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Praxis U18 - Ärzte für Kinder- & Jugendmedizin

Die Maskenpflicht wird von unseren Politikern geregelt, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes von uns Kinderärzten geraten.

Auf die empfohlene Art und mit Empathie für Kinder und mit gesundem Menschenverstand unter Aufsicht verständnisvoller Erwachsener eingesetzt sind unerwünschte Wirkungen von Masken mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen. Befürchtungen, Masken könnten die Atmung beeinträchtigen, die Versorgung mit Sauerstoff gefährden oder zu einer gefährlichen Anreicherung von Kohlendioxid führen, sind unbegründet. Auch führen Masken bei entsprechender Aufklärung von Eltern und Kindern nicht zu seelischen Problemen oder gar Schäden. Vielmehr schützen sie das tragende Kind und evtl. auch seine Umgebung. Die subjektiven Probleme und das Störempfinden beim Tragen der Maske werden dennoch uneingeschränkt anerkannt; die entscheidende gesellschaftliche Aufgabe ist es umso mehr, die in der Nutzen-Risiko-Abwägung gebotene Notwendigkeit alters- d.h. kindgerecht zu vermitteln.

Wenn Sie eine Befreiung von der Maskenpflicht aus medizinischen Gründen erhalten wollen, lesen Sie sich bitte die >Handreichung zur Maskenpflicht< durch.

Bitte teilen Sie uns dann per eMail Ihre Gründe mit, weshalb Ihr Kind von der Maskenpflicht befreit werden soll.

 

Zur allgemeinen Info

Aus der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg (§ 3 Abs. 2) geht hervor, dass eine Ausnahme von der Maskenpflicht besteht, wenn das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung aus medizinischen Gründen unzumutbar ist. Da die Pflicht zum Tragen der Masken aus einer Rechtsverordnung des Landes resultiert, kann der Arzt keine Befreiung von dieser Pflicht aussprechen.

Allerdings ist es möglich, dass der Arzt dem Patienten attestiert, dass ihm aus medizinischen Gründen das Tragen einer Maske im Sinne der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg unzumutbar ist.

Es gibt nur sehr wenige Menschen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können. Die Entscheidung, ob eine Bescheinigung ausgestellt wird könnten zum Beispiel sein: 

  • Wenn Patienten erschwert atmen durch chronische Lungenerkrankungen (z. B. COPD, Asthma bronchiale). Allerdings gehören diese Personen auch zu den Risikogruppen bei COVID-19-Erkrankungen und sollten ganz besonders auf ihre eigene Sicherheit achten, wenn sie ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs sind. Gerade schwer Kranke müssen sich selbst schützen, wozu das Tragen einer Maske beitragen kann.
  • Wenn Personen als Begleitpersonen von Schwerhörigen, Gehörlosen oder von Menschen mit Demenz oder geistiger Behinderung unterwegs sind und eine sichere Kommunikation durch eine Mund-Nasen-Bedeckung dieser Begleitpersonen in Frage gestellt ist. 
  • Wenn Patienten unter kognitiven Einschränkungen leiden (z. B. Demenz, geistige Behinderung) und das Tragen von Masken für sie selbst mit erheblichem Stress verbunden ist.

Will ein Schü­ler von der Mas­ken­pflicht in der Schu­le be­freit wer­den, muss er ein aus­sa­ge­kräf­ti­ges Arzt-At­test vor­le­gen. Die­ses darf nicht nur all­ge­mei­ne Be­ein­träch­ti­gun­gen auf­zei­gen, die je­der­mann beim Tra­gen einer Maske er­ei­len. Dar­ge­legt wer­den muss viel­mehr, wel­che kon­kre­ten ge­sund­heit­li­chen Be­ein­träch­ti­gun­gen als­bald zu er­war­ten sind und wor­aus diese im Ein­zel­nen re­sul­tie­ren.

Aus unseren Aufzeichnungen in der Krankenakte muss ein medizinischer Grund erkennbar sein, weshalb ausgerechnet Ihr Kind keine Maske tragen könnte.

Alle Kinder können einen Mundschutz aus Stoff tragen, CO2 ist ein Gas und bleibt im Stoff nicht hängen. Von komplett geschlossenen Abdeckungen – wie etwa Staubschutzmasken aus dem Baumarkt – wird abgeraten, da Erwachsene mehr Luft ein und aus atmen als Kinder. Das geringere Lungenvolumen bei Kindern ist allerdings nicht so klein, als dass die Atemluft Platz zwischen Gesicht und Mundschutz hätte. Da besteht auch für kleinste Kinder keinerlei Gefahr.

Eine wegweisende Stellungnahme finden Sie auch hier --> Verwendung von Masken bei Kindern zur Verhinderung der Infektion mit SARS-CoV-2 

Generell ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie Mund-Nasen-Bedeckungen bzw. Masken gewissenhaft tragen, um Infektionsrisiken zu begrenzen. Nur so können wir erreichen, dass Schulen, Kindergärten oder Kitas nicht wieder geschlossen und insbesondere auch ältere Mitbürger geschützt werden.

Man nennt das auch Solidarität,
          kommen Sie Ihrer Vorbildfunktion nach.

Mit freundlichen und um Verständnis bittenden Grüßen

Ihr Dr. H. Friedrich