Kinder- & Jugendärzte im Netz

Ihre Haus- & Fachärzte von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

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Kinderarztpraxis - Monika Toth, Obere Bahnstr. 56, 73431 Aalen, Tel.: 07361/610640

Vom 15. bis 26. August bleibt unsere Praxis urlaubsbedingt geschlossen. In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an die Familienpraxis, Praxis Dr. Heising/Dr. Schmetzer und Praxis Dr. Crane.

10.08.2022 Die Grippewelle ist vorbei. Seit der vergangenen Woche wurden in Deutschland keine Influenza-Fälle mehr detektiert.
 
02.08.2022 In den nächsten Wochen sollen an die Omikron-Variante angepasste Covidimpfstoffe von Biontech und Moderna in die Praxen kommen - wir werden Sie bei Erhalt informieren.
 
25.05.2022 Neue StIKo-Empfehlungen für Kinder!
Inzwischen nimmt man an, dass in der Altersgruppe der 5 bis 11-Jährigen 70 bis 90% mit SARS-CoV2 durchseucht sind. In dieser Altersgruppe sind schwere Krankheitsverläufe sehr selten. Auch das PIMS ist unter Omikron-Infektion sehr selten. Der Immunschutz für eine weitere SARS-CoV2-Infektion nach einer Omikron-Infektion ist gering und lässt rasch nach. Dafür ist der Immunschutz gegen schwere Krankheitsverläufe besser.
Der Immunschutz gegen eine Omikron-Infektion ist nach zwei Covid-Impfungen schlecht (30 bis 60%), dafür ist der Schutz gegen schwere Erkrankungen besser, auch bei Risikokindern.
Der Immunschutz ist nach SARS-CoV2-Infektion plus Covid-Impfung besser als nach Impfung alleine oder Infektion alleine.
Die Impfungen sind effektiver, je länger der Abstand zwischen den Impfungen ist. Die Sicherheit des Biontech-Kinderimpfstoffs ist zwischenzeitlich gut belegt, das Risiko einer Herzmuskelentzündung durch die Impfung ist äußerst gering, noch geringer als bei älteren Jugendlichen oder jungen Erwachsenen.
Bei jungen Erwachsenen war das Risiko nach verlängertem Impfabstand noch kleiner.
Mit einer einmaligen Impfung der 5 bis 11-Jährigen bei großer Wahrscheinlichkeit einer bereits durchgemachten SARS-CoV2-Infektion ist eine wirksame Basisimmunität erreichbar. Damit besteht die Möglichkeit, eine gute Grundlage für eine eventuell im Herbst oder Winter nötige zusätzliche Impfung mit hoffentlich angepasstem Impfstoff zu schaffen, so dass der Schutz wesentlich schneller verbessert werden kann, falls im Herbst oder Winter gefährlichere Virusvarianten auftreten sollten. 
 
Daher empfiehlt die StIKo nun eine Covid-Impfung für alle gesunden 5 bis 11-Jährigen.
Weiterhin 2 Impfungen, falls ein gefährdetes Familienmitglied geschützt werden soll. 
Und 3 Impfungen für Kinder mit Grunderkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für eine schwere Covid-Erkrankung haben.
 
Bei Unklarheiten fragen Sie uns gerne. 
 
09.05.2022 Anzahl der Influenza-Erkankten nimmt zu!
Ganz untypisch für die Jahreszeit steigen gerade die Influenza-Infektionen an während die Covid-Fälle (SARS-CoV2) sinken:
 
 
 
08.05.2022 Die Aalener Kinderklinik soll geschlossen werden!
Nachdem wir vor 4 Jahren erfolgreich für den Erhalt der Aalener Kinderklinik gekämpft hatten, ist es nun wieder soweit! Nun soll nicht mehr nur die Aalener Kinderklinik, sondern die gesamte Aalener Klinik geschlossen werden!
 
Es wird sich in den nächsten Wochen zeigen, ob Sie bzw. die Aalener Bevölkerung wirklich daran interessiert sind, das Ostalb-Klinikum Aalen zu behalten oder ob es allen egal ist, dass die Klinik geschlossen wird.
Dann werden Sie alle - auch im Notfall - weite Wege zur nächsten Klinik in Kauf nehmen. (Als Kinderärztin fallen mir z. B. spontan mehrere Frühgeborene ein, die gerettet werden konnten, weil sie sehr schnell von Kinderärzt*innen in die Aalener Kinderklinik gebracht worden waren.)
 
Wen das nicht interessiert, den interessieren womöglich mehrere Hundert Arbeitsplätze, die in Aalen wegfallen werden, wenn das Ostalb-Klinikum geschlossen wird...
 
