Kinder- & Jugendärzte im Netz

Ihre Haus- & Fachärzte von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

Herausgeber:

Kinderarzt, Wolfsburg & Gifhorn- Dr. Ralf Ott, Dr. Kathrin Knye, Dr. Stefan Debler


Der CORONA-Knigge für Jund und Alt!

Herausgegeben von der
Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V. und der
Deutschen Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und
Präventivmedizin e.V.

Stand: 12-2020

Bitte  grüne Zeile anklicken:


Coronavirus  

Krankheitsname: Covid-19
Erreger: SARS-CoV-2
Stand 29.04.20

Beachten Sie, dass der ungeschützte Kontakt unserer Mitarbeiter mit einem Coronavirus-Infizierten zur Praxisschließung führen kann!

Liebe Eltern,

wir verstehen Ihre Sorgen und Ängste.

Trotzdem bitten wir Sie, bei leichten und mäßigen  grippalen Symptomen,  auch zu Ihrem eigenen Schutz, die Praxis nicht ohne Termin aufzusuchen. Sie erhöhen sonst das Risiko, Ihre Kinder und sich selbst anzustecken. Nur so schaffen wir es, die schwer Erkrankten zu betreuen. Selbst  bei  positivem Befund auf Coronavirus und leichten bis mäßigen Beschwerden würde sich die symptomlindernde Therapie von einer üblichen Grippe-Therapie nicht unterscheiden (Ruhe, Trinken, Fiebersenkung ab 39°C, Schmerzlinderung).

Es  gibt bisher keine  wirksame heilende Therapie. Bei schweren Verläufen (Atemnot, Verschlechterung des Zustandes) erfolgt eine stationäre Betreuung (Flüssigkeitsgabe, Sauerstoffgabe, Überwachung).

Suchen Sie nur nach Voranmeldung  die Praxis auf bei (Ausnahme Säuglinge früher):

  • nicht senkbarem Fieber >  40 °C
  • Fieber  >  3 Tage
  • Atembeschwerden
  • Verschlechterung des Allgemeinbefindens

Wenn Sie uns telefonisch trotz mehrer Leitungen nicht erreichen (wir müssen in erster Linie die Schwerkranken versorgen und die Personaldecke könnte dünner werden), nehmen Sie bitte Kontakt über unsere Homepage auf. Wir melden uns zurück.

www.kinderarztpraxis-wolfsburg.de/kontakt/wolfsburg/

In bedrohlichen Notfällen rufen Sie  die 112!

Risikogruppen laut Robert-Koch-Institut:

 www.rki.de/ncov-risikogebiete

1) Unspezifische Allgemeinsymptome oder
akute  Atemswegssymptome jeder Schwere
UND
Kontakt zu einem bestätigten Covid-19-Fall
bis  14 Tage vor Erkrankungsbeginn
     ODER
2)  Akute Atemwegssymptome jeder Schwere
mit oder ohne Fieber
UND
Aufenthalt in Risikogebieten
bis 14 Tage vor Erkrankungsbeginn

 

Wenn Sie Kontakt zu einer Risikogruppe  hatten und 

grippale Symptome aufweisen,  
dann melden Sie sich bitte telefonisch oder  über unsere Homepage 
Wir werden entscheiden, ob eine  Untersuchung in der Praxis möglich und notwendig ist
oder ob wir Sie direkt im Corona-Testzentrum in Braunschweig anmelden.
Nutzen Sie die Zeit zur Registrierung bei der Videosprechstunde!
 
Weisen Sie uns vor Betreten der Praxis auf Ihren Verdacht hin,
damit wir die Untersuchung planen können.
Wir beginnen mit der Einführung von Videosprechzeiten (siehe Information dort).
 
Wir bemühen uns, alle Patienten sachgerecht zu behandeln.
Zu Hause sind Sie jedoch mit leichten Grippesymptomen besser aufgehoben
als mit langer Wartezeit  in der Praxis. 

 Der Coronavirus SARS-CoV-2 macht grippeartige Symptome.

  • Es gibt bisher keine heilende Therapie, nur unterstützende Maßnahmen und für schwere Fälle Therapieversuche!
  • Der beste Schutz sind Händehygiene (Waschen), Niesregeln (in die Armbeuge) und Vermeidung von Menschenmassen bzw. nicht dringend erforderlichen sozialen Kontakten.
  • Der bewusste direkte Kontakt zu Rückkehrern aus den Risikoregionen sollte 2 Wochen eingeschränkt  werden.

Es gibt noch offene Fragen:

  • Übertragungswege neben der Tröpfcheninfektion
  • Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung 2-14 Tage)
  • Überlebenszeit des SARS-CoV-2-Virus außerhalb des Körpers
 
Umfangreiche aktuelle Informationen für Interessierte gibt es auf
der Homepage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Mehr Informationen im Abschnitt: Linksammlung
 
Jährlich sterben immer noch mehrere Tausend  Menschen an Grippe trotz Impfmöglichkeit und obwohl Grippeviren seit hunderten Jahren unserem Immunsystem zusetzen! Wir haben uns nur daran gewöhnt, dass alljährlich im Winter die Grippeviren über uns herfallen.
Der SARS-CoV-2 ist absolut neu für ALLE und jedes Immunsystem!
Nicht die  Gefährlichkeit des Virus' ist das Problem, sondern die Menge der Neuerkrankungen auf einmal! Das überfordert jedes medizinische System und es sterben dadurch unnötig mehr Menschen.
 
