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Windpocken (Varizellen)

Was sind Windpocken (Varizellen)?

Windpocken sind weltweit verbreitet. Sie gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten im Kindesalter: Über 90% der Erwachsenen hatten als Kinder Windpocken. Meist verlaufen Windpocken harmlos, für Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem und Neugeborene in den ersten 5 bis 7 Lebenstagen sind sie jedoch eine ernst zu nehmende Gefahr. In den letzten zehn Jahren starben durchschnittlich pro Jahr etwa 7 Menschen aufgrund von Komplikationen in der Folge von Windpocken.

Varizellen

Darüber hinaus riskiert jeder einmal an Windpocken Erkrankte, im späteren Leben eine Gürtelrose zu entwickeln.

Seit dem 29.03.2013 gibt es für Windpocken (neben Mumps, Röteln und Keuchhusten) in Deutschland eine Meldepflicht.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin empfiehlt die Varizellenimpfung für alle Kinder im Alter von 11 bis 14 Monaten, seit 2004 zunächst als eine einmalige Impfung, ab 2009 als zwei Impfungen (im Abstand von wenigstens vier Wochen).

Bei den Schuleingangsuntersuchungen 2012 konnten laut dem Robert Koch-Institut in Berlin 78,2% der Kinder die erste sowie 67,6% zusätzlich die zweite Impfung gegen Windpocken vorweisen.

Woher stammt der Name Windpocken?

Die hohe Ansteckungsgefahr und die schnelle Verbreitung – buchstäblich “mit dem Wind” – gaben den Windpocken ihren Namen. So gilt z.B. ein kurzzeitiger Aufenthalt in einem Zimmer mit einem Infizierten als sicherer Weg, sich anzustecken.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung. Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 16.03.2016