwähnt habe ich wenig Hoffnung, dass hier eine bereits höhergradige Durchseuchung der Bevölkerung nachzuweisen sein wird, sodass wir von einer gewünschten "Herdenimmunität" sicher noch weit entfernt sind. Aber: wir werden sehen...

Und jetzt entlasse ich Euch/Sie mit meinen besten Wünschen in heuer sicher ganz andere Osterfeiertage! Ich bin tief beeindruckt von der Gelassenheit und Souveränität, mit der die allermeisten von Ihnen mit der teilweise existenzbedrohenden Situation umgehen!

 

 

Update 5.4.2020:

Am heutigen Sonntag möchte ich Euch/Sie teilhaben lassen an den Entwicklungen der letzten Woche und aus der Unzahl der Informationen einige heraussuchen, die für uns alle von Bedeutung sein könnten.

Vorneweg aber noch eine dringende Bitte, was Sie beachten sollten, wenn Sie ein erkranktes Kind in der Praxis vorstellen: Wir als Kinderärzte können nicht den ganzen Tag in "Vollmontur" arbeiten, da sonst wahrscheinlich kein Kind jemals wieder unsere Praxen betreten würde. Vorgestern wurde uns ein Kind mit leichtem Husten vorgestellt, erst im Sprechzimmer habe ich dann erfahren, dass die Mutter und eine andere Tochter seit ein paar Tagen Geruchs- und Geschmackssinn verloren hätten und die Tochter -Krankenschwester!- derzeit auf Covid-19 getestet würde. Natürlich habe ich fluchtartig den Raum verlassen, um komplette Schutzausrüstung anzulegen und einen Abstrich vorzunehmen, zumal im selben Haushalt auch ein Tumorkranker lebt. Viele Arztpraxen mussten schon wegen einer Erkrankung des Personals geschlossen werden, bitte helfen Sie mit, dass wir weiter für Sie dasein können.

Also: Was gibt's Neues?

Etwas unklar war bisher die Sinnhaftigkeit des Tragens von Mundschutz in der Öffentlichkeit und auch in der Praxis. Eine in der angesehenen Fachzeitschrift "Nature" veröffentliche Studie konnte nun zeigen, dass ein unwissentlich an Covid-19 Erkrankter durch das Tragen eines Mundschutzes seine Umwelt sehr wohl vor einer Ansteckung schützen kann. Andererseits sind Daten, die belegen könnten, dass man sich durch Tragen eines Mundschutzes selbst vor einer Infektion schützen könnte, eher dürftig.

Die Politik benötigt dringend Daten, um entscheiden zu können, wann die derzeitige Kontaktsperre gelockert werden kann -wie auch immer (s. Blog vom 1.4.). Mit einiger Verspätung  wurden nun -u-a. in München- Studien auf den Weg gebracht, die durch Antikörperuntersuchungen prüfen sollen, inwieweit unsere Bevölkerung eigentlich schon mit dem Virus "durchseucht" und damit gegen das Virus immun ist. Optimistische (hinsichtlich der angestrebten "Herdenimmunität") Schätzungen vermuten, dass auf einen im Mund- und Nasenabstrich nachgewiesen positiv Getesteten  (in Deutschland derzeit 80000) 10 Nichterkrankte, und somit auch nicht-Gestestete kommen könnten, die aber schon gegen das Virus immun sind. (aufgrund eigener Beobachtungen bin ich etwas skeptisch ob wirklich schon so Viele eine "stille Feiung" durchgemacht haben). Sollten sich die Vermutungen jedoch bestätigen, hieße dass andererseits, dass noch etwa 98,5 % der Bevölkerung noch keinen Kontakt mit dem Virus hatten. Wenn unsere Intensivstationen den Ansturm intensivpflichtiger Patienten diesmal gerade soeben bewältigen sollten, hieße das andererseits, dass -selbst bei einer kurzfristigen Lockerung der Kontaktksperre- die Zügel immer wieder angezogen werden müssten -über Monate!!! Mit gar nicht vorstellbaren Auswirkungen auf unser Wirtschafts- und Sozialsystem! NUR die Entwicklung eines Impfstoffes oder eines Medikaments, das bereits in der Frühphase der Erkrankung eingesetzt werden kann, kann hier Abhilfe schaffen.