 

 Aber: Zur Zeit sterben jährlich weltweit z.B.

  • ca. 140.000 Menschen an Masern,
  • ca. 400.000 an Malaria,
  • ca. 1,5 Mio Menschen an Tuberkulose.

Diese Betroffenen berühren uns nicht mehr, weil sie  weit weg von uns sterben.

Das Masernvirus ist deutlich ansteckender (ein Infizierter steckt 12-15 Menschen an, die fast alle schwere Symptome entwicklen)
als das Coronavirus (ein Infizierter steckt 3-5 Menschen an, die deutliche klinische Symptome entwickeln, die Dunkelziffer ist sicher höher, d.h., die Todesrate wird z.Z. deutlich überschätzt).
Einer von 500-1000 Masern-Erkrankten stirbt oder behält bleibende Schäden.
Und trotzdem wird die Masern-Erkrankung von einigen als Kinderkrankheit verharmlost,
die Impfung wird abgelehnt.

Bitte behalten Sie Ruhe, wir versuchen, Ihre Fragen zu beantworten und zu helfen.

Danke

Ihr Praxisteam


 

Abstand halten rettet Leben! (Stand 29.04.20)

Hier ein Link zu einem Artikel der Washington Post (leider nur in Englisch; einfach  das Feld  "free"  anklicken).
An Hand von Simulationen wird verdeutlicht, warum die Strategie des Meidens öffentlicher Plätze (physical distancing) und sozialer Kontakte in den nächsten Tagen und Wochen so wichtig und effektiv ist. Wir müssen durch Verlangsamung der Neuinfektionen erreichen, dass die begrenzten intensivmedizinischen Kapazitäten/Beatmungsplätze für die schwer Erkrankten ( meist  Menschen  deutlich > 60 Jahre) ausreichen können. Sonst verlieren wir Menschen (unsere Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern), die hätten überleben können. Wer möchte in der Haut der Ärzte stecken, die entscheiden müssen, wer den noch freien Beatmungsplatz verdient?! Wer wird verstehen, dass es gerade seinen Verwandten treffen soll?

https://www.washingtonpost.com/graphics/2020/world/corona-simulator/

Wer kein Englisch kann, schaut sich die Grafiken (mit den sich bewegenden Punkten) an.
Die sind selbsterklärend.
 
Model mit 5 Menschen:
A)  Jeder Infizierte steckt Gesunde an, mit denen er in Kontakt kommt
B)  Jeder Infizierte steckt Gesunde an, mit denen er in Kontakt kommt.
     Rosa sind gesundet und können nicht mehr infiziert werden.

4 Modelle für eine Gruppe von 200 Menschen

C) Am Anfang steht ein Infizierter.
    Jeder Infizierte steckt jeden an, mit dem er in Kontakt kommt.
    Im Durchschnitt steckt ein  Coronavirus-infizierter 3 Menschen an.
D) Selber Ausgang, aber:
    Ein Teil der Bevölkerung wird in eine Quarantäne gesteckt
    (z.B. Hubei China).
    Danach wird die Quarantäne langsam gelockert.
E) Selber Ausgang, aber:
    Hier bleibt ein Viertel der Bevölkerung zu Beginn des Ausbruchs zu Hause.
F) Selber Ausgang, aber:
    Alle Personen sollen zu Hause bleiben, nur jede achte Person kann oder
    macht es nicht.
    In diesem Stadium befinden wir uns jetzt.
 
Deshalb ist soziale Distanz, auch wenn es schwerfällt, gerade jetzt am Anfang der Pandemie, so extrem wichtig und könnte effektiv sein (siehe Fallzahlen China).
 
Den Virus sieht und hört man nicht!
Manchmal merkt man ihn auch nicht.
Meist aber verrichtet er bereits sein Werk und
wir können andere Menschen schon anstecken.
 
Die meisten jungen Menschen werden wenig, vielleicht auch nichts von einer Erkrankung bemerken.
Kinder scheinen sehr selten schwere Verläufe aufzuweisen.
Aber wir alle haben eine Verantwortung gegenüber den Risikogruppen.
Es  sind unsere Eltern, Großeltern, Urgroßeltern,
vor allem Menschen > 60 Jahre oder mit chronischen Erkrankungen!
 
Bitte halten Sie  mit Ihren Familien die aktuellen Hygieneregeln ein.
Halten Sie Abstand beim Spazierengehen!
 
Gerade Menschen über 60 und mit Vorerkrankungen haben ein hohes Risiko für schwere Verläufe.
Sprechen Sie mit den Betroffenen darüber, wie eine Infektion am besten zu vermeiden ist.
Dies bedeutet in den nächsten Monaten harte Einschnitte in das normale Leben.
  •  
Arztbesuche bei akuten Erkrankungen sollten auf dringende Fälle beschränkt werden und nur nach telefonischer Vorabsprache erfolgen.
Einfache Magen-Darm-Infekte oder Erkältungen sollten Sie nur vorstellen und dies auch nur nach Rücksprache mit der Praxis, wenn es Ihrem Kind wirklich schlecht geht.
Selbst wenn das Coronavirus der Auslöser der Symptome wäre, ist die Isolation für mindestens 2 Wochen der einzige Schutz für die Umgebung.
Rufen Sie uns daher bitte unbedingt vor einem Besuch an!
Nutzen Sie auch die Videosprechstundenangebote.
 
Vielen Dank für Ihre Mithilfe
 
Danke

 


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