Jetzt ist die Zeit für Leserbriefe an Zeitungen, Elterninitiativen, Briefe an Politiker... Keiner kann nachher sagen, er hätte es nicht gewusst und hätte nicht die Chance gehabt, etwas zu TUN. (M. Toth)
 
 
27.02.22: Informationen zur Krankschreibung
Bei zunehmenden Corona-Fallzahlen müssen Eltern immer öfter zur Betreuung ihrer Kinder zu Hause bleiben. Je nach Situation ist die Zuständigkeit für die Krankschreibung unterschiedlich:

A.) Ist ein Kind erkrankt, das heißt es hat Krankheitssymptome, haben die Eltern Anspruch auf Kinderkrankengeld mit dem Formular „Ärztliche Bescheinigung zum Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes“ (Muster 21) - das stellen wir in der Praxis aus oder schicken es Ihnen zu.

B.) Hat das Kind keine Krankheitssymptome, muss aber aufgrund eines positiven PCR oder einer Schließung der Betreuungseinrichtung zu Hause bleiben, haben die Eltern ebenfalls Anspruch auf Kinderkrankengeld. In diesen Fällen aber mit dem Formular „Antrag auf Kinderkrankengeld bei pandemiebedingter Betreuung des Kindes nach § 45 Abs. 2a SGB V“. Das erhalten Sie direkt über Ihre Krankenkasse.

C.) Sind die Eltern auch erkrankt, so erfolgt die Krankschreibung über den Hausarzt der Eltern. In diesem Fall wird keine Bescheinigung für das Kind ausgestellt.

D.) Sind auch die Eltern in Quarantäne besteht kein Anspruch auf Kinderkrankengeld. In diesem Fall erfolgt die Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz (IfSG). Wie das funktioniert, beschreibt, z.B. folgende Website: IfSG-Online.de/index.html

18.02.2022: 2. Boosterimpfung

Die StIKo empfiehlt die 2. Boosterimpfung frühestens drei Monate nach der ersten Auffrischimpfung:

  • Personen ab 70 Jahren
  • Bewohner und Betreute in Einrichtungen der Pflege sowie für Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Personen mit Immundefizienz ab dem Alter von fünf Jahren

Frühestens sechs Monate nach der ersten Auffrischimpfung (in begründeten Fällen auch bereits nach frühestens drei Monaten): 

  • Tätige in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen, insbesondere solche mit direktem Kontakt mit den Patienten bzw. Bewohnern

Personen der oben aufgeführten Gruppen, die nach erfolgter COVID-19-Grundimmunisierung und erster Auffrischimpfung eine SARS-CoV-2-Infektion hatten, wird vorerst keine weitere Impfung empfohlen.

12.02.2022: Ab sofort PCR-Teste nur noch bei Symptomen oder bei positivem qualifiziertem Schnelltest!

PCR-Teste sind nur noch möglich bei symptomatischen Kindern (z. B. Husten, Schnupfen, Fieber, Kopf- oder Halsschmerzen) und bei positivem qualifiziertem Schnelltest, das heisst bei einem Schnelltest, der z. B. im Testzentrum durchgeführt wurde. Der positive selbst durchgeführte Schnelltest zu Hause oder im Kindergarten/in der Schule zählt in diesem Fall nicht mehr. 

Aktuelle Quarantäneregelung: Wer mit PCR positiv getestet wird, muss für 10 Tage in Quarantäne und kann frühestens nach 7 Tagen - vorausgesetzt mindestens 48 Stunden symptomfrei - mittels qualifiziertem Schnelltest oder PCR freigetestet werden.

22.01.2021 Für kranke Kinder stellen wir auf Ihren Wunsch hin eine Kindkrankbescheinigung aus. Für gesunde Kinder in Quarantäne gibt es eine Bescheinigung, die von der Betreuungseinrichtung (Schule, KiTa, Kindergarten) ausgefüllt werden muss.

Fragen und Antworten zu Kinderkrankentagen und Kinderkrankengeld

Bescheinigung zur Beantragung von Kinderkrankengeld bei gesundem Kind

29.12.2021 Jetzt sind Boosterimpfungen schon ab 12 Jahren möglich - 3 bis 6 Monate nach abgeschlossener Grundimmunisierung.

22.12.2021 Neue StIKo-Empfehlung: Boosterimpfung bereits 3 Monate nach abgeschlossener Grundimmunisierung. Weiterhin gilt: Boosterimpfung erst ab 18 Jahren

RKI - Empfehlungen der STIKO - Pressemitteilung der STIKO zur COVID-19-Impfempfehlung für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren (9.12.2021)

Wir bieten im Rahmen der StIKo-Empfehlungen ab nächster Woche Kindern ab einem Alter von 5 Jahren Impfungen mit Biontech-Kinderimpfstoff an. 

07.12.2021 In unserer Praxis werden Covid-Abstriche (PCR) nur bei KRANKEN KINDERN durchgeführt!

Für Abstriche asymptomatischer Personen sind die Abstrichstellen zuständig, diese können auch PCR-Testungen veranlassen.

Wir streichen KEINE ERWACHSENEN ab, wir machen KEINE FREITESTUNGEN !

05.10.21: Ab sofort können Sie Videosprechstunden-Termine online buchen.

Unter Online-Terminvereinbarung buchen Sie den Videosprechstundentermin und zum Termin setzen Sie sich mit Ihrem Handy oder Laptop ins virtuelle Wartezimmer. Dann rufen wir Sie der Reihe nach auf und besprechen uns online. Benötigte Rezepte/Kindkrankbescheinigungen können wir per Post schicken. Wie Sie ins virtuelle Wartezimmer gelangen, erfahren Sie auf unserer Startseite unter "Videosprechstunde".

Übrigens: in dringenden Fällen können Sie auch einen zeitnahen Termin in unserer Praxis innerhalb eines Werktages unter "Online Terminvereinbarung" buchen.

10.07.2021 Unser Praxisteam ist vollständig gegen COVID geimpft!

Wir haben uns für die Impfung entschieden, weil wir unsere Patienten und uns schützen wollen. Nachdem Kinder und Jugendliche eineinhalb Jahre lang mitgeholfen haben, die Älteren zu schützen, obwohl sie selbst ein geringeres Risiko hatten, schwer zu erkranken, haben wir Erwachsenen kapiert, dass wir jetzt dran sind! Wir wollen, daß Schulen und Kindergärten wieder offen bleiben. Wir haben in den vergangenen 2 Jahren erfahren, was passiert, wenn wir nichts gegen das Virus tun. Wir wollen die Chance nutzen, mit Hilfe eines Impfstoffes, möglichst viel Normalität zurück zu bekommen. Wir wollen nicht noch weitere 20 oder 30 oder... Jahre abwarten, um nach weiteren 128 oder mehr Lockdowns zu erkennen, dass das Coronavirus nicht mehr einfach so verschwindet...

06.07.2021 Wir stellen nun auch digitale Genesenenzertifikate und digitale Impfzertifikate aus!

28.05.21 Neue Leitlinie zur Fluoridprophylaxe

Es gibt neue Empfehlungen zur Fluoridprophylaxe, die u. a. von Zahn- und Kinderärzten erarbeitet wurden und in die nächste AWMF-Leitlinie einfließen werden:

Fluorid-Prophylaxe

Fluorid ist ein natürliches Spurenelement, das den Aufbau gesunder Zähne maßgeblich unterstützt. Fluoride sorgen dafür, dass der Zahnschmelz hart und widerstandsfähig bleibt. 

Fluoride verhindern, dass Karies verursachende Bakterien sich auf der Zahnoberfläche ansiedeln. Sie hemmen den Stoffwechsel der Kariesbakterien, dadurch produzieren diese weniger Säure, die den Zahnschmelz angreift. Fluorid lagert sich in den Zahnschmelz ein und erhöht so zusätzlich dessen Widerstandskraft gegen die kariesverursachenden Säuren.

Die wichtigste Phase für die Fluorideinlagerung ist die Zeit der Zahnschmelzbildung, für die bleibenden Zähne beginnt dieses Stadium bereits kurz nach der Geburt! Ein wesentlicher Teil der vorbeugenden Wirkung von Fluorid gegenüber der Zahnkaries wird aber auf eine örtliche Wirkung zurückgeführt. Dies wird durch die Anwendung von fluoridierter Zahnpasta genutzt. 

In der richtigen Menge schützt Fluorid vor Karies. Ein Zuviel an Fluorid kann zu fleckförmigen Verfärbungen des Zahnschmelzes, der sogenannten Dentalfluorose führen.

Neue Empfehlung in von uns vereinfachter Form (die ausführlichen Empfehlungen stellen wir Ihnen gerne auf Nachfrage in der Praxis zur Einsichtnahme):

Ab 8. Lebenstag bis 1. Geburtstag: täglich ein Kombinationspräparat mit 0,25 mg Fluorid und 500 i. E. Vitamin-D in Tablettenform. Milchzähne ohne Zahnpasta oder mit fluoridfreier Zahnpasta putzen.

Wird Wasser mit einem Fluoridgehalt von 0,3 mg/l oder mehr zur Zubereitung von Säuglingsnahrung verwendet, soll Vitamin-D ohne Fluorid gegeben werden.

Das Leitungswasser in Aalen und Umgebung hat einen Fluoridgehalt unter 0,1 mg/l.

Vom 1. bis zum 2. Geburtstag:  Zweimal täglich Zähneputzen mit jeweils bis zu 125 mg (reiskorngroße Menge) Zahnpasta mit einem Fluoridgehalt von 1.000 ppm.

Vom 2. bis zum 6. Geburtstag:Zwei bis dreimal täglich Zähneputzen mit jeweils bis zu 250 mg (erbsengroße Menge) Zahnpasta mit einem Fluoridgehalt von 1.000 ppm. 

Verursacht Fluorid Bauchschmerzen?

Die von Eltern oft am fünften bis zehnten Lebenstag beobachteten beginnenden Bauchschmerzen haben in fast allen Fällen nichts mit der Gabe von Fluoridtabletten zu tun. Ein möglicher Grund für Bauchschmerzen bei Säuglingen in den ersten Lebenswochen ist der Milchzucker, der im Dickdarm vergoren wird.

Durch den noch unreifen Dünndarm werden nicht alle Nährstoffe aus der Muttermilch aufgenommen und somit gelangt Milchzucker in den Dickdarm. Dieser ist bei Geburt noch steril und wird durch in der Muttermilch enthaltene Milchsäurebakterien, aber auch durch den Kontakt mit Bakterien bei der Geburt im Geburtskanal nach und nach besiedelt. Es bildet sich die für jedes Kind individuelle Darmflora (das Mikrobiom). Die sich ansiedelnden Bakterien können den in den Dickdarm gelangenden Milchzucker vergären und es entstehen Darmgase. Um den fünften bis zehnten Lebenstag sind meist genügend Bakterien vorhanden, um eine (je nach Darmflora verschiedene) relevante Menge an Darmgasen zu produzieren, die bei Säuglingen zu Bauchschmerzen führen können.

Es ist nur menschlich, für dieses neue Ereignis (erstmalige Bauchschmerzen) eine Ursache zu suchen, und allzu oft finden Mütter diese in der ja vor kurzem erst begonnenen Fluoridprophylaxe. Leider ist diese sehr häufig nicht ursächlich für die Problematik, und somit führt das Weglassen auch in den allermeisten Fällen nicht zu einer Besserung, jedoch zu einem Verzicht auf eine medizinisch sinnvolle Kariesprophylaxe.

Vitamin-D-Prophylaxe

Vitamin D sorgt dafür, dass Kalzium aus der Nahrung in die Blutbahn aufgenommen und in den Knochen eingelagert wird. Rachitis ist eine Erkrankung, die durch einen Vitamin-D-Mangel hervorgerufen wird, die Folgen sind bleibende Knochenverkrümmungen durch eine krankhafte „Knochenerweichung“.

Die Zufuhr an Vitamin-D über Muttermilch und Säuglingsmilchnahrung bei Säuglingen in den ersten zwei Lebensjahren reicht nicht aus. Auch ab dem 5. Lebensmonat zugefütterte Breie können das Defizit nicht ausgleichen. 

Säuglinge sollten deshalb in Deutschland ab dem 8. Lebenstag zur Rachitisprophylaxe täglich 400 – 500 IE Vitamin-D erhalten. Dies gilt bis zum ersten Geburtstag. Im Herbst und Winter geborene Babys bekommen nach dem ersten Geburtstag die Vitamin-D-Tabletten bis zum folgenden Frühjahr weiter verabreicht. Im Regelfall wird die Gabe des Vitamin-D mit der Fluorid-Gabe zur Vorbeugung der Karies kombiniert. Frühgeborene erhalten bis 3 kg Körpergewicht Vitamin-D ohne Fluorid.

Vitamin-D ist bis zum 2. Geburtstag auf Kosten der Krankenkasse verordnungsfähig.

Ergänzend empfiehlt die DGKJ ab 2. Lebensjahr bis 18. Geburtstag  eine Vitamin-D-Gesamtzufuhr von 600 IE/Tag. Diese Menge kann bei ausgewogener Ernährung durch zusätzliche Zufuhr von 500 IE Vitamin-D täglich erreicht werden. Vitamin-D Tabletten erhalten Sie kostengünstig in jeder Apotheke. Ab dem 2. Geburtstag übernimmt Ihre Krankenkasse in der Regel nicht mehr die Kosten.