Ich habe gerade den unmittelbar vor allgemeiner Verfügbarkeit stehenden Antikörpertest gegen das Coronavirus erwähnt. Ich hoffe auf ihn, mache aber gleichzeitig auf sicher initial zu erwartende Kapazitätsprobleme  aufmerksam. Auch ist die Kostenübernahme in keinster Weise geregelt. Bei Testkosten um die 100 Euro/Test wären bei Testung der gesamten Bevölkerung (83 Mio) Kosten in Höhe von über 8 Mililiarden Euro zu erwarten...

Ich bitte um Verzeihung für meine für einen Palmsonntag eher pessimistische Einschätzung der Situation. Bleibt die Hoffnung, dass die Duchseuchung der Bevölkerung vielleicht doch schon weiter fortgeschritten ist, als von mir vermutet, oder dass die Corona-Welle eben doch mit dem Abklingen der allgemeinen Infektwelle im Frühjahr an Fahrt verliert. 

 

Update 1.4.2020:

Im letzten Update vom 29.3. hatte ich über das Problem der Kinderärzte berichtet, leicht erkrankte Kinder, die die Testkriterien des Robert-Koch-Instituts nicht erfüllen, nicht auf das Vorliegen der Erkrankung hin überprüfen zu können. Herzlichen Dank, lieber Florian Bonke, dass Du mir diesbezüglich Hilfe angeboten hast. Ein Blick in die Medien zeigt, dass aus verschiedenen Gründen hier in der Öffentlichkeit ein Stimmungsumschwung zu beobachten ist. Zunehmend wird klar, das eine Beurteilung der Durchseuchung unserer Bevölkerung notwendig ist, um die weitreichenden politischen Entscheidungen (Beibehaltung vs. Lockerung der Ausgangssperren) begründen  und sinnvoll treffen zu können. Ich bin optimistisch, dass entsprechende Untersuchungen in Kürze auf den Weg gebracht werden. Für mich selbst habe ich einen Weg gefunden, in begründeten. ggfs. auch leichteren Verdachtsfällen auch weiterhin in meiner Praxis testen zu können.

Heute möchte ich über einen aus verschiedenen Gründen lehrreichen Fall aus meiner Praxis berichten:

Vor einigen Tagen habe ich einen Jungen getestet, der nach den derzeit gültigen Kriterien ein positives Testergebnis zwingend erwarten ließ. Berichtet wurde über eine fieberhafte Bronchitis des Jungen und einen gleichzeitigen Verlusts des Geruchs-/ und Geschmackssinnes (diese Konstellation gilt inzwischen als beweisend für eine Infektion mit Covid-19!) Das Testergebnis war negativ!! Hierfür kommen verschiedene Erklärungsmöglichkeiten in Frage: Ganz banal: Der Abstrich wurde nicht ordnungsgemäß durchgeführt. Das kann ich in diesem Fall ausschließen. Nach Prof. Drosten kann es aber auch sein, dass sich der Virus , der sich initial im Rachen vermehrt, inzwischen in die Lunge zurückgezogen hat und im Nasen-/Rachenabstrich nicht mehr nachweisbar ist. Ich warne also vor unkritischer Testgläubigkeit! Meine Bedenken in diesem Fall fanden eine traurige Bestätigung, als ein Anruf zur Besprechung des Testergebnisses ergab, dass es dem Jungen inzwischen gutging, die Großmutter des Jungen allerdings soeben vom Notarzt in die Klinik verbracht worden war. Fazit: Nehmt die Infektion ernst!! Für Euch, Patienten und Eltern, wird das Ganze mit großer Wahrscheinlichkeit gut ausgehen, aber: DENKT AN EURE GROßELTERN!!!

In der Praxis habe ich glücklicherweise bisher keinen einzigen schwereren Covid-19-Verlauf beobachtet.

Und zum Abschluss etwas, worauf ich bereits in einem früheren Update hingewiesen habe: Im Praxisalltag versuchen wir gesunde, etwa zu Vorsorgeuntersuchungen oder Impfungen vorgestellte Kinder streng von potentiell infektiösen Kindern zu trennen. Heute hatte ich leider wieder einen Fall, bei dem zu einer Vorsorge ein hustendes Geschwisterkind mitgebracht wurden, dessen Vorgeschichte durchaus an das Vorliegen einer Corona-Erkrankung denken ließ. Solche Situationen BITTE dringend vermeiden!

 

Update 29.3.2020:

Liebe Patienten*innen, liebe Eltern,

Heute möchte ich zwei Themen ansprechen:

  1. Testungen auf Covid-19: Wir als Kinderärzte können uns glücklich schätzen, dass Kinder und Jugendliche nur in sehr seltenen Ausnahmefällen ernsthaft an einer Corona-Infektion erkranken. Bei beschränkten Testkapazitäten dürfen unsere Patienten deshalb nach den derzeitig gültigen RKI-Kriterien nur in Ausnahmefällen auf Covid-19 getestet werden. Somit befinden wir uns in der Praxis im "Blindflug", was mögliche Infektionen unserer Patienten betrifft. Andererseits wären Testergebnisse natürlich erforderlich, um gefährdete Patienten innerhalb der Familien (Großeltern, Patienten mit Risikofaktoren, etc.) vor einer möglichen Ansteckungsgefahr durch Kinder und Enkel warnen zu können. Auch Überlegungen hinsichtlich des Schutzes unseres Praxispersonals, sowie epidemiologische Erwägungen spielen hier eine Rolle. Ich habe deswegen heute einen Vorstoß bei unserem Labor unternommen, hier vielleicht in absehbarer Zukunft Verbesserungen erzielen zu können. Die geschilderten Umstände haben zur Folge, dass wir dazu übergehen werden, auch nur leicht erkrankte Patienten in Schutzkleidung zu untersuchen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass einige Patienten durch unsere "Maskerade" erschreckt werden, und möchten Sie deshalb bitten, Ihre Kinder vor Besuch der Praxis nach Möglichkeit auf diese Änderung hinzuweisen.
  2. Durch die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin sind wir gehalten, Impfungen und Früherkennungsuntersuchungen -selbstverständlich unter Gewährleistung der Trennung von potentiell infektiösen Patienten - beizubehalten. Am 27.3. haben sich nun derSpitzenverband der gesetzlichen  Krankenversicherungen (GKV) und die kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) darauf geeinigt, die fixen Untersuchungsintervalle zwischen den Vorsorgeuntersuchungen aufzuheben, verschobene Untersuchungen "könnten ggfs. zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden". Wer sich schon einmal um einen Vorsorgetermin in unserer Praxis bemüht hat weiß, dass unsere Untersuchungskapazitäten eine Verschiebung größerer Zahlen an Vorsorgeuntersuchungen nicht erlauben. Auch ist es medizinisch nicht sinnvoll,  etwa eine Vorsorgeuntersuchung, die um den 4. Geburtstag herum angesiedelt werden sollte (U8), erst im Alter von z.B. 4 3/4 Jahren durchzuführen, da sich die getesteten Fähigkeiten eines Vierjährigen natürlich deutlich von denen eines knapp Fünfjährigen unterscheiden. Sollten Sie unter den gegebenen Umständen eine Verschiebung einer Vorsorgeuntersuchung wünschen, habe ich hierfür großes Verständnis. In diesem Falle muss eben aufgrund der derzeitigen Ausnahmesituation einmal eine Vorsorgeuntersuchung ausfallen, wahrscheinlich ist ein gelungenes Leben auch mit etwas weniger als 13 Vorsorgeuntersuchungen im Kindes- und Jugendalter möglich...   

Update 26.3.2020:

So, wir sind wieder startklar! Morgen wollen wir vormittags vorwiegend die heute ausgefallenen Vorsorgeuntersuchungen U3 und U4 und dringend anstehende Impfungen nachholen. Die übrigen Termine bleiben bestehen, selbstverständlich werden wir streng an der Trennung gesunder und infektiöser Kinder festhalten. Dank großartiger Unterstützung durch Patienteneltern und Angehörige unser Mitarbeiterinnen ist es gelungen, sich abzeichnende Engpässe hinsichtlich Schutzkleidung, Schutzmasken, etc. gerade noch rechtzeitig abzufangen, auch offizielle Stellen leisten hier Extremes, sodass auch wir an vorderster Front "kämpfenden" Niedergelassenen- nicht mehr alleine gelassen werden. Einige werden sich fragen, ob Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen in diesen Zeiten tatsächlich durchgeführt werden sollten. Mit unserem Vorgehen stehen wir nicht alleine, das Vorgehen ist durch die aktuellen Empfehlungen des Robert Koch Instituts (RKI) gedeckt.

 

Update 25.3.2020:

Leider muss ich heute mitteilen, dass wir aufgrund eines Infektionsfalls in unserer Praxis gezwungen sind, die heutige Sprechstunde abzusagen. Das weitere Vorgehen muss mit dem Gesundheitsamt abgestimmt werden. Selbstverständlich sind wir für Sie telefonisch in der Praxis erreichbar. Wir werden uns bemühen. sämtliche für heute vereinbarten Termine telefonisch abzusagen, andererseits im Falle akuter Erkrankungen das sinnvoll notwendige Vorgehen abzusprechen.  Die offizielle Vertretung für heute hat Frau Dr. Annegret Klein aus  Oberaudorf, Rosenheimertraße 33, übernommen. Sollte eine Vorstellung dort erforderlich werden, bittet Frau Dr. Klein dringend um telefonische Voranmeldung unter der Tel.-Nr. 08033-1826. Wir halten Sie auf dem Laufenden!   

 

23.3.2020

Liebe Eltern, liebe Patientinnen und Patienten, ab sofort werde ich an dieser Stelle -bei Bedarf täglich aktualisiert- die neusten Entwicklungen hinsichtlich der derzeitigen Covid-19 Pandemie darstellen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Auswirkungen auf unser Praxisgeschehen.

Bisher wurde bei unseren Patienten glücklicherweise keine Infektion festgestellt, aber es ist zu befürchten, dass sich das bald ändern kann.

Unsere Praxisoraganisaton haben wir umgestellt. Kranke Patienten werden durch entsprechende Praxisorganisation streng von gesunden Patienten (Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen, etc.) getrennt.

An der Durchführung der Vorsorgeuntersuchungen U2 bis U7 möchte ich bis auf Weiteres festhalten, da hier u.a. Impfungen durchgeführt werden die ich weiterhin für erforderlich halte. Auch die "älteren" Vorsorgen U7a bis J2 halte ich (Stand 24.3.) noch für durchführbar, habe aber großes Verständnis, wenn Sie hier aufgrund der derzeitigen Situation Abstand nehmen wollen.  In diesem Falle wären wir für eine Absage dankbar, um in der Praxis entsprechend umdisponieren zu können. Leider entfällt derzeit die Möglichkeit, bei Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen erkrankte Geschwisterkinder zur Untersuchung mitzubringen, um die Ausbreitung der Covid-19 Infektion zu vermeiden.

Ich bin dankbar für Ihre schon immer geübte Disziplin bei der Terminvereinbarung, die schon in der Vergangenheit für kurze Wartezeiten in unserer Praxis gesorgt hat. Diese ist jetzt um so mehr gefordert, um Patientenkontakte untereinander weitgehend zu vermeiden und so einer Infektionsverbreitung vorzubeugen. Herzlichen Dank für Ihre Mitarbeit!

 